Ein ukrainischer Soldat inspiziert mit einem Metalldetektor ein Massengrab in der kürzlich zurückeroberten Stadt Isjum. © AP/dpa Foto: Evgeniy Maloletka

UN wollen Beobachter nach Isjum schicken

Sendung: Krieg in Europa – das Update zur Lage in der Ukraine | 16.09.2022 | 16:46 Uhr | von Tarek Youzbachi
6 Min | Verfügbar bis 16.09.2023

Das Menschenrechtsbüro der Vereinten Nationen will Beobachter in die zurückeroberte ukrainische Stadt Isjum schicken. Dort waren nach dem Rückzug der russischen Truppen Gräber mit mehr als 440 Leichen entdeckt worden. Eine Sprecherin erklärte, die Beobachter sollten herausfinden, was passiert sein könnte. Der Vermisstenbeauftragte der Ukraine erklärte, die meisten Menschen seien wohl gestorben, als die Stadt unter Beschuss der Russen gestanden habe. Seinen Angaben nach handelt es sich nicht um ein Massengrab, sondern um viele Einzelgräber. Sie seien teils nur nummeriert worden, weil die Bestattungsdienste die Identität der Toten nicht gekannt hätten.