leerer Gerichtssaal am Schweriner Landgericht

Angeklagter gesteht sexuellen Missbrauch von Neffen

Stand: 03.11.2020 15:56 Uhr

Ein Missbrauchsprozess in Schwerin hat am Dienstag mit einem Geständnis begonnen. Ein Boizenburger räumte ein, sich im Sommer 2017 mehrfach an seinem Neffen sexuell vergangen zu haben.

Ein 43-jähriger Mann aus Boizenburg (Kreis Ludwigslust-Parchim) hat gestanden, seinen neun Jahre alten Neffen mehrfach sexuell missbraucht zu haben. Vor dem Landgericht Schwerin ließ er durch seinen Anwalt einräumen, dass die Vorwürfe in der Anklage der Staatsanwaltschaft weitgehend zutreffend seien. Demnach hat der Gelegenheitsarbeiter im Sommer 2017 in fünf Fällen den Jungen missbraucht beziehungsweise in drei Fällen vergewaltigt.

Angeklagter sitzt wegen Missbrauchs derzeit in Haft

Der Angeklagte ist wegen eines anderen Falles bereits vor zwei Jahren wegen sexuellen Missbrauchs und Vergewaltigung verurteilt worden. Er sitzt derzeit in der JVA Bützow eine viereinhalbjährige Haftstrafe ab. Erst nachdem sein Onkel verurteilt wurde, hatte sich der Junge offenbart und von den Taten erzählt.

Über Gesamtfreiheitsstrafe verständigt

Bereits vor dem Prozess hatten sich die Beteiligten verständigt. Das Gericht wird, wenn es den Mann schuldig spricht, eine Gesamtfreiheitsstrafe bilden müssen. Für den Angeklagten bedeutet dies zusätzliche sechs bis zwölf Monate Haft. Am Freitag soll ein Urteil fallen.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 03.11.2020 | 15:00 Uhr

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