Zwischen Hamburg und Haiti

"Stille Nacht, heilige Nacht"

Freitag, 25. Dezember 2020, 09:35 bis 10:00 Uhr, NDR Info

Auf dieser so genannten Mohr-Gitarre wurde 1818 das Lied "Stille Nacht" zum ersten Mal gespielt © NDR Foto: Julio Segador

Stille Nacht, heilige Nacht - Ein Lied ist 202 Jahre alt

Sendung: Zwischen Hamburg und Haiti | 25.12.2020 | 09:30 Uhr | von Wolfgang Heinemann, Julio Segador

1818 entstand bei Salzburg das berühmteste Weihnachtslied der Welt: "Stille Nacht, heilige Nacht". Uraufgeführt mit Gitarrre, die Orgel war kaputt. Eine Erfolgsstory.

Das berühmteste Weihnachtslied der Welt wird 202 Jahre alt

Wiederholung einer Sendung von Wolfgang Heinemann und Julio Segador aus dem Jahr 2018

2020 ist es 202 Jahre her, dass das berühmteste Weihnachtslied der Welt uraufgeführt wurde. Zum 200. Geburtstag blickten Wolfgang Heinemann und Julio Segador auf die Geschichte des Liedes zurück. Im Mittelpunkt des Weihnachtsmarktes in Oberndorf im Salzburger Land steht - auf einem kleinen Hügel - die Stille-Nacht-Gedächtniskapelle, die einen Blick über die Salzach hinweg auf die Schwesterstadt Laufen erlaubt, die zu Bayern gehört. 1937 wurde die Kapelle errichtet.

"Stille Nacht, heilige Nacht" erreichte Weltruhm

Sie steht an jener Stelle, wo sich einst die St. Nikola-Kirche befand, die wegen Baufälligkeit abgetragen werden musste. Hier wurde in der Christmette am 24. Dezember 1818 das Weihnachtslied "Stille Nacht! Heilige Nacht!" erstmals gesungen: Jenes schlichte Lied, das Weltruhm erlangen sollte und heute in mehr als 300 Sprachen und Dialekten gesungen wird.

Lehrer Franz Xaver Gruber komponierte "Stille Nacht" an einem Tag

Lange Schlangen bilden sich im Advent und besonders am Heiligen Abend vor der kleinen Kapelle, die an die Schöpfer von "Stille Nacht! Heilige Nacht!" erinnert: an den Lehrer Franz Xaver Gruber und den Hilfspriester Joseph Mohr. Am 24. Dezember 1818 hatte Joseph Mohr ein Problem. Er wollte unbedingt Musik in der Christmette haben. Die frohe Botschaft ohne Lieder? Die Orgel in der St. Nikola-Kirche war kaputt. Ob es am Hochwasser lag oder an hungrigen Mäusen - das weiß heute niemand mehr. In seiner Not wandte er sich am Morgen des 24. an Franz Xaver Gruber. Und der machte sich sofort ans Komponieren. Pünktlich zur Christmette war das Werk fix und fertig.

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