Ein Sandsturm weht über eine Straße bei Ferdinandshof. © Christopher Niemann Foto: Christopher Niemann

Sandstürme auf Autobahnen und Bundesstraßen in MV

Stand: 05.05.2021 17:33 Uhr

Sandstürme haben am Mittwochnachmittag zu teils erheblichen Behinderungen auf Autobahnen und Bundesstraßen in Mecklenburg-Vorpommern geführt. Betroffen waren die B109 bei Ferdinandshof (Kreis Vorpommern-Greifswald), die B103 bei Meyenburg, die A24 bei Suckow (beides Kreis Ludwigslust-Parchim) und die A20 bei Pasewalk (Vorpommern-Greifswald).

Am Mittwochmittag meldeten verschiedene Hörer von NDR 1 Radio MV Sandstürme auf den Autobahnen und Bundesstraßen in Mecklenburg-Vorpommern. Diese hätten für teils erhebliche Beeinträchtigungen gesorgt, so der Tenor. Ein Hörer berichtete, dass auf der A20 bei Pasewalk die Sichtweite quasi "gleich null" betrage, "Dort ist Gefahr im Verzug", so der Hörer.

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Blick von einer Autobahnbrücke auf den fließenden Verkehr © picture-alliance/ dpa / Ronald Wittek Foto: Ronald Wittek

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Auch A24, B103 und B109 betroffen

Weitere Autofahrer erklärten, dass Sandstürme derzeit auch an der A24 bei Suckow, an der B103 zwischen Meyenburg und Ganzlin sowie an der B109 bei Ferdinandshof auftreten. Das Phänomen wird derzeit durch den teils geringen Vegetationsbewuchs auf den Äckern begünstigt. Autofahrer sollten ihre Fahrweise anpassen und die Geschwindigkeit drosseln. Laut Polizei ereigneten sich bis zum Abend keine Unfälle infolge der Staubstürme. Nach Angaben des Meteorologen Stefan Kreibohm vom NDR Wetterstudio auf Hiddensee bleibt das Wetter vorerst recht windig. Noch bis Donnerstagmorgen könnten im Nordosten stürmische Böen wehen. Allerdings dürfte der teils ergiebige Regen dafür sorgen, dass es nicht mehr zu solchen Verwehungen kommt.

Sandsturm war Auslöser für A19-Massenkarambolage

Sandstürme sind in Mecklenburg-Vorpommern keine Seltenheit. Im Straßenverkehr sind sie tückisch. Vor zehn Jahren kam es auf der Autobahn 19 bei Kavelstorf in der Nähe von Rostock zu einer verheerenden Massenkarambolage. Rund 80 Fahrzeuge rasten ineinander, acht Menschen kamen ums Leben, mehr als 100 wurden verletzt. Seither wurden dem Landwirtschaftsministerium zufolge die Beratung der Landwirte verstärkt und ein landesweites Erosionsereignis-Kataster aufgebaut.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 05.05.2021 | 14:30 Uhr

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