Eine Seniorin wird in Hamburg gegen das Coronavirus geimpft. © picture alliance / dpa Foto: Axel heimken

Booster-Corona-Impfung in Hamburg: Für wen und wo?

Stand: 23.11.2021 20:15 Uhr

Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt inzwischen grundsätzlich allen Menschen ab 18 Jahren eine Auffrischungsimpfung gegen das Coronavirus.

Die sogenannte Booster-Impfung soll demnach mit einem mRNA-Impfstoff erfolgen, also den Vakzinen von Biontech/Pfizer oder Moderna. Im Regelfall soll die Auffrischung sechs Monate nach Abschluss der Grundimmunisierung durchgeführt werden.

Im Einzelfall kann die Auffrischungsimpfung auch schon nach fünf Monaten erfolgen. Und wer der Impfstoff von Johnson & Johnson erhalten hat, kann die Auffrischung auch schon deutlich früher erhalten - auch schon bereits nach vier Wochen. Ausnahmen oder Abweichungen sind laut Sozialbehörde im ärztlichen Ermessen möglich.

Wo komme ich an die Booster-Impfung?

Die Auffrischungsimpfungen werden beispielsweise in Arztpraxen angeboten. Außerdem gibt es städtische Angebote: Es gibt mobile Angebote im gesamten Stadtgebiet und darüber hinaus sind Impfzentren in allen Bezirken Impfzentren eingerichtet worden (siehe unten). Dieses Angebot wird weiter ausgebaut.

So sollten Sie laut Sozialbehörde vorgehen:

Schritt 1: Vereinbaren Sie wenn möglich einen Impftermin bei Ihrem Hausarzt oder Ihrer Hausärztin, beziehungsweise einer Facharztpraxis. Dafür melden Sie sich direkt in der Praxis. Möglicherweise steht Ihnen aber auch eine Auffrischungsimpfung durch Ihren betriebsärztlichen Dienst zur Verfügung.

Schritt 2: Sollte Ihre Praxis keine Kapazitäten haben oder keine Impfungen anbieten, prüfen Sie, welche andere Praxis in Ihrem Stadtteil freie Kapazitäten hat. Die Kassenärztliche Vereinigung hat eine Liste mit über 100 Praxen erstellt, die auch Personen eine Impfung anbieten, die ansonsten nicht Patientin oder Patient in ihrer Praxis sind. Die Liste ist nach Stadtteilen sortiert. Zusätzlich können man auch über die Telefonnummer 116 117 erfragen, in welcher Praxis noch freie Kapazitäten bestehen. Melden Sie sich für eine Terminvereinbarung dann direkt in der in Frage kommenden Praxis. In den Arztpraxen sollen pro Woche insgesamt etwa 100.000 Impfungen angeboten werden.

Schritt 3: Wenn eine Impfung in einer Arztpraxis nicht möglich ist, können Sie auf die zusätzlichen Angebote der Stadt Hamburg zurückgreifen, zum Beispiel in den Impfzentren in den Bezirken.

Wo befinden sich die Impfzentren in den Bezirken?

  • Hamburg-Mitte: AK St. Georg (Terminvereinbarung erforderlich), Zentrum für Impfmedizin des Instituts für Hygiene und Umwelt (Terminvereinbarung erforderlich)
  • Hamburg-Nord: AK Nord – Heidberg (Terminvereinbarung erforderlich), AK Barmbek (Terminvereinbarung erforderlich), Israelitisches Krankenhaus (Terminvereinbarung erforderlich), Impfzentrum im EKZ Hamburger Meile
  • Wandsbek: AK Wandsbek (Terminvereinbarung erforderlich), Bundeswehr-Krankenhaus (Terminvereinbarung erforderlich), Impfzentrum am Friedrich-Ebert-Damm
  • Bergedorf: Bethesda-Krankenhaus
  • Harburg: AK Harburg (Terminvereinbarung erforderlich), Impfzentrum im EKZ Phoenix-Center
  • Altona: AK Altona (Terminvereinbarung erforderlich), Asklepios Westklinikum Rissen (Terminvereinbarung erforderlich), Impfzentrum Kühnehöfe
  • Eimsbüttel: Agaplesion Diakonieklinikum (Terminvereinbarung erforderlich), Albertinen-Krankenhaus (Terminvereinbarung erforderlich)

Wichtig: Die Terminvergabe für eine Corona-Impfung in einem Krankenhaus ist nicht einheitlich geregelt. Einige wenige Kliniken vergeben selbständig Termine, Sie finden Sie auf dieser Internetseite. In den meisten Fällen ist die Buchung online möglich oder telefonisch über die Corona-Hotline der Stadt (040 428 28 4000).

Hinzu kommen in den nächsten Tagen und Wochen weitere Standorte in den Hamburger Bezirken, in denen auch ohne vorherige Termine, aber teilweise in bestimmten Zeitfenstern erstgeimpft oder geboostert wird. Dort kann es zu Wartezeiten kommen. Wer sich dort eine Erstimpfungen geben lassen will, soll dort aber vorgezogen werden:

  • Hamburg-Mitte: Impfzentrum Innenstadt – voraussichtlicher Beginn 5. Dezember mit festen Terminen, ab Inbetriebnahme bis auf weiteres mit mehreren festen Terminen pro Woche.
  • Hamburg-Nord: Impfzentrum im EKZ Hamburger Meile, neuer/größerer Standort – feststehende Termine (jew. 11:30 bis 18:30): 25. bis 27. November; 29. und 30. November; 1. und 2. Dezember; 4. Dezember, im Folgenden bis auf weiteres mit mehreren festen Terminen pro Woche.
  • Wandsbek: Impfzentrum Friedrich-Ebert-Damm 160 – feststehende Termine (jew. 13:00-20:00 Uhr): 24. und 25. November; 28. bis 30. November; 1. und 2. Dezember, im Folgenden bis auf weiteres mit mehreren festen Terminen pro Woche.
  • Bergedorf: Impfzentrum Bethesda-Krankenhaus, Termine jeweils mittwochs 14:00 bis 16:30 Uhr. Eine weitere Impfstelle wird voraussichtlich im Dezember in Betrieb genommen, ab Inbetriebnahme bis auf weiteres mit mehreren festen Terminen pro Woche.
  • Harburg: Impfzentrum im EKZ Phoenix-Center – feststehende Termine (jew. 13:30-19:45): 27. und 30. November; 1. und 2. Dezember, im Folgenden bis auf weiteres mit mehreren festen Terminen pro Woche.
  • Altona: Impfzentrum Kühnehöfe, Tasköprüstraße 1-3 – feststehende Termine (jew. 13:00-20:00 Uhr): 26. und 27. November; 29. und 30. November; 1. und 2. Dezember, im Folgenden bis auf weiteres mit mehreren festen Terminen pro Woche.
  • Eimsbüttel: Impfzentrum Eimsbüttel – voraussichtlicher Beginn 5. Dezember, ab Inbetriebnahme bis auf weiteres mit mehreren festen Terminen pro Woche.
  • Welche Alternativen gibt es noch?

    Alternativ können auch die Angebote der mobilen Teams kurzfristig aufgesucht werden. Hier kann es allerdings bei hoher Nachfrage zu längeren Wartezeiten kommen. Welches Angebot spontan zur Verfügung steht, kann tagesktuell im Internet abgefragt werden.

    Bis zu 160.000 Impfungen pro Woche möglich

    Insgesamt ergibt sich damit in Hamburg kurzfristig eine Kapazität von bis zu 160.000 Impfungen pro Woche. Wie die Erst- und Zweitimpfungen ist auch die Auffrischungsimpfung kostenlos. Die Bürgerinnen und Bürger im Alter von über 60 Jahren, für die eine Auffrischung zeitlich zuerst in Frage kommt, werden durch die Stadt Hamburg mit einem Anschreiben informiert.

    In Pflegeeinrichtungen wird eine Auffrischungsimpfung vor Ort angeboten. Bis zur ersten Dezemberwoche werden alle Einrichtungen ein entsprechendes Angebot erhalten haben.

    Weitere Informationen
    Ein Virus schwebt vor einer Menschenmenge (Fotomontage) © panthermedia, fotolia Foto: Christian Müller

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    Dieses Thema im Programm:

    NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 01.11.2021 | 06:12 Uhr

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