Die ehrenamtliche Rettungsschwimmerin Xenia und ihr Kollege Luca überwachen einen Badestrand an der Nordsee bei Schillig. © dpa/picture alliance Foto: Mohssen Assanimoghaddam

Alle Rettungstürme an den Ostseestränden besetzt

Stand: 17.07.2021 11:57 Uhr

Alle Rettungstürme an den Stränden Mecklenburg-Vorpommerns sind ab diesem Wochenende vollständig besetzt.

Die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) und die Wasserwacht werden von diesem Wochenende alle 90 Rettungstürme an den Stränden in Mecklenburg-Vorpommern mit Rettungsschwimmerinnen und -schwimmern besetzen. In der Regel sind zeitgleich drei Ehrenamtliche pro Turm im Einsatz. Insgesamt kann die DLRG in dieser Saison auf etwa 1.700 Retterinnen und Retter zurückgreifen, sagte DLRG-Sprecher Thorsten Erdmann.

Zusätzliche Helfer sind willkommen

Zunächst sah es danach aus, dass einige Nebentürme an diesem Wochenende noch unbesetzt bleiben. Die DLRG konnte aber noch genug Personal finden. Erdmann befürchtet jedoch, dass durch die Unwetter-Katastrophe im Westen Deutschlands einige Rettungsschwimmer nicht an die Ostsee kommen, weil sie vor Ort als Helfer gebraucht werden. Erdmann: "Deswegen sagen wir, wer Rettungsschwimmer ist oder eine gültige Lizenz hat und vielleicht im Ruhestand ist, sollte sich bitte bei der DLRG melden."

Nachfrage nach Retter-Jobs lässt nach

In den vergangenen Jahren war der ehrenamtliche Einsatz auf den Rettungstürmen an der Ostsee unter anderem bei vielen Studenten beliebt. In diesem Jahr fiel die Nachfrage aus ganz Deutschland deutlich geringer aus. Laut Erdmann liegt das auch an den Corona-Einschränkungen, es wurden nicht genug Rettungsschwimmer ausgebildet. Auch die Ausbildung von DLRG-Mitgliedern zu Rettungsschwimmern blieb auf der Strecke.

Land startet "MV kann schwimmen"

Mecklenburg-Vorpommern hat inzwischen die Kampagne "MV kann schwimmen" gestartet. Dadurch lernen in diesem Jahr bei der DLRG rund 1.000 Kinder schwimmen, sagte Erdmann. "Wir haben über die Zentrale der DLRG in Bad Nenndorf Ausbilder bekommen, die uns dabei unterstützen, sodass wir in diesem Sommer vermehrt ausbilden wollen - nicht nur Kinder und Jugendliche, sondern auch Rettungsschwimmer." Seit Beginn der Badesaison im Juni sind in Mecklenburg-Vorpommern elf Menschen beim Baden in der Ostsee und in den Binnenseen gestorben.

Weitere Informationen
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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 17.07.2021 | 12:00 Uhr

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