Stand: 25.04.2018 12:00 Uhr

Anne Drescher erhält Anti-Doping-Preis

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Anne Drescher, Landesbeauftragte für die Unterlagen der Staatssicherheit, erhält den Anti-Doping-Preis (Archivbild)

Die Landesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen, Anne Drescher, erhält in diesem Jahr den Anti-Doping-Preis. Die Dopingopfer-Hilfe vergibt die Auszeichnung alle zwei Jahre und würdigt nun Dreschers Engagement für Sportgeschädigte. Der Preis ist mit 1.500 Euro dotiert. "Anne Drescher hat das Leidpotential der staatsgedopten DDR-Athleten mit echter Empathie wahrgenommen und eine belastbare Hilfsstruktur aufgebaut", sagte die Vorsitzende der Dopingopfer-Hilfe, Ines Geipel.

Beratung und Information

Vor gut zwei Jahren hatte der Landtag die Doping-Aufarbeitung in den drei DDR-Nordbezirken und die Einrichtung einer Anlaufstelle für Sportgeschädigte bei der Landesbeauftragten beschlossen. Anne Drescher hatte daraufhin umgehend ein Team aufgestellt, Beratungstage organisiert und eine Broschüre zum DDR-Doping herausgegeben. Zudem verstärkte sie die Zusammenarbeit mit Medizinern und Wissenschaftlern.

Wegweisende Anlaufstelle

Für die ehrenamtlich arbeitende Dopingopfer-Hilfe, die mehr als 1.700 Sportgeschädigte betreut, ist die Schweriner Anlaufstelle wegweisend. Anne Drescher bekommt den Preis Anfang Dezember in Berlin. Sie folgt als Preisträgerin der ehemaligen russischen Leichtathletin Julia Stepanowa, die vor zwei Jahren für ihre Doping-Enthüllungen geehrt wurde. Erstmals vergibt die Dopingopfer-Hilfe auch einen Antidoping-Medienpreis. Dieser geht an Michael Reinsch von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und an den Schweriner NDR Dopingexperten André Keil.

Weitere Informationen

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 25.04.2018 | 12:00 Uhr

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