Stand: 12.08.2021 23:59 Uhr

Corona-Blog: HSV will vor 25.000 Zuschauern spielen

Im Blog hat NDR.de Sie auch am Donnerstag, 12. August 2021 über die Folgen der Coronavirus-Pandemie für Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg informiert. Am Freitag gibt es einen neuen Blog.

Das Wichtigste in Kürze:

  • HSV beantragt Zulassung für 25.000 Fans im Stadion
  • Werder Bremen stockt Zuschauerzahl auf 21.000 auf
  • Inzidenzwerte im Norden steigen weiter
  • 199 Neuinfektionen an Schulen in Schleswig-Holstein
  • Umfrage: 41 Prozent rechnen mit neuem Lockdown im Herbst
  • "2G-Regel": Ethikratsvorsitzende mahnt zur Zurückhaltung
  • Hamburg: Sonder-Impfaktion im Stadion - Einmalimpfung in Mesehallen
  • Bestätigte Neuinfektionen im Norden: 266 in Schleswig-Holstein, 437 in Niedersachsen, 273 in Hamburg, 69 in Mecklenburg-Vorpommern und 38 im Bundesland Bremen; 5.638 bundesweit

Tabellen und Grafiken: So läuft die Impfkampagne im Norden
Karte: Neuinfektionen in den norddeutschen Landkreisen


23:59 Uhr

NDR.de wünscht gute Nacht

Wir beenden unseren Live-Blog für heute und danken für Ihre Aufmerksamkeit. Nach ein paar Stunden Pause geht es morgen wie gewohnt mit einem neuen Blog weiter. Schlafen Sie gut!


21:41 Uhr

"Schock-Anrufe": Polizei warnt vor Betrügern am Telefon

Die Polizei in Niedersachsen warnt vor Trickbetrügern, die die Corona-Pandemie nutzen, um vor allem ältere Menschen um ihr Erspartes zu bringen. Am Telefon gäben sich vermehrt Betrüger als Familienmitglieder aus, die um Geld für Corona-Medikamente bitten. Ihre Forderungen seien sehr massiv und lösten bei den Angerufenen ein besondere Drucksituation aus. Die Polizei spricht daher auch von "Schock-Anrufen".

VIDEO: Corona kompakt: Polizei warnt vor Trickbetrügern (2 Min)


20:04 Uhr

Hotels und Gaststätten in MV: Personalmangel und Umsatz-Minus

Wegen des langen Lockdowns fehlen dem Hotel- und Gaststättengewerbe in Mecklenburg-Vorpommern Mitarbeiter. Der Personalmagel gefährde die Existenz vieler Betriebe im Gastgewerbe, sagte Dehoga-Präsident Lars Schwarz NDR 1 Radio MV. Allein für Juli meldeten die Betriebe in Mecklenburg-Vorpommern einen Umsatzrückgang in Höhe von elf Prozent im Vergleich zu 2019. Das geht aus der neuesten Blitzumfrage des Hotel und Gaststättenverbandes im Land hervor. 30 Prozent sehen sich aktuell in Existenznot, weil Mitarbeiter fehlen. Viele, auch langjährige Mitarbeiter hätten während des Lockdowns in der Corona-Pandemie Beschäftigung in anderen Branchen wie dem Einzelhandel oder in Nachbar-Bundesländern wie Schleswig-Holstein gefunden. Auch auf dem Ausbildungsmarkt ist die Lage kritisch.


19:32 Uhr

RKI: Zahl der PCR-Tests auf tiefstem Stand

Die Zahl der erfassten Labortests auf das Coronavirus in Deutschland ist rückläufig, der Anteil positiver Befunde jedoch steigt. Um eine stärkere Virusausbreitung einzudämmen, sei ein solcher PCR-Test auch bei Kindern und Geimpften mit leichten Symptomen wichtig, twitterte das Robert Koch-Institut (RKI). In Arztpraxen sei die Testzahl in den vergangenen Wochen stark gesunken. Laut dem neuen Covid-19-Wochenbericht des Instituts wurde für vergangene Woche ein Tiefststand für dieses Jahr verzeichnet, mit 588.404 PCR-Tests, übermittelt von 200 Laboren. Seit dem Frühjahr liegen die Werte pro Woche unter einer Million. Vergangene Woche fielen knapp vier von 100 Tests positiv aus, so viele wie seit längerer Zeit nicht.


18:59 Uhr

HSV beantragt Zulassung für 25.000 Fans im Stadion

Der Hamburger SV hat bei der Stadt einen Antrag auf die Zulassung von 25.000 Zuschauern für seine Heimspiele im Volksparkstadion gestellt. Das teilte der Fußball-Zweitligist heute mit. Bisher dürfen lediglich 17.100 Fans in die Arena. Der HSV orientiert sich bei seinem Antrag an den Beschlüssen der Bund-Länder-Konferenz vom Dienstag. Diese sehen vor, dass die zulässige Auslastung bei Sportgroßveranstaltungen bei maximal 50 Prozent der jeweiligen Höchstkapazität liegt, jedoch nicht bei mehr als insgesamt 25.000 Zuschauenden. In das Volksparkstadion passen etwa 57.000 Besucher. Das nächste Heimspiel ist am 22. August gegen Darmstadt 98. Beim Derby gegen den Stadtrivalen FC St. Pauli (morgen, 18.30 Uhr im NDR Livecenter) sind rund 10.000 Fans im Millerntorstadion zugelassen.

Liga-Konkurrent Werder Bremen will sein zweites Saisonheimspiel am Sonntag (13.30 Uhr, im NDR Livecenter) gegen den SC Paderborn vor rund 21.000 Zuschauern austragen, darunter auch 1.050 Gästefans. Beim ersten Heimspiel gegen Hannover 96 (1:1) hatte Werder nur 14.000 Fans zugelassen.


17:48 Uhr

Ein Corona-Fall in Schule in Leck - 420 Schüler zum PCR-Test

Nach dem positiven PCR-Test eines Kindes muss die Gemeinschaftsschule in Leck (Nordfriesland) für mehrere Tage in den Distanzunterricht. Die Kontaktverfolgung habe deutliche Hinweise darauf ergeben, dass das Kind mit Schülerinnen und Schülern aus fast allen anderen Klassen in Kontakt stand, teilte das Gesundheitsamt in Husum mit. Mehrere Schulkinder zeigten gegenwärtig Corona-Symptome, hieß es. Der Empfehlung des Gesundheitsamtes, den Präsenzunterricht ab sofort einzustellen, sei die Schulleitung in Abstimmung mit dem Schulamt gefolgt. Am Montag lädt das Gesundheitsamt sämtliche knapp 420 Schülerinnen und Schüler sowie alle an der Schule Beschäftigten zu einem PCR-Test ein. Mit den Ergebnissen sei am Dienstag oder Mittwoch zu rechnen.


16:42 Uhr

MV: 69 neue Fälle - Inzidenz steigt auf 19,4

In Mecklenburg-Vorpommern sind 69 neue Corona-Fälle gemeldet worden. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg weiter und liegt nun bei 19,4 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in sieben Tagen, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) mitteilte. Am Donnerstag vor einer Woche hatte das Lagus eine Sieben-Tage-Inzidenz von 13,7 und 50 neue Corona-Fälle vermeldet. Im Landkreis Ludwigslust-Parchim und der Landeshauptstadt Schwerin herrscht laut Corona-Ampel ein geringes Infektionsgeschehen, weshalb sie hier auf gelb steht. Die restlichen Gebiete sind weiterhin grün, was für ein kontrolliertes Geschehen steht. Ludwigslust-Parchim und Schwerin verzeichneten auch die höchste Sieben-Tage-Inzidenz mit 41,6 beziehungsweise 35,5. Mit Abstand am niedrigsten lag der Wert im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte mit 4,6.


15:52 Uhr

Inzidenzwerte im Norden steigen weiter

In Norddeutschland hat die Zahl der täglichen Neuinfektionen zugenommen - und somit stiegen auch die Inzidenzwerte. Hamburg weist derzeit bei 273 neuen Fällen mit 77,4 den höchsten Wert auf (Vortag: 72,7; Vorwoche: 43,5). Schleswig-Holstein verzeichnet 266 Neuinfektionen und einen Inzidenzwert von 48,5 (Vortag: 46,4; Vorwoche: 30,4). Niedersachsen kommt auf 437 neue Fälle und überspringt bei der Inzidenz wieder die 20er-Marke (20,7; Vortag: 18,8; Vorwoche: 17,5). Mecklenburg-Vorpommern hat 69 Neuinfektionen und liegt mit 19,4 noch knapp unter dieser Marke (Vortag: 18,8; Vorwoche: 13,7). Das Bundesland Bremen registrierte heute 38 neue Fälle. Die Inzidenz in der Stadt Bremen liegt bei 29,4, in Bremerhaven bei 29,0.


15:29 Uhr

Ab Montag keine Maskenpflicht mehr an Schulen in MV

An den Schulen in Mecklenburg-Vorpommern wird die Maskenpflicht für Schüler und Lehrer - wie zu Beginn des Schuljahres angekündigt - von Montag an ausgesetzt. Dies gelte sowohl für den Unterricht als auch für den Aufenthalt im Schulgebäude oder auf dem Schulhof, teilte Bildungsministerin Bettina Martin (SPD) heute mit. Sie hatte die Maskenpflicht für die ersten zwei Schulwochen nach den Ferien verfügt, um Ansteckungen durch Reiserückkehrer aus Risikogebieten möglichst einzudämmen. "Für die Schülerinnen und Schüler ist es eine große Erleichterung, wenn sie im Unterricht keine Maske tragen müssen. Das gilt insbesondere für die Kleinen", erklärte Martin. Sie verwies auf die Regelungen in der neuen Schul-Corona-Verordnung. Wo die Corona-Ampel auf Grün oder Gelb stehe, müsse in der Schule keine Maske getragen werden. Doch sei das freiwillige Tragen einer Maske weiterhin erlaubt.


14:56 Uhr

Zweitimpfungen in Deutschland kommen voran

Die Corona-Impfungen in Deutschland kommen weiter vor allem mit Zweitimpfungen voran. Gestern wurden 511.000 Dosen gespritzt, davon führten 414.000 zu einer vollständigen Impfung. Insgesamt sind nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums nun knapp 46,7 Millionen Menschen oder 56,1 Prozent der Bevölkerung voll geimpft. Mindestens eine erste Impfung bekommen haben demnach nun 52,2 Millionen Menschen oder 62,8 Prozent aller Einwohner. Unter den 16 Bundesländern hat nur Sachsen die Marke von 50 Prozent vollständig geimpfter Einwohner noch nicht erreicht - die dafür nötige Spritze haben dort bisher 49,3 Prozent bekommen. Spitzenreiter Bremen steuert mit nun 65,5 Prozent vollständig geimpften Einwohnern bereits auf die Zwei-Drittel-Marke zu.


13:47 Uhr

TUI registriert kaum Infektionen bei Urlaubern

Trotz steigender Corona-Infektionszahlen in den Urlaubsländern in Südeuropa hat der Reisekonzern TUI keine höheren Fallzahlen registriert. Die Infektionsraten der Kunden seien weiterhin niedrig, erklärte TUI-Chef Fritz Joussen. Die Inzidenz liege weit unter eins, ergänzte ein Unternehmenssprecher. TUI zählt den ANgaben zufolge die positiven Covid-Fälle während des Urlaubs, weil dann Leistungen der garantierten Pandemie-Versicherung bei Reiseabbruch greifen.


12:59 Uhr

199 neue Fälle an Schleswig-Holsteins Schulen

An Schulen in Schleswig-Holstein sind von Montag bis Mittwoch dieser Woche 199 Corona-Neuinfektionen registriert worden. Nach Angaben des Bildungsministeriums sind in 198 Fällen Schüler betroffen, in einem Fall eine Lehrkraft. Demnach wurden in der gesamten Vorwoche 294 Schüler-Fälle gemeldet - bei 362.000 Schülern an fast 800 Schulen im Land. Bildungsministerin Karin Prien (CDU) bekannte sich ausdrücklich zum Präsenzunterricht, betonte aber den Stellenwert des Impfens. Alle Schleswig-Holsteiner ab zwölf Jahren hätten ein Impfangebot bekommen. "Von den Erwachsenen erwarte ich auch, dass sie es wahrnehmen, wenn es ihnen gesundheitlich möglich ist." Es sei ethisch nicht vertretbar, müssten Schüler auf Präsenzunterricht verzichten, weil sich Erwachsene nicht impfen lassen wollten, sagte Prien.


12:39 Uhr

1.500 Seeleute aus aller Welt im Hamburger Hafen geimpft

Gut sechs Wochen nach Start der Seefahrer-Impfungen im Hamburger Hafen haben sich bereits mehr als 1.500 Seeleute von Handels- und Kreuzfahrtschiffen aus aller Welt gegen Corona impfen lassen. Die Impfkampagne werde gut angenommen, sagte Wirtschaftssenator Michael Westhagemann (parteilos). Hamburg hatte Senatsangaben zufolge als eine der ersten Hafenstädte überhaupt begonnen, Crewmitglieder von Kreuzfahrt- und Frachtschiffen kostenlos zu impfen. Demnach gibt es Termine beim Hafenärztlichen Dienst, zudem ist ein mobiles Impfteam in der Seemannsmission im Einsatz. Die Impfungen seien nicht nur ein Beitrag zur Stabilisierung der globalen Lieferketten und zur Vermeidung von Todesfällen an Bord, erklärte der Senat. Für viele Seeleute seien sie auch die einzige Möglichkeit, ihre Familien in der Heimat wiederzusehen. Das Angebot hält die Stadt den Angaben zufolge noch bis zum 30. September aufrecht.


12:12 Uhr

Hamburg: 273 Neuinfektionen, steigende Inzidenz

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen ist in Hamburg weiter gestiegen. Seit Mittwoch kamen 273 Fälle hinzu, wie die Gesundheitsbehörde mitteilte. Die Sieben-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche, stieg von 72,7 auf 77,4. Vor einer Woche lag der Wert noch bei 43,5. Die Zahl der seit Beginn der Pandemie im Zusammenhang mit dem Virus gestorbenen Menschen blieb laut Robert Koch-Institut den zweiten Tag in Folge unverändert bei 1.630. Seit Beginn der Pandemie wurden in Hamburg laut Gesundheitsbehörde 81.132 Infektionen mit dem Coronavirus gezählt. 77.100 Menschen gelten als genesen.

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Besucherinnen und Besucher genießen am Ende eines Frühsommertages den Ausblick vom Vorplatz der Elbphilharmonie auf Elbe und Hafen. © picture alliance / dpa Foto: Markus Scholz

273 neue Corona-Fälle in Hamburg - Inzidenzwert steigt weiter

Die Sozialbehörde hat am Donnerstag 89 Neuinfektionen mehr als vor einer Woche registriert. Der Inzidenzwert liegt bei 77,4. mehr


11:28 Uhr

Umfrage: 41 Prozent rechnen mit neuem Lockdown im Herbst

41 Prozent der Befragten erwarten einer Forsa-Umfrage zufolge, dass es wegen der Corona-Pandemie im Herbst einen neuen Lockdown mit Kontakt- und Zugangsbeschränkungen für alle geben wird. 50 Prozent gehen hingegen nicht davon aus, wie aus einem neuen Trendbarometer im Auftrag von RTL und ntv hervorgeht. Dafür befragte das Meinungsforschungsinstitut am Vortag 1.002 Menschen. Drei von vier Befragten (76 Prozent) finden es demnach richtig, dass Menschen, die sich nicht impfen lassen wollen, ab dem 11. Oktober selbst für Corona-Tests zahlen müssen. Nicht richtig findet das jeder Fünfte (21 Prozent). Insbesondere AfD-Anhänger (55 Prozent) sowie Ungeimpfte (82 Prozent) lehnen diese Pläne ab.


10:59 Uhr

Corona bremst Start-ups aus

Die Corona-Krise hat massive Auswirkungen auf die Start-up-Branche. Einer Untersuchung der Förderbank KfW zufolge gab es im vergangenen Jahr elf Prozent weniger Neugründungen in Deutschland. Insgesamt waren es 540.000. Eine Studie der Universität Hannover und einer gemeinnützigen Beratungsorganisation ergab: Knapp zwei Drittel der potenziellen Existenzgründerinnen und -gründer haben ihren Plan wegen der Pandemie vorerst verschoben.


10:43 Uhr

3G-Regelung stößt auf Kritik bei Schleswig-Holsteins Friseuren

Der Landesinnungsverband der Friseure in Schleswig-Holstein hat die Einführung der sogenannten 3G-Regelung ab einer Inzidenz von 35 scharf kritisiert. Landesinnungsmeister Klaus-Dieter Schäfer sagte NDR Schleswig-Holstein, dass die Regel auch in den Friseursalons eingeführt werden solle, habe die Branche "kalt erwischt". Er erwarte, dass die Umsätze erneut einbrechen, etwa da jüngere, ungeimpfte Kunden künftig auf Friseurtermine verzichten könnten.

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Mehrere Kunden eines Friseursalons werden frisiert. © NDR Foto: Sebastian Parzanny

Corona: Friseure kritisieren neue Testpflicht

Der Landesinnungsmeister der Friseure, Klaus-Dieter Schäfer, erwartet, dass die Umsätze erneut einbrechen. mehr


10:08 Uhr

Johnson & Johnson-Impfung in den Hamburger Messehallen

Im Impfzentrum in den Messehallen soll ein neues Angebot für mehr Tempo beim Impfen in Hamburg sorgen: Ab heute wird dort der Impfstoff von Johnson & Johnson eingesetzt, bei dem eine einzige Spritze reicht. Das berichtete NDR 90,3. Die Ständige Impfkommission empfiehlt den Wirkstoff demnach nur für über 60-Jährige, nach gründlicher ärztlicher Aufklärung kann er aber auch bei jüngeren Menschen verwendet werden. Laut Sozialbehörde ist die Nachfrage nach Johnson & Johnson vor allem bei Vor-Ort-Terminen in Stadtteilen groß. Die Stadt hat nach eigenen Angaben noch mehrere Tausend Dosen auf Lager. Im Impfzentrum in den Messehallen hatte es am Dienstag die letzten Erstimpfungen gegeben. Da die Einrichtung Ende des Monats schließt, gibt es dort nur noch Zweitimpfungen - und jetzt die Möglichkeit zur Einmalimpfung. Dafür ist laut Behörde keine Anmeldung nötig.


09:58 Uhr

Neue Vorwürfe gegen Krankenschwester

Die Ermittlungen gegen eine frühere Mitarbeiterin des Impfzentrums Friesland weiten sich aus. Neben möglichen Manipulationen von Corona-Impfungen wird ihr nun auch Urkundenfälschung vorgeworfen. Die 40-jährige Krankenschwester soll nach Informationen von NDR Niedersachsen ihren Impfpass gefälscht haben. Die Staatsanwaltschaft Oldenburg will sich heute dazu äußern. Ihr Anwalt wies gegenüber dem NDR den Vorwurf zurück, dass die Beschuldigte eine Impfgegnerin sei. Es gehöre zur Meinungsfreiheit, in sozialen Medien kritische Kommentare zu Corona-Maßnahmen zu teilen. Polizei und Staatsanwaltschaft werfen der Frau vor, im Impfzentrum in Schortens Kochsalzlösung statt des Biontech-Impfstoffs Comirnaty gespritzt zu haben. Die Behörden gehen von einer politisch motivierten Tat aus.

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Eine Mitarbeiterin hält im Impfzentrum eine Spritze mit dem Corona-Impfstoff von AstraZeneca in den Händen. © picture alliance/dpa Foto: Sven Hoppe

Impfskandal in Schortens: Mehr als 10.000 Betroffene

Mehr als 5.000 haben sich für eine neue Impfung angemeldet. Eine Frau soll Kochsalz statt Impfstoff gespritzt haben. mehr


08:52 Uhr

TUI reduziert Erwartungen ans Sommergeschäft

Der weltgrößte Reisekonzern TUI mit Sitz in Hannover rechnet nach einem weiteren Verlustquartal mit einem schwächeren Sommergeschäft als bislang. Das Reiseangebot in den wichtigsten Urlaubsmonaten soll nun nur noch 60 Prozent des Vorkrisenniveaus von 2019 erreichen, wie der Konzern mitteilte. Im Mai hatte TUI-Chef Fritz Joussen noch 75 Prozent angepeilt. Insgesamt zählt das Unternehmen bisher rund 4,2 Millionen Buchungen für den Sommer. Die Preise lägen dabei im Schnitt neun Prozent höher als 2019. Im abgelaufenen Quartal konnte der Konzern den Verlust zwar deutlich eindämmen. Mit 935 Millionen Euro lag das Minus aber nur gut ein Drittel niedriger als im ersten Corona-Lockdown ein Jahr zuvor. Damals war das Geschäft wegen der Reisebeschränkungen fast komplett zusammengebrochen.


08:30 Uhr

"2G-Regel": Ethikratsvorsitzende mahnt zur Zurückhaltung

Die Vorsitzende des Deutschen Ethikrates, Alena Buyx, mahnt einen zurückhaltenden Umgang des Staates mit der sogenannten 2G-Regel an, mit der ungeimpfte Getestete anders als Geimpfte und Genesene etwa von Veranstaltungen ausgeschlossen werden können. „Aus ethischer Perspektive ist es wichtig, in der Pandemie so viel Teilhabe wie möglich am gesellschaftlichen Leben für alle zu gewährleisten und individuelle Wahlmöglichkeiten zu erhalten - auch wenn nicht alle Kosten dafür vom Staat übernommen werden müssen“, sagte Buyx der „Rheinischen Post“. Private Anbieter seien frei darin, die 2G-Regel einzuführen, erklärte sie. Aber der Staat solle damit „sehr maßvoll und situationsangepasst“ umgehen - etwa wenn bestimmte Tests keine vergleichbar ausreichende Sicherheit mehr gewährleisteten. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte nach der jüngsten Ministerpräsidentenkonferenz im RTL/ntv-Interview betont, er sehe auf Dauer eine Entwicklung zu einer "2G-Strategie".


07:35 Uhr

Gastgewerbe im Nordosten beklagt fehlendes Personal

Hotels und Gaststätten in Mecklenburg-Vorpommern klagen über Personalmangel. Wegen des langen Lockdowns fehlen dem Hotel- und Gaststättengewerbe im Nordosten Mitarbeiter. Vor allem auf dem Ausbildungsmarkt ist die Lage kritisch.

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Binz auf Rügen: Wellen schlagen an den Strand. (31.05.2020) © dpa-Bildfunk Foto: Stefan Sauer

Hotels und Gaststätten: Personalmangel und dickes Umsatz-Minus

Infolge der Pandemie fehlen vielerorts Arbeitskräfte. Unternehmerverbände und die Dehoga fordern die Politik nun zum Handeln auf. mehr


06:36 Uhr

Bundesbildungsministerin drängt auf Rückkehr an Unis

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) drängt nach anderthalb Jahren Pandemie auf die Rückkehr der Studierenden an die Hochschulen. Das nächste Semester müsse ein Präsenzsemester werden, sagte sie der "Rheinischen Post". Darüber sei sie sich mit den Wissenschaftsministerien der Länder einig. Die Ministerpräsidentenkonferenz habe das nicht in ihren jüngsten Beschlüssen aufgegriffen, weil es dafür unterschiedliche Konzepte brauche. Die Richtung sei aber klar, so Karliczek.


06:27 Uhr

Impfstoff-Vernichtung hält sich in Grenzen

Trotz nachlassender Impfbereitschaft in Deutschland musste die Hälfte der Bundesländer bislang keine ungenutzten oder abgelaufenen Impfdosen in nennenswertem Umfang vernichten. Bei einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur gaben 7 der 16 Landesregierungen an, dass eine Entsorgung von Corona-Impfstoff weitgehend vermieden werden konnte. "Zu keinem Zeitpunkt musste Impfstoff vernichtet werden, weil er wegen ablaufender Haltbarkeit nicht genutzt werden konnte", versicherte etwa die Hamburger Gesundheitsbehörde. In Mecklenburg-Vorpommern gibt es Nachrücklisten, um Dosen, die am Ende des Tages übrig bleiben, per SMS an Impfwillige zu vermitteln. Schleswig-Holstein berechnet den Bedarf der Impfzentren möglichst kurzfristig, um diese dann passgenau zu beliefern. Der Anteil der Impfdosen, die - etwa wegen defekter Kühlung - vernichtet werden mussten, liege daher "im Promillebereich", heißt es aus dem Kieler Ministerium. Auch in Niedersachsen, Thüringen und dem Saarland wurde Impfstoff den Angaben zufolge bislang allenfalls in Einzelfällen weggeworfen. Überzählige Dosen sollen an den Bund zurückgehen. Im Gegensatz dazu haben die Impfzentren in Bayern bereits rund 53.000 ungenutzte Impfdosen entsorgt - deutlich mehr als die anderen Bundesländer. So meldet Brandenburg lediglich rund 5.500 verfallene Impfdosen, Baden-Württemberg hat bislang 4.000 Dosen AstraZeneca entsorgt. In anderen Ländern war allenfalls von einigen hundert Fällen die Rede.


06:21 Uhr

Intensivmediziner fordern Umfrage zum Stand der Impfkampagne

Angesichts der Unsicherheit über die Zahl der verabreichten Corona-Impfungen in Deutschland fordern Intensivmediziner eine repräsentative Bevölkerungsumfrage zur bundesweiten Impfquote. "Das Impfen ist der entscheidende Erfolgsfaktor der Pandemie. Wir müssen alles dafür tun, das Vertrauen in die Impfkampagne zu stärken", sagte der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), Gernot Marx, den Zeitungen der Funke Mediengruppe.  Es sei deswegen wichtig, die vom Robert Koch-Institut (RKI) berichtete Differenz zwischen offiziellen Meldezahlen und Umfrageangaben bei der Impfquote der unter 60-Jährigen schnell durch eine unabhängige und repräsentative Umfrage zu prüfen. Sollte die Impfquote in der Gruppe der 18- bis 59-Jährigen tatsächlich viel höher liegen als gemeldet, "hätten wir gerade mit Blick auf den Herbst eine viel entspanntere Lage", sagte Marx.

Eine aktuelle Befragung des RKI hatte ergeben, dass womöglich mehr Erwachsene in Deutschland mindestens einmal geimpft sind als bislang offiziell erfasst. Der Unterschied ist demnach in der Altersgruppe der 18- bis 59-Jährigen besonders auffällig. Während bei der Umfrage 79 Prozent der Erwachsenen unter 60 Jahren angaben, mindestens einmal geimpft zu sein, waren es laut dem offiziellen Meldesystem nur 59 Prozent. Nach Einschätzung des RKI liegt die tatsächliche Impfquote vermutlich zwischen den beiden Werten.


06:00 Uhr

Hamburg bietet Impfaktion in Fußball-Stadion

Hamburg setzt auf ein ungewöhnliches Angebot, um die Impfquote in der Stadt zu erhöhen: Zwei Tage nach dem Stadtderby des FC St. Pauli mit dem Hamburger SV können sich Menschen ab 16 Jahren am Sonntag zwischen 11 Uhr und 18 Uhr im Millerntor-Stadion impfen lassen. Impf-Willige gelangen dort über den Business-Zugang der Haupttribüne zum Logen-Bereich, können hinterher auf den Rasen schauen und erhalten einen Rabatt-Gutschein für den Fanshop. Einen Termin braucht man nicht. Die Zweitimpfung erfolgt dann drei Wochen später.

Und auch in den Hamburger Messehallen soll ein neues Angebot für mehr Tempo beim Impfen sorgen. Von heute an wird dort der Impfstoff von Johnson & Johnson eingesetzt, bei dem eine Spritze reicht.

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Menschen stehen vor dem Millerntor-Stadion. © NDR Foto: Screenshot

Sonder-Impfaktion im Stadion: Hunderte kamen

Impfen im Hamburger Millerntor-Stadion: Die Sonderaktion lockte am Sonntag rund 700 Menschen. mehr


05:57 Uhr

Sieben-Tage-Inzidenz in Niedersachsen steigt auf 20,7

Die Behörden haben in Niedersachsen 437 neue Corona-Fälle registriert (Vortag: 340; Vorwoche: 289). Damit steigt die Sieben-Tage-Inzidenz auf 20,7 (Vortag: 18,8; Vorwoche: 17,5). Die höchste Inzidenz hat nach wie vor die kreisfreie Stadt Wolfsburg mit 58,7. Vier weitere Menschen sind in Niedersachsen im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben.


05:56 Uhr

Bundesweite Corona-Inzidenz steigt auf 27,6

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Neuinfektionen steigt weiter an. Wie das Robert Koch-Institut (RKI) mitteilte, erhöhte sie sich von 25,1 auf 27,6. Vor einer Woche hatte der Wert noch bei 19,4 gelegen.  Wie das RKI unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter weiter mitteilte, wurden binnen 24 Stunden 5.638 Neuinfektionen sowie 17 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus verzeichnet. Die Gesamtzahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung stieg auf 91.834.


05:55 Uhr

Sieben-Tage-Inzidenz in SH steigt auf 48,5

In Schleswig-Holstein hält der Trend hoher Infektionszahlen an. Binnen 24 Stunden sind 266 neue Corona-Fälle im Land gemeldet worden. Die Sieben-Tage-Inzidenz beträgt jetzt 48,5 - nach 46,4 am Vortag. Vor einer Woche lag sie noch bei 30,4. 46 Menschen werden im Krankenhaus behandelt, die positiv auf Corona getestet wurden.

Die landesweit höchste Sieben-Tage-Inzidenz hat aktuell Kiel mit 98,5. Danach folgen die Städte Flensburg mit 90,9 und Neumünster mit 79,8. Den niedrigsten Wert gibt es im Kreis Ostholstein mit 16,5.


05:55 Uhr

Trotz Impfung mit dem Coronavirus infiziert: Wie kann das sein?

Auch wer vollständig gegen Covid-19 geimpft ist, kann sich unter Umständen mit der Delta-Variante infizieren. Vor einem schweren Verlauf der Krankheit sind diese Menschen dennoch sehr gut geschützt. Visite erklärt, warum das so ist.

VIDEO: Dritte Corona-Impfung: Für wen ist der Booster sinnvoll? (6 Min)


05:55 Uhr

Service: Inzidenzwert für Ihren Wohnort ermitteln

Die Sieben-Tage-Inzidenzen der Corona-Neuinfektionen sind auch in Norddeutschland in Bewegung. Wenn Sie wissen wollen, wie die Inzidenz in Ihrer Stadt oder in Ihrem Landkreis ist, tippen Sie einfach hier Ihre Postleitzahl ein:


05:55 Uhr

NDR.de Live-Ticker am Donnerstag startet

NDR.de wünscht einen guten Morgen! Wir halten Sie auch am heutigen Donnerstag, 12. August, über die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie in Norddeutschland auf dem Laufenden. Im Ticker finden Sie alle wichtigen Nachrichten und außerdem Inhalte aus den NDR Hörfunk- und Fernseh-Sendungen.

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