Zwischen Hamburg und Haiti

Eisbärenalarm an der Hudson Bay

Sonntag, 14. März 2021, 09:34 bis 10:00 Uhr, NDR Info

Ein Eisbär richtet sich auf © NDR Foto: Rita Knobel-Ulrich

Eine Sendung von Rita Knobel-Ulrich

Menschen machen Fotos aus einem Tundra Buggie in Churchill, Kanada, von einem Eisbär © NDR Foto: Rita Knobel-Ulrich
Wer hier neugieriger ist? Der Eisbar, der an dem merkwürdigen weißen Riesengefährt hochschaut oder die Menschen, die aus dem so genannten Tundra Buggie Fotos vom Wildtier schießen?

Einmal im Jahr steppt der Bär in Churchill - im wahrsten Sinne des Wortes. Das Städtchen an der Hudson Bay liegt auf der Wanderroute der Eisbären auf ihrem Weg vom Landesinneren auf die zugefrorene Bay, wo sie Robben jagen wollen. In dieser Zeit kommen auf 1.000 Einwohner 1.000 Eisbären.

Zwei Eisbären laufem am Rande der Hudson Bay und warten, dass sie zufriert © NDR Foto: Rita Knobel-Ulrich
Zwei Eisbären passieren auf dem Weg zur Hudson Bay den Ort Churchill.

Und die sind nicht possierlich, sondern 300 Kilo schwer und drei Meter hoch, eines der gefährlichsten Landraubtiere der Erde. Dann wird in Churchill kein Haus abgeschlossen, in jedem Auto steckt der Schlüssel. Überall stehen Schilder, auf denen nicht "Parken verboten" steht, sondern "Achtung Eisbären". Kinder in der Schule werden unterwiesen, was sie tun sollen, wenn ein Bär vor ihnen steht: (Langsam zurückgehen und Essbares fallen lassen).

Eisbären kommen auch mal ins "Eisbärengefängnis"

Ein Eisbär richtet sich auf © NDR Foto: Rita Knobel-Ulrich
Eisbären werden bis zu 300 Kilo schwer und drei Meter hoch: Sie sind eines der gefährlichsten Landraubtiere der Erde.

Es gibt Hütten, die aussehen, als sei eine Bombe eingeschlagen, weil der Eisbär auf der Suche nach Essbarem zwar durch die Tür reinkam, aber durch die gegenüberliegende Wand wieder raustappte. Mit einer Mischung aus Grausen und Entzücken beobachten Touristen in gesicherten hochbeinigen Ungetümen, sogenannten Tundrabuggies, diese erstaunlichen Tiere. Und wenn sich doch mal ein Eisbär in die Stadt verirrt?

Verirrte Eisbären werden im Netz ausgeflogen

Menschen tummeln sich auf dem Bahnhof der kanadischen Stadt Churchill im Winter © NDR Foto: Rita Knobel-Ulrich
Der Bahnhof der kleinen Stadt Churchill an der Hudson Bay.

Dann wird er von der Bärenpolizei eingefangen und in einen weltweit einzigartigen Ort gebracht: ins Eisbärengefängnis. Doch lebenslänglich bekommt man in Churchill nicht. Die Eisbären werden in Netze gewickelt und ausgeflogen, in der Hoffnung, dass sie nicht zurückkehren, die Hudson Bay bald zufriert und in Churchill wieder Ruhe einkehrt.

Musik in der Sendung

k.A.: Adventurous Land
John Williams: Indiana Jones , aus Raiders of the lost ark
k.A.: Morning Ride
k.A.: War of the Buttons
k.A.: Earth History
Jean Marc Alexandre: Hiding in the Shadows
Frederic Brigaud: Dangerous Diversion
k.A.: Hidden Dangers
Felix Halbe: Chase (Dark Tension II)

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