VIDEO: Reaktionen: Maskenpflicht fällt zum Februar auch in Hamburg (1 Min)

Corona im Norden: Das sind die aktuellen Regeln

Stand: 25.01.2023 15:29 Uhr

Der Bund hat im September 2022 neue Corona-Regeln für den Herbst und Winter beschlossen, die seit dem 1. Oktober 2022 gelten. Dafür wurde das Infektionsschutzgesetz aktualisiert. Hier finden Sie einen Überblick über die Regeln in Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg und im Bund.

Die verbliebenen Regelungen sind noch bis zum 7. April 2023 gültig - bis dahin ist das Infektionsschutzgesetz in Kraft. Es gilt als wahrscheinlich, dass es danach nicht verlängert wird. Bundeseinheitlich gilt bis dahin eine FFP2-Maskenpflicht nahezu uneingeschränkt nur noch im Gesundheitswesen - also in Kliniken, Pflegeeinrichtungen und Arztpraxen. Der Bund regelt auch, wie häufig sich Personal sowie Besucherinnen und Besucher von Pflege- und Behinderten-Einrichtungen auf eine Corona-Infektion testen lassen müssen.

Maskenpflicht im Fernverkehr endet am 2. Februar

Die Maskenpflicht im Fernverkehr von Bahnen und Bussen gilt bundesweit nur noch bis zum 2. Februar. Eine entsprechende Verordnung beschloss das Kabinett am 25. Januar. Im öffentlichen Nah- und Regionalverkehr haben viele Bundesländer - unter anderem Schleswig-Holstein am 1. Januar - die Maskenpflicht bereits aufgehoben. Hamburg wird sie zum 1. Februar abschaffen, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern (dort betrifft das auch die Schulbusse) zum 2. Februar. Mit Thüringen folgt am 3. Februar das letzte der insgesamt 16 Bundesländer. Das Tragen medizinischer Masken im ÖPNV wird dann überall nur noch "empfohlen". Auch für den Flugverkehr wurde die Maskenpflicht bereits aufgehoben. Lockdowns, Betriebs- oder Schulschließungen soll es nicht mehr geben.

Das Kabinett beschloss ebenfalls zum 2. Februar die Aufhebung der Corona-Arbeitsschutzverordnung, die die Betriebe verpflichtet, die Gefährdungen zu beurteilen und Hygienekonzepte festzulegen. Zu den bisher noch möglichen Sonderregeln zählen Abstandsgebote, Maskenpflicht oder Homeoffice-Vereinbarungen.

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Eine FFP2-Maske liegt auf einer Verpackung. © NDR Foto: Kathrin Weber

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Isolationspflicht soll auch in Niedersachsen und Hamburg fallen

Bei der zuvor bundeseinheitlichen fünftägigen Isolationspflicht für Corona-Infizierte sind Schleswig-Holstein und weitere Bundesländer bei der Abschaffung dieser Regelung vorausgegangen: Seit dem 17. November 2022 ist in Schleswig-Holstein die Isolationspflicht abgeschafft. Wer positiv getestet ist, muss stattdessen für fünf Tage außerhalb der eigenen Wohnung eine Maske in Innenräumen tragen.

Auch in Niedersachsen soll die Isolationspflicht fallen. Die entsprechende Verordnung läuft dort am 31. Januar aus und wird nicht verlängert, wie das niedersächsische Gesundheitsministerium mitteilte. Gleiches gelte für die Isolationspflicht in Hamburg, teilte die dortige Gesundheitsbehörde mit. Offen ist noch, wann die Isolationspflicht von Corona-Infizierten in Mecklenburg-Vorpommern aufgehoben wird.

Testpflicht an Schulen ist weiter möglich

Eine Maskenpflicht können die Länder in Schulen und sonstigen Ausbildungseinrichtungen für Beschäftigte und für Schülerinnen und Schüler ab dem fünften Schuljahr wieder erlassen, wenn sie dies zur Aufrechterhaltung eines Präsenz-Unterrichts für erforderlich halten. Anordnen können die Länder zudem eine Testpflicht in bestimmten Gemeinschaftseinrichtungen wie Asylbewerber-Unterkünften, Haftanstalten, Kinderheimen sowie Schulen und Kitas.

Corona-Beauftragte in Pflegeheimen

Pflegeheime sind verpflichtet, Beauftragte zu benennen, die sich ums Impfen, die Hygiene, Testen und die Corona-Arzneimittel-Therapie kümmern. Die Heime selbst bekommen dafür 250 Euro im Monat. Darüber hinaus gibt es pro Heim noch einmal insgesamt 750 Euro für die Personen, die sich um diese Aufgaben kümmern.

Corona-Verdacht bei Schulkindern

Wenn bei einem Schulkind der Verdacht auf eine Corona-Infektion besteht, muss kein ärztliches Attest mehr vorgelegt werden, um wieder zur Schule gehen zu dürfen. Es reicht ein negativer Antigen-Selbsttest.

Kinderkrankentage

Wenn Eltern wegen der Erkrankung eines Kindes zu Hause bleiben müssen, bekommen gesetzlich Versicherte bis Ende 2023 weiterhin zusätzliche Kinderkrankentage. Pro Kind sind es 30 Arbeitstage je Elternteil. Alleinerziehende erhalten 60 Arbeitstage.

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NDR Info | Nachrichten | 25.01.2023 | 12:00 Uhr

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