Stand: 31.08.2020 13:56 Uhr

Sommer war zu warm und zu trocken

von Joachim Hagen
Ein Mitarbeiter der Stadtwerke wässert einen Baum. © picture alliance Foto: Marijan Murat
Vor allem in den Städten leiden die Bäume unter der Trockenheit.

Der Sommer 2020 war oft wechselhaft. Juni und Juli waren geprägt von schwankenden Temperaturen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) spricht in seiner vorläufigen Bilanz der Monate von Juni bis August von einem sogenannten Schaukelsommer. Erst im August drehte der Hochsommer voll auf. In tropischer Luft stiegen die Temperaturen über mehrere Tage hinweg auf 30 Grad Celsius und mehr. Hier und da entluden sich schwere Starkregengewitter, mancherorts blieb es aber weiterhin sehr trocken.

Unter dem Strich war der Sommer 2020 im Vergleich zur international gültigen Referenzperiode von 1961 bis 1990 zu warm und etwas zu trocken. Das meldet der Deutsche Wetterdienst nach ersten Auswertungen der Ergebnisse seiner rund 2.000 Messstationen.

18 Grad in Niedersachsen

Der Sommer in Niedersachsen war mit einer durchschnittlichen Tagestemperatur von 18 Grad etwas wärmer als im Vergleich zur Referenzperiode. Mit 205 Liter Niederschlag pro Quadratmeter fiel auch etwas weniger Regen. Die Sonne schien mit 625 Stunden deutlich häufiger.

Eine Gieskanne steht am Rande eines Gartenweges. © NDR Foto: Svea Christiansen
Viele Pflanzen müssen gegossen werden.
Wenig Regen in Hamburg

Auch in der Hansestadt war der Sommer mit einer Durchschnittstemperatur von 18,3 Grad deutlich zu warm und mit einer Regenmenge von 195 Liter pro Quadratmeter zu trocken. Die Sonne schien 710 Stunden.

Schleswig-Holstein am kühlsten

Mit einer Durchschnittstemperatur von 17,4 Grad war es in Schleswig-Holstein zwar deutlich wärmer als im Vergleich zur Referenzperiode von 1961 bis 1990, allerdings immer noch kühler als in allen anderen Bundesländern. Und mit 225 Liter Regen pro Quadratmeter gehört das Bundesland auch zu den nassesten Regionen Deutschlands. Dafür schien die Sonne in Schleswig-Holstein und Hamburg mit 710 Stunden häufiger als in den meisten anderen Regionen Deutschlands.

Viel Regen in Mecklenburg-Vorpommern

Trotz der Trockenheit in einigen Regionen war der Sommer im Nordosten mit 200 Liter Regen pro Quadratmeter nasser als im langjährigen Mittel. Die Durchschnittstemperatur lag bei 17,9 Grad. Das ist deutlich wärmer als in früheren Sommern. Die Sonne schien 700 Stunden und damit fast so häufig wie in Hamburg und Schleswig-Holstein.

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Blick auf die Außenalster bei diesigem Wetter © NDR Foto: Eduard Valentin

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NDR Info | 31.08.2020 | 12:08 Uhr

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