Auf einer Schallplatte liegt Besteck. © Tabor Gus, ww.plainpicture.com Foto: Tabor Gus

Nachtclub ÜberPop: Türkisch-deutscher Pop

NDR Info - Nachtclub ÜberPop -

Was kommt Ihnen in den Sinn, wenn Sie an die türkisch-deutsche Popgeschichte denken? Vielleicht denken Sie: "Oh, na klar! Ich weiß noch wie Yüksel Özkasap 1973 ihre 12. Goldene Schallplatte bekommen hat! Eine super Single war das!" Oder denken Sie: "Türkisch-deutsche Popgeschichte? Ich weiß gar nicht so genau... ist vielleicht an mir vorbeigegangen?" Beide Reaktionen können hierzulande gleichzeitig vorkommen, und das ist ein interessantes Phänomen, denn eine gemeinsame Musikkulturgeschichte existiert seit mehr als einem halben Jahrhundert.

Erfolgreich und doch wenig bekannt
Türkisch-deutsche Labels, wie Türküola, haben tausende Tonträger (darunter viele goldene Schallplatten) produziert, millionenfach verkauft und exportiert. In den Charts oder in der Hitparade gelandet, sind sie nicht. Millionen von Menschen sind nebenan mit anatolisch-deutscher Musikkultur aufgewachsen. Und trotzdem werden die Songs von Yüksel Özkasap, Grup Doğuş oder Derdiyoklar Ikilisi immer noch eher in die Weltmusikecke einsortiert. Erst seit wenigen Jahren schaffen es Künstler*innen und Bands, wie Altin Gün, Baba Zula, Gaye Su Akyol oder Derya Yıldırım & Grup Şimşek, dass ein breites Pop-Publikum bei anatolischen Klängen die Ohren spitzt.
Über die Geschichte deutsch-türkischer Musikkultur und die Frage, warum sie trotz ihrer Vielfalt noch immer vergleichsweise wenig Beachtung findet, spricht Siri Keil mit der Musikerin, Sängerin und Bağlama-Spielerin Derya Yildirim und dem Musikkurator, DJ und Autor Sebastian Reier.

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