Stand: 29.09.2021 23:17 Uhr

Coronavirus-Blog: HSV wechselt zu 2G-Modell

Im Coronavirus-Blog hat NDR.de Sie auch am Mittwoch, 29. September 2021 aktuell über die Folgen der Coronavirus-Pandemie für Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg informiert. Am Donnerstag geht es mit einem neuen Blog weiter.

Das Wichtigste in Kürze:

Tabellen und Grafiken: So läuft die Impfkampagne im Norden
Karte: Neuinfektionen in den norddeutschen Landkreisen


23:17 Uhr

NDR.de verabschiedet sich für heute

So, das war's für heute. Der Corona-Blog von NDR.de macht eine kleine Pause. Wir wünschen Ihnen eine gute Nacht! Am Donnerstagmorgen sind wir ganz früh wieder für Sie da, um in einem neuen Blog über die neuesten Entwicklungen in der Corona-Pandemie zu berichten.


22:35 Uhr

Verbände: Kündigungen wegen schlechter Behandlung in der Krise

Internationale Transportverbände und Gewerkschaften haben vor einem "Zusammenbrechen" der Lieferketten als Spätfolge der Corona-Krise gewarnt. "Die Beschäftigten des Transportwesens haben den internationalen Handel während der gesamten Pandemie am Laufen gehalten", heißt es in einem anlässlich der UN-Vollversammlung veröffentlichten offenen Brief, wie tagesschau.de berichtete. Die Pandemie habe sich jedoch negativ auf die Beschäftigten ausgewirkt. In allen Bereichen der Transportbranche herrsche bereits Fachkräftemangel, warnen die Verbände. Sie rechnen damit, dass "noch mehr Beschäftigte den Beruf aufgeben werden, weil Millionen von ihnen während der Pandemie so schlecht behandelt wurden".

Als Beispiele nennen die Verbände etwa Lkw-Fahrer, die infolge der Corona-Beschränkungen an der Grenze "manchmal zu Tausenden wochenlang unter schlechten hygienischen Bedingungen warten" mussten. Oder Beschäftigte auf Handelsschiffen, die "in der schlimmsten Zeit der Krise ihre Schiffe nicht verlassen" konnten und deshalb zum Teil 18 Monate länger als ursprünglich vereinbart gearbeitet hätten.


21:36 Uhr

Olympische Spiele 2022 in Peking ohne ausländische Zuschauer

Die Olympischen Winterspiele in Peking im kommenden Jahr finden aufgrund der Pandemie ohne ausländische Zuschauer statt. Das Sportereignis vom 4. bis zum 20. Februar werde auf die chinesische Öffentlichkeit beschränkt sein, teilte das Internationale Olympische Komitee (IOC) mit. In diesem Jahr liefen bereits die Olympischen Sommerspiele in Japan komplett ohne Zuschauer. 


21:12 Uhr

Hilfe gegen die Wissenslücken durch die Pandemie

Viele Kinder sind in der Zeit der Pandemie-bedingten Schulschließungen nicht mit dem Distanzunterricht klargekommen. Nun weisen etliche Wissenslücken auf, die im normalen Schulbetrieb nur schwierig wieder aufzuholen sind. Ehrenamtlich Engagierte in einem Lese-Mentoren-Programm versuchen, das auszugleichen.

VIDEO: Verein Mentor in Schwerin hilft Kindern beim Lesenlernen (3 Min)


20:17 Uhr

YouTube will Falschinformationen über Impfstoffe entfernen

Die Videoplattform YouTube will künftig falsche Informationen über alle Impfungen und nicht nur zu Corona-Impfstoffen entfernen. Betroffen seien Beiträge, die Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und örtlicher Behörden zu Sicherheit, Effizienz sowie Inhaltsstoffen widersprächen, teilte die Google-Tochter mit. Damit werde man zum Beispiel nicht mehr behaupten dürfen, dass Impfungen Krebs und Diabetes verursachten oder zur Nachverfolgung von Geimpften eingesetzt werden könnten, erläuterte YouTube. Accounts, die wiederholt oder besonders stark gegen die Regeln verstießen, würden von der Plattform verbannt.

Bereits gestern hatte die Videoplattform zwei deutschsprachige Videokanäle des russischen Staatssenders RT entfernt und damit den Zorn Moskaus auf sich gelenkt. YouTube begründete die Sperre mit Verstößen gegen die Regeln zu Falschinformationen rund um die Pandemie.


19:02 Uhr

Hamburgische Bürgerschaft: Uneinigkeit über Kurs des Senats

Die Corona-Politik des Senats ist in der Hamburgischen Bürgerschaft umstritten. Ein großer Schritt weiter in Richtung Normalität seien die jüngsten Corona-Verordnungen des Senats, sagte die SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Claudia Loss. Dagegen übten FDP, Linke und AfD Kritik.

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Im Fenster einer Hamburger Kiez-Kneipe hängt ein Zettel mit dem Text "2G, Einlass nur für Geimpfte und Genesene". © picture alliance/dpa Foto: Markus Scholz

Bürgerschaft streitet über Corona-Politik des Hamburger Senats

Vernünftig oder sogar gefährlich? Die Corona-Maßnahmen des Senats waren in der Hamburgischen Bürgerschaft umstritten. mehr


17:49 Uhr

Jetzt vier von acht Regionen in MV gelb

Aufgrund steigender Infektionszahlen ist für eine vierte Region in Mecklenburg-Vorpommern die Farbe der Corona-Warnampel von Grün auf Gelb gesprungen. Nach den Landkreisen Rostock, Vorpommern-Greifswald und Vorpommern-Rügen gilt sie nun auch für Schwerin, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) in Rostock mitteilte. Grund ist, dass in der Landeshauptstadt die Sieben-Tage-Inzidenz wieder über 50 geklettert ist. Sollte dies drei Tage lang anhalten, werden wieder Maskenpflicht in der Schule und erweiterte Testpflichten für Ungeimpfte eingeführt.


17:46 Uhr

HSV wechselt zu 2G - ohne Maske, Abstand und Alkoholverbot

Der Hamburger SV will in seinem nächsten Heimspiel der 2. Fußball-Bundesliga gegen Fortuna Düsseldorf wieder vor mehr Zuschauern spielen. Dafür schwenkt der Verein von der 3G- auf die 2G-Regel. Das heißt, dass im Spiel gegen die Fortuna am 16. Oktober nur gegen Sars-CoV-2 geimpfte oder nachweislich von einer Infektion genesene Personen ins Volksparkstadion dürfen. Ein negativer Test reicht nicht mehr aus. Mit 3G waren 25.000 Zuschauer zugelassen, nun dürfen mehr Fans in die Arena. Wie viele genau muss noch geklärt werden. Das Volksparkstadion fasst 57.000 Menschen. Gegen Düsseldorf wird erstmals nach 19 Monaten auch die Nordtribüne mit ihren Stehplätzen geöffnet. Mindestabstände müssen nicht mehr beachtet werden, es herrscht keine Maskenpflicht und es gilt kein Alkoholverbot mehr.

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HSV-Fans im Volksparkstadion © Witters

HSV stellt auf 2G-Regel um

Fußball-Zweitligist Hamburger SV will in seinem nächsten Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf wieder vor mehr Zuschauern spielen. mehr


17:40 Uhr

149 neue Corona-Fälle im Bundesland Bremen registriert

Die Behörden haben im Bundesland Bremen 149 Neuinfektionen gemeldet (Vortag: 193; Vorwoche: 165). Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt in Bremen nun bei 87,8 und in Bremerhaven bei 261,5.


16:38 Uhr

Viele Impfteams starten in Niedersachsen später als geplant

135 mobile Impfteams sollten in Niedersachsen eigentlich am 1. Oktober landesweit starten. Denn die Impfzentren schließen. Doch das Startdatum wird nicht eingehalten werden können. Etwa ein Drittel der Teams werde um den 15. Oktober, zwei Drittel erst danach die Arbeit aufnehmen, sagte die stellvertretende Leiterin des niedersächsischen Corona-Krisenstabs, Claudia Schröder. Der Übergang verläuft ruckelig, weil jetzt nicht mehr der Katastrophenschutz, sondern die örtlichen Gesundheitsämter zuständig sind. Es wird neu ausgeschrieben und die mobilen Teams müssen nochmal neu ausgerüstet werden.


16:14 Uhr

Zwei Wochen Maskenpflicht in MV nach Ende der Herbstferien

Nach den Herbstferien gilt an allen Schulen in Mecklenburg-Vorpommern zunächst wieder die Maskenpflicht. Das teilte das Bildungsministerium heute mit. Nach Ende der Ferien am 9. Oktober müssen Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer damit auch während des Unterrichts und unabhängig von der risikogewichteten Einstufung ihrer Region wieder einen Mund-Nasen-Schutz tragen.

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Schulkind trägt Maske

Nach Oktoberferien an Schulen in MV 14 Tage Maskenpflicht

Die Maskenpflicht ergibt sich laut Bildungsministerium aus der aktuellen Corona-Schulverordnung. mehr


15:59 Uhr

173 Neuinfektionen in Mecklenburg-Vorpommern gemeldet

Die Behörden haben in Mecklenburg-Vorpommern 173 neue Corona-Fälle bestätigt (Vortag: 196; Vorwoche: 85). Damit steigt die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Neuinfektionen auf 44,9. Die Hospitalisierungsrate bleibt jedoch bei 0,7. Ein weiterer Todesfall wurde im Zusammenhang mit dem Coronavirus registriert.


15:14 Uhr

Schweden hebt fast alle Beschränkungen auf

Nach anderthalb Jahren mit ohnehin vergleichsweise lockeren Maßnahmen sind in Schweden die meisten Beschränkungen aufgehoben worden. Seit heute gelten in dem skandinavischen EU-Land keine Teilnehmerobergrenzen mehr für allgemeine Zusammenkünfte und Veranstaltungen wie Fußballspiele und Konzerte. Auch größere private Feiern wie Hochzeiten und Geburtstage sind damit wieder ohne Beschränkung der Gästezahl möglich. Die Empfehlung zum Arbeiten aus dem Homeoffice fällt ebenfalls weg. Wer Krankheitssymptome zeigt, sollte aber weiterhin zu Hause bleiben und sich auf das Coronavirus testen lassen. Für Bürger, die bisher noch nicht vollständig gegen Covid-19 geimpft worden sind, bleiben einige Maßnahmen bestehen. Begründet hatten die schwedische Regierung und die Gesundheitsbehörde die Lockerungen mit der erfolgreich verlaufenden Impfkampagne. Bislang haben in Schweden mehr als 83 Prozent der Menschen im Alter von über 16 Jahren mindestens eine Corona-Impfdosis erhalten, über 76 Prozent auch schon ihre zweite.


15:01 Uhr

Berufsverbände lehnen Impfpflicht ab

Kaum hat der Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte, Thomas Fischbach, erneut eine Corona-Impfpflicht für Erzieherinnen, Lehrer und Pflegekräfte ins Gespräch gebracht, regt sich entschiedener Widerstand in den Berufsverbänden. Sechs Organisationen lehnten auf Anfrage des Evangelischen Pressedienstes (epd) eine Zwangsimpfung ab. Erzieherinnen, Lehrerinnen und Pflegekräfte seien überdurchschnittlich häufig immunisiert, heißt es unisono. Belegt ist das nicht, denn valide Zahlen über die Impfquoten in den Berufsgruppen fehlen. Eine Impfpflicht, so sie rechtlich überhaupt durchsetzbar wäre, könnte unerwünschte "Nebenwirkungen" haben: "Sie würde Vertrauen zerstören, und letztlich könnte sie sogar kontraproduktiv sein", warnte ver.di-Vorständin Sylvia Bühler. "Eine Impfpflicht könnte Fachkräfte aus ihrem gesellschaftlich so relevanten Beruf treiben. Das sollte ernsthaft niemand wollen."


14:00 Uhr

Gesundheitsämter können bald via Luca-App warnen

Die Gesundheitsämter in Deutschland können künftig Nutzerinnen und Nutzer der Luca-App über die Anwendung selbst auf ein erhöhtes individuelles Corona-Infektionsrisiko hinweisen. Die neuen Risikohinweise seien in den vergangenen zwei Wochen intensiv von über 20 Gesundheitsämtern erprobt und feinjustiert worden, erklärte Patrick Hennig, Geschäftsführer des Luca-Herstellers Culture4Life. Nach einer weiteren Testphase werde die Funktion im Herbst für alle Gesundheitsämter freigeschaltet. Damit können die Ämter viele Menschen gleichzeitig erreichen, ohne sie einzeln anrufen zu müssen. Die Luca-App will die Zettelwirtschaft ersetzen, die bei einer analogen Erfassung der Besuche von Restaurants, Ausstellungen und anderen Events entsteht. Die Anwendung wird seit Monaten von Datenschutz-Aktivisten und etlichen Sicherheitsforschern kritisiert. Sie stören sich unter anderen an der zentralen Datenspeicherung und halten die App für unwirksam.


12:14 Uhr

149 neue Fälle in Hamburg - Inzidenz sinkt

In Hamburg sind seit gestern 149 neue Corona-Fälle registriert worden. Das sind 58 Neuinfektionen weniger als heute vor einer Woche und 74 weniger als am Dienstag. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen sank von 64,9 am Dienstag auf jetzt 61,9. Vor einer Woche lag der Inzidenzwert bei 59,4. In den Hamburger Krankenhäusern werden 100 Corona-Patientinnen und -Patienten behandelt, das sind 11 weniger als zuletzt angegeben. 39 davon werden auf Intensivstationen versorgt, hier gab es einen Rückgang um 5. Drei weitere Menschen starben im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion.


12:02 Uhr

Hamburgische Staatsoper stellt auf 2G um

Vom 1. November an dürfen nur noch Geimpfte und Genesene die Vorstellungen der Staatsoper und des Hamburg Balletts im Großen Haus besuchen. Das teilte die Staatsoper heute mit. Das gelte ebenso für die Konzerte des Philharmonischen Staatsorchesters in der Elbphilharmonie. "Wir wollen allen Besucherinnen und Besuchern mit Impf- oder Genesenen-Nachweis wieder uneingeschränkten und unbeschwerten Zutritt bieten", heißt es in der Mitteilung. Die Corona-Verordnung des Hamburger Senats eröffnet die Möglichkeit, Veranstaltungen nach dem 2G-Modell anzubieten und damit einhergehend die Abstandsgebote und die Maskenpflicht in Foyers und im Zuschauerraum wieder aufzuheben. Auch Kapazitätsbeschränkungen gelten dann nicht mehr, alle 1.600 Plätze im Großen Haus dürfen künftig belegt werden.


11:38 Uhr

Fußball-Drittligist SV Meppen setzt auf 2G-Regel

Beim SV Meppen dürfen vom nächsten Heimspiel an nur noch Geimpfte und Genesene ins Stadion. Schon bei der Partie gegen den 1. FC Magdeburg am 16. Oktober gelte die 2G-Regel, teilte der Fußball-Drittligist heute mit. Die bisherige Abstandsregel und die Maskenpflicht fallen damit im Stadion weg. Eine Begrenzung der Zuschauerkapazität gibt es nicht mehr. Bislang durften die Emsländer unter der 3G-Regel nur 6.500 Zuschauer ins Stadion lassen. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sind von der 2G-Regel ausgenommen, das Gleiche gilt für Menschen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können.


11:27 Uhr

MV: Infektiologe plädiert für 14 Tage Maskenpflicht nach Ferien

Der Rostocker Infektiologe Emil Reisinger hat sich für eine 14-tägige Maskenpflicht nach den nächste Woche beginnenden Herbstferien in den Schulen Mecklenburg-Vorpommerns ausgesprochen. Dieses Vorgehen habe sich nach den Sommerferien bewährt, sagte Reisinger. Mit dem Maskentragen könnte der zu erwartende Anstieg der Infektionszahlen nach der Rückkehr der Urlauber aus den Ferienzielen abgedämpft werden. Reisinger ist einer der wissenschaftlichen Berater der Landesregierung. Derzeit gebe es bei den Infektionszahlen eine Art Seitwärtsbewegung, sagte der Experte. Die vergangenen Monate hätten gezeigt, dass es nach solchen Seitwärtsbewegungen zu einer Steigerung der Inzidenzen gekommen ist. Allerdings liege das aktuelle Niveau deutlich niedriger als zuvor. Der weitere Verlauf hänge auch von Fortschritten bei den Corona-Impfungen ab. "Jeder Einzelne, der sich impfen lässt, zählt", betonte der Mediziner.


11:06 Uhr

Branche: Hamburgs Tourismus muss sich neu erfinden

Weniger Geschäftsreisende und ein Trend zum Camping auf dem Land statt Städtetrips: Wegen dieser beiden Corona-Effekte braucht Hamburg als Tourismusziel neue Konzepte, wie Branchenvertreter im Gespräch mit NDR 90,3 erklären.

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Touristen blicken auf den Hamburger Hafen. © picture alliance / dpa Foto: Markus Scholz

Hamburg als Reiseziel: Neue Konzepte gefragt

Zuletzt sind die Tourismus-Zahlen gestiegen, doch wegen geänderter Voraussetzungen sucht die Branche nach neuen Ideen. mehr


10:27 Uhr

Flughafen Hamburg erwartet mehr als 100 Millionen Euro Verlust

Der Flughafen Hamburg schreibt wegen der Corona-Pandemie auch in diesem Jahr wieder tiefrote Zahlen. Der Verlust werde wohl mehr als 100 Millionen Euro betragen, sagte Flughafenchef Michael Eggenschwiler heute. "Das ist nichts, mit dem man zufrieden sein kann." Die prognostizierten Zahlen gehen damit in die gleiche Richtung wie jene des Vorjahres. 2020 wies der Airport ein Minus von rund 112 Millionen Euro aus, konnte dieses jedoch durch staatliche Hilfen auf etwa 65 Millionen Euro senken. Für dieses Jahr seien derartige Programme bislang nicht vorgesehen. Mit einer schwarzen Null rechnet Eggenschwiler erst 2023 wieder. Derzeit liege die Auslastung des Flughafens bei 40 bis 50 Prozent. 2025 sollen wieder 85 Prozent des Flugverkehrs vom Vor-Corona-Jahr 2019 erreicht werden.


09:47 Uhr

Globales Impfziel der WHO wird verfehlt

Die Corona-Impfraten sind in vielen Ländern der Welt noch immer verschwindend gering. Das Ziel der Weltgesundheitsorganisation (WHO), bis Ende September in jedem Land mindestens zehn Prozent der Bevölkerung zu impfen, wird verfehlt, wie aktuelle WHO-Zahlen belegen. In einigen Dutzend Ländern vorwiegend in Afrika liegt die Impfquote deutlich darunter. Die WHO rief reiche Länder auf, mehr Impfdosen abzugeben. "Wir brauchen heute eine eisenharte globale Verpflichtung, dass bis Ende des Jahres mindestens 40 Prozent der Bevölkerung in jedem Land geimpft werden", sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus vergangene Woche. Bis Mitte nächsten Jahres sollen es 70 Prozent sein.

In der Demokratischen Republik Kongo wurden nach WHO-Angaben erst 0,15 Impfdosen pro 100 Einwohner verabreicht, im Tschad 0,87 und in Madagaskar 1,5. Zum Vergleich: In Deutschland waren es bislang 128,49 Impfdosen pro 100 Einwohner, in Kanada gut 147, in China fast 146.

Die WHO kritisiert seit Langem, dass reiche Länder Impfdosen lagern, während Millionen Menschen weltweit dringend auf eine erste Impfung warten. Die reichen Länder haben mehr als eine Milliarde Dosen als Spende versprochen. Davon wurde aber bislang weniger als ein Fünftel zur Verfügung gestellt. Dabei sind nach WHO-Angaben umgehend zwei Milliarden Dosen zur Versorgung der ärmeren Länder nötig.


08:43 Uhr

US-Airline will Ungeimpfte entlassen

Die US-Fluggesellschaft United Airlines entlässt fast 600 Mitarbeiter, die sich nicht gegen Covid-19 impfen lassen wollen und keine Ausnahmegenehmigung aus gesundheitlichen oder religiösen Gründen haben. "Dies war eine unglaublich schwierige Entscheidung, aber die Sicherheit unseres Teams hatte für uns immer oberste Priorität", teilten Unternehmenschef Scott Kirby und Präsident Brett Hart mit. Die Betroffenen könnten ihren Arbeitsplatz noch retten, wenn sie sich vor dem offiziellen Kündigungsgespräch impfen lassen.


08:24 Uhr

Städtetag fordert Ausweitung von 2G-Zugangsregeln

Der Deutsche Städtetag fordert mehr Corona-Zugangsregeln nur für Geimpfte und Genesene bei Freizeiteinrichtungen im Herbst und Winter. "Wir müssen alles tun, um noch mehr Menschen fürs Impfen zu motivieren und die Impfquote zu steigern", sagte Präsident Burkhard Jung der Deutschen Presse-Agentur. Er appelliere an alle Länder, 2G-Regelungen für den Freizeitbereich zu treffen. "Das schafft mehr Sicherheit und Normalität für ganz viele Menschen", sagte Jung, der auch Oberbürgermeister von Leipzig ist. Jung fügte hinzu, entsprechende Regeln würden zum Beispiel fürs Kino, für Clubs, Konzerte oder Fitnessstudios gebraucht.

Der Städtetagspräsident sprach sich außerdem für eine Impfpflicht für bestimmte Beschäftigte aus. "Wir erwarten, dass sich die Beschäftigten im pädagogischen Bereich, zum Beispiel in Kitas, Schulen und Wohngruppen, aber auch in Krankenhäusern und in der Pflege impfen lassen", sagte Jung. Die Länder sollten dort 2G für das Personal zur Voraussetzung machen, um hineinzukommen. Der SPD-Politiker mahnte, alles zu tun, "um durch eine höhere Impfquote und 2G vor allem Kinder und kranke oder pflegebedürftige Menschen zu schützen".


08:03 Uhr

Studie über Corona-Folgen: Schulleiter fordern Konsequenzen

Mit den Folgen der Corona-Krise für Schulkinder beschäftigen sich auch Schulleiterinnen und Schulleiter in Hamburg. Eine Studie der Sozialbehörde hatte gravierende Auswirkungen auf die Psyche vieler Kinder und Jugendlicher in der Hansestadt aufgezeigt. Christian Gefert von der Vereinigung der Gymnasial-Schulleitungen sagte nach einer Online-Konferenz, es dürfe nicht vorrangig um versäumten Lernstoff gehen. Jetzt seien Aktivitäten gefragt, die Kinder und Jugendliche stärken - also Schulkonzerte, Sport und auch Klassenreisen.

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Schüler schreiben in einem Unterrichtsraum vom Gymnasium Mellendorf in der Region Hannover ihre Abiturklausur im Fach «Geschichte». © picture alliance/dpa Foto: Moritz Frankenberg

Corona-Folgen für Schüler: Was die Schulleiter fordern

Es gehe jetzt nicht vorrangig um versäumten Unterricht, sondern um gemeinsame Aktivitäten, meinen Schulleiter von Gymnasien. mehr


07:51 Uhr

Dehoga zu 2G: Wirte scheuen Auseinandersetzungen

Viele Gastronomen verzichten nach Einschätzung ihres Branchenverbandes auf die 2G-Option, um Konflikten mit Impfunwilligen aus dem Weg zu gehen. Das sagte die Hauptgeschäftsführerin des Hotel- und Gaststättenverbandes Dehoga, Ingrid Hartges, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Mehrere Bundesländer, darunter Hamburg und Niedersachsen, erlauben Betreibern, nicht Geimpften den Zugang zu ihren Gaststätten zu verbieten. "Die Anfeindungen, die Gastwirte erleben, sind teilweise schon heftig", berichtete Hartges aus dem Alltag. Die Gastwirte wollten keine kontroversen Diskussionen vor dem Restaurant-Eingang. "Die optionale 2G-Regel dient nach Ansicht vieler unserer Mitgliedsunternehmen insbesondere dazu, die Impfquote zu erhöhen. Deshalb haben sie den Eindruck, dass hier eine kontroverse Debatte auf ihrem Rücken ausgetragen wird", fügte Hartges hinzu.

Richtig sei, dass Clubs und Diskotheken mancherorts mit der 2G-Regel überhaupt erst die Möglichkeit bekämen, endlich wieder zu öffnen. Vorteile gebe es zum Beispiel auch für kleine Restaurants, weil Abstandsregeln und damit Kapazitätsbegrenzungen entfielen, wenn nur Geimpfte und Genesene hinein dürften, so Hartges.


07:29 Uhr

Lauterbach gegen Impfpflicht für Lehr- und Pflegekräfte

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach lehnt eine Impfpflicht für Beschäftigte in Schule, Kitas, Pflege und Medizin ab. Er wies damit in der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ) eine Forderung des Kinder- und Jugendärztepräsidenten Thomas Fischbach. Die Impfquote unter Lehrkräften, Erzieherinnen und Erziehern sei sehr hoch, so Lauterbach. "Sie liegt nach meiner Beobachtung und Einschätzung bei weit über 90 Prozent." Das Problem in den Schulen und Kitas seien nicht die nicht geimpften Erzieher und Lehrer, sondern vielmehr, dass die Kinder und Jugendlichen sich gegenseitig anstecken. "Und da wir in den Gesundheitsberufen ebenfalls eine hohe Impfquote haben, sehe ich auch keinen Grund dafür, eine Impfpflicht für Ärzte und Pfleger einzuführen", sagte der SPD-Politiker. Fischbach hatte laut der gestrigen Ausgabe der NOZ gesagt: "Wenn viele Beschäftigte in Kitas, Schulen und Kliniken Impfungen weiter verweigern, sollte der Gesetzgeber ernsthaft über eine Impfpflicht in diesen sensiblen Bereichen nachdenken."


07:05 Uhr

749 Neuinfektionen in Niedersachsen gemeldet

Das Robert Koch-Institut hat heute für Niedersachsen 749 labordiagnostisch bestätigte Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet (Vorwoche: 733). Es gab sieben weitere Corona-Todesfälle. Die Zahl der Menschen, die in Niedersachsen im Zusammenhang mit dem Virus gestorben sind, liegt somit bei 5.953. Die Sieben-Tage-Inzidenz beträgt im Landesdurchschnitt 44,9 Fälle je 100.000 Einwohner (Vortag: 45,2 Fälle).


06:41 Uhr

HH: Bürgerschaft debattiert über Bundestagswahl und Corona-Verordnung

Drei Tage nach der Bundestagswahl ist deren Ausgang heute (ab 13.30 Uhr) Hauptthema in der Hamburgischen Bürgerschaft. Ferner werden sich die Abgeordneten auch mit der neuen Corona-Eindämmungsverordnung des Senats befassen, die unter anderem den Wegfall der Maskenpflicht und der Teilnehmerbegrenzung für Veranstaltungen nach dem 2G-Modell, also nur für Geimpfte und Genesene, vorsieht. Als weitere Debattenthemen stehen unter anderem der knappe Wohnraum, Obdachlosigkeit und der Wegfall der Lohnersatzleistungen für Ungeimpfte in Corona-Quarantäne auf der Tagesordnung.


06:17 Uhr

RKI registriert bundesweit 11.780 Neuinfektionen - Inzidenz bei 61

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist leicht gestiegen. Wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Morgen mitteilte, lag der Wert bei 61,0. Am Dienstag hatte die Inzidenz bei 60,3 gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gibt die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb einer Woche an. Laut den aktuellen Zahlen des RKI wurden binnen 24 Stunden 11.780 Neuinfektionen (Vorwoche: 10.454) und 67 Todesfälle (Vorwoche: 71) verzeichnet. Insgesamt starben damit in Deutschland seit Beginn der Pandemie 93.571 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Dienstag mit 1,54 an. Ein Wochen- oder Monatsvergleich ist wegen der hohen Zahl an Nachmeldungen nicht möglich.


06:00 Uhr

Corona: Hamburger Kinder und Jugendliche leiden besonders stark

Noch gereizter und noch niedergeschlagener: Kinder und Jugendliche in Hamburg haben wohl besonders stark unter der Corona-Krise gelitten - stärker als im bundesweiten Vergleich. Die Hamburger Sozialbehörde veröffentlichte eine neue Studie, die die Situation der Kinder und Jugendlichen aus der Hansestadt beleuchtet.

VIDEO: Studie: Kinder und Jugendliche leiden unter Corona-Pandemie (2 Min)


05:50 Uhr

MV: In zwei Landkreisen gilt wieder die Maskenpflicht an Schulen

Im Kreis Rostock und im Kreis Vorpommern-Greifswald gelten ab heute verschärfte Corona-Regeln. Grund: Die Landkreise waren den dritten Tag in Folge gemäß der Corona-Ampel "gelb" eingefärbt. So gilt dort nun eine Maskenpflicht in Kinderhorten und Schulen. Am Folgetag tritt dann eine weiterführende Testpflicht für die Innengastronomie, körpernahe Dienstleistungen wie Friseure, Kultur- und Sport-Einrichtungen in Kraft. Zutritt zu Diskotheken und anderen Tanz-Veranstaltungen darf demnach nur nach Vorlage eines negativen PCR-Tests gestattet werden. Ausgenommen von den Test-Erfordernissen bleiben vollständig Geimpfte, Genesene und Kinder unter sechs Jahren. Die Regelungen gelten so lange, bis die betreffenden Kreise wieder gemäß der Corona-Ampel an fünf aufeinander folgenden Tagen der Stufe 1 (grün) zugeordnet sind.


05:48 Uhr

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Elektronisches Symbol eines Briefumschlags. © panthermedia Foto: Stuart Miles

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05:45 Uhr

Corona-Inzidenz in Schleswig-Holstein steigt minimal

In Schleswig-Holstein ist die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen minimal auf 30,4 gestiegen - nach 30,2 am Vortag. Innerhalb eines Tages wurden 215 neue Corona-Fälle registriert. Tags zuvor waren es 86 neue Fälle gewesen, vor einer Woche 206. In den Krankenhäusern liegen aktuell 45 Covid-19-Patienten und -Patientinnen. Das sind 17 Menschen weniger als am Vortag.


05:43 Uhr

Service: Inzidenzwert für Ihren Wohnort ermitteln

Die Sieben-Tage-Inzidenzen der Corona-Neuinfektionen sind auch in Norddeutschland in Bewegung. Wenn Sie wissen wollen, wie die Inzidenz in Ihrer Stadt oder in Ihrem Landkreis ist, tippen Sie einfach hier Ihre Postleitzahl ein.


05:40 Uhr

Mit dem Live-Ticker von NDR.de durch den Mittwoch

Guten Morgen! Die Redaktion von NDR.de hält Sie auch heute - am Mittwoch, 29. September - über die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie in Norddeutschland auf dem Laufenden. Im Ticker finden Sie alle wichtigen Nachrichten und außerdem Inhalte aus den NDR Hörfunk- und Fernseh-Sendungen.

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Der Virologe Christian Drosten liefert im Podcast Coronavirus-Update Expertenwissen - zusammen mit Virologin Sandra Ciesek. Hier alle Folgen in der Übersicht. mehr

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