Geflüchtete in Rettungswesten auf einem Patrouillenboot der Border Force. © dpa picture alliance Foto: Gareth Fuller

Bootsflüchtlinge im Ärmelkanal – Kleinkrieg am Rande Europas

Sendung: NDR Info Hintergrund | 18.10.2021 | 20:33 Uhr | von Gabi Biesinger - Sabine Wachs
25 Min | Verfügbar bis 18.10.2022

Zwischen Paris und London gibt es Streit. Wer trägt die Verantwortung für die Bootsflüchtlinge im Ärmelkanal?

Viele geflüchtete Menschen erhoffen sich in Großbritannien ein besseres Leben. Der Weg dorthin ist beschwerlich und gefährlich: er führt über den Ärmelkanal. Das schreckt Migranten nicht ab. In diesem Sommer sind schon rund 14.000 Bootsflüchtlinge an englischen Stränden angelandet, doppelt so viele wie im Vorjahr. Dabei zahlt die britische Regierung den Franzosen viel Geld, um genau das zu verhindern.

Zwischen Paris und London ist ein heftiger politischer Streit entbrannt, wer für die Flüchtlinge welche Verantwortung übernehmen muss. Während die britische Innenministerin mit harten Maßnahmen ein Exempel statuieren will, würden die Franzosen gern die zahllosen Lager loswerden, die sich von Calais aus an der Küste erstrecken. Frankreich hält die britischen Vorwürfe für nicht gerechtfertigt und erhofft sich Unterstützung von der europäischen Grenzschutzbehörde Frontex. Bislang ist keine Lösung in Sicht.

Die ARD-Korrespondentinnen Gabi Biesinger und Sabine Wachs waren entlang der Küste auf beiden Seiten des Ärmelkanals unterwegs. Sie beleuchten menschliche Schicksale und politische Interessen ….

Eine Gruppe von Männern wird durch RNLI-Mitarbeiter von einem Rettungsboot an Land gebracht. © dpa picture alliance Foto: Gareth Fuller

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