Besucher gehen durch die Große Freiheit auf der Reeperbahn. © dpa/picture alliance Foto: Daniel Bockwoldt

Corona: Schließung von Clubs auf St. Pauli verlängert

Stand: 09.10.2020 14:22 Uhr

Die vor einer Woche geschlossenen sieben Clubs und Bars auf St. Pauli sollen bis Ende November dicht bleiben. Sollten sie doch öffnen, drohen hohe Strafen, so das Bezirksamt Hamburg-Mitte.

Die Betreibenden der betroffenen Clubs und Bars konnten den Angaben zufolge nicht überzeugend nachweisen, dass sie einen Betrieb nach den aktuell geltenden Corona-Auflagen gewährleisten können. Das Bezirksamt hatte vor einer Woche zunächst eine vorübergehende Schließung bis 9. Oktober angeordnet. Betroffen sind nach Informationen von NDR 90,3 die "Große Freiheit 36", die Diskothek "Dollhouse Beachclub", die Bar "Titty Twister" und weitere Einrichtungen.

Bezirksamtsleiter fordert: Auflagen einhalten

Gerade in einer Situation wie jetzt, in der die Infektionszahlen besorgniserregend steigen, müsse man sich darauf verlassen können, dass sich die Gastronomiebranche zuverlässig an die bestehenden Vorgaben halte, sagte Bezirksamtsleiter Falko Droßmann. Es könne nicht sein, dass einzelne uneinsichtige Betreiber und Betreiberinnen die Bemühungen der großen Mehrheit der Clubs und Bars auf St. Pauli konterkarieren.

Hohe Zwangsgelder angedroht

Sollten die betroffenen sieben Betriebe gegen die Schließungsverfügung des Bezirksamtes verstoßen, drohen Zwangsgelder in Höhe von 15.000 Euro. Die nun bis Ende November geschlossenen Betriebe waren im Rahmen von Kontrollen aufgefallen, weil sie wiederholt gegen die Corona-Auflagen verstoßen hatten. Dabei ging es unter anderem um die zuverlässige Erhebung von Kontaktdaten, die Sicherstellung der erforderlichen Abstände sowie die Umsetzung des Tanzverbotes.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 09.10.2020 | 14:00 Uhr

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