Ein mit Sand beschmutzter Blauhelm eines UN-Soldaten. © dpa picture alliance Foto: Michael Kappeler

UN-Friedensmission kann Mali nicht stabilisieren

Sendung: NDR Info Hintergrund | 19.10.2021 | 12:00 Uhr | von Dunja Sadaqi
15 Min | Verfügbar bis 19.10.2022

Die UN-Friedensmission Minusma hat Mali nicht stabilisieren können. Im Land herrscht weiter Terror.

Seit dem Abzug der Bundeswehr-Truppen aus Afghanistan gilt die Entsendung von Truppen nach Mali als der größte Einsatz deutscher Sicherheitskräfte im Ausland - und als der gefährlichste. Über 1.000 deutsche Soldatinnen und Soldaten versuchen, im Land für Stabilität zu sorgen - zusammen mit über 10.000 internationalen Sicherheitskräften. Anfang Oktober wurde ein Blauhelmsoldat der UN-Friedensmission Minusma bei einer Sprengstoffexplosion getötet.

Schon seit Längerem stehen diese Einsätze in der Kritik. Denn tausende Militärs vor Ort haben Mali keinen Frieden und keine Stabilität gebracht. Im Gegenteil: Der Terror breitet sich aus. Politisch herrscht nach zwei Militärputschen innerhalb eines Jahres Stillstand. Nach Spannungen mit der ehemaligen Kolonialmacht Frankreich strebt die regierende Militärjunta offenbar eine Zusammenarbeit mit der russischen Söldnergruppe Wagner an. Mali gilt als Schlüsselstaat gegen den sich ausbreitenden Terror in Westafrika. Aber wie sinnvoll sind die Militäreinsätze noch?

2019: ein deutscher Blauhelm begrüßt Annegret Kramp-Karrenbauer © dpa picture alliance Foto: Arne Immanuel Bänsch

UN-Friedensmission kann Mali nicht stabilisieren

Die Lage in Mali ist weiter katastrophal. Mali gilt als Schlüsselstaat gegen den sich ausbreitenden Terror in Westafrika. mehr