NDR Info - Redezeit

Energiekrise und winterliche Temperaturen - Wie kommen wir gut durch?

Dienstag, 29. November 2022, 20:33 bis 22:00 Uhr, NDR Info

Drei 100-Euro-Scheine stehen aufgerollt auf einer Heizung. © Colourbox Foto: graja

Die Temperaturen fallen und die Notwendigkeit zu heizen steigt - im Hinterkopf dabei meist die Warnung vor den rasant gestiegen Energiekosten. Viele Verbraucherinnen und Verbraucher haben dazu im November Post von ihren Energieversorgern bekommen.

Aber auch die Politik hat zuletzt die Entlastungen noch mal ausgeweitet: Strom- und Gaspreisbremse sollen schon zum Jahreswechsel gelten. Davor steht noch die Soforthilfe im Dezember.

Preisbremsen und Einmalzahlungen: Ende der Energiesorgen?

Zum Jahreswechsel werden die Stromversorger die durch die Kriegsfolgen stark gestiegenen Marktpreise weitergeben. Dabei handelt es sich vielfach um Preiserhöhungen von mehr als 50 Prozent. Bei einem Verbrauch von 5.000 Kilowattstunden wären das zusätzliche Kosten von rund 1.000 Euro im Jahr. Aber wie wirken sich nun die Preisbremsen für Strom und Gas aus? Dem Plan der Bundesregierung müssen Bundestag und Bundesrat noch zustimmen. Er sieht zum Beispiel vor, dass eine Kilowattstunde Strom die Haushalte zunächst nicht mehr als 40 Cent kosten soll. Diese Entlastungen werden im März spürbar und gelten auch rückwirkend für die ersten Monate des neuen Jahres. Was bedeutet diese Gemengelage für die Haushalte? Können sie ihre Energiekosten kalkulieren, lindert das die durchaus verbreiteten "Energiesorgen"? Welche Beratung ist zielführend, wie gelingt ein gesunder Umgang mit der Energiekrise?

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Gassparen und Klima schonen: Gibt es noch genug Anreize?

Das Szenario, Bürgerinnen und Bürger könnten im Winter in der kalten Wohnung sitzen, weil kein Gas mehr da ist, scheint gebannt zu sein. Die deutschen Gasspeicher sind gefüllt; die Warnungen vor einer Gasmangellage sind verstummt oder beziehen sich nun auf den Winter 2023/24. Das Ziel jedoch, wegzukommen von fossilem Gas, bleibt. Kann die Politik den Sparanreiz dadurch aufrechterhalten, dass die Preisbremsen für Privathaushalte nur für 80 Prozent des jeweiligen Vorjahresverbrauchs gelten? Bleiben wir damit noch im Energiesparmodus? Und wie sieht dieser ganz individuell aus?

NDR info Moderatorin Janine Albrecht begrüßte als Gäste:

Dr. Rolf Bosse
Vorsitzender Mieterverein zu Hamburg

Prof. Dr. Andreas Löschel
Ökonom, Lehrstuhl für Umwelt/Ressourceökonomie und Nachhaltigkeit an der Uni Bochum

Christiane Petersen
Coach und Resilienz-Trainerin, Hamburg

 

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