Stand: 29.01.2019 16:17 Uhr  - NDR 1 Radio MV

Backhaus für künstliche Ostsee-Riffe

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Laut Umweltminister Backhaus haben sich die künstlichen Riffe vor der Küste Mecklenburg-Vorpommerns bewährt.

Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) hat sich für künstliche Riffe in der Ostsee ausgesprochen. Damit reagierte er auf die Berichterstattung auch im NDR über unterschiedliche Auffassungen zur Errichtung neuer Riffe zwischen Fischerei- und Naturschutzfachleuten im eigenen Haus.

Backhaus: Positiver Einfluss auf Population

Auf die Artenvielfalt und die Nachwuchsrate des Dorsches haben künstliche Riffe einen positiven Einfluss. Das geht laut Ministerium aus wissenschaftlichen Untersuchungen an den beiden angelegten Riffen vor Nienhagen und Rosenort hervor. Die Riffstrukturen dienten vielen Jungfischen als Unterschlupf und etwa 80 wirbellosen Arten wie Großalgen und Miesmuscheln als Lebensraum.

Ministerium erörtert Finanzierungsfragen

Im Oktober war die Projektförderung ausgelaufen. Ein drittes Riff sollte eigentlich vor Dierhagen entstehen. Ein konkretes Genehmigungsverfahren laufe derzeit aber nicht, hieß es aus dem Ministerium. In seinem Ressort werde nicht diskutiert, ob neue Riffe sinnvoll seien, sondern wie derartig kostenintensive Projekte künftig finanziert werden könnten, stellte Backhaus klar. Eine Finanzquelle könnten Kompensationsgelder für Eingriffe ins Küstenmeer sein - vorausgesetzt, es handle sich dabei nicht um Neubauten, sondern um die Rekonstruktion früherer natürlicher Riffe.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 29.01.2019 | 17:30 Uhr

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