Stand: 22.02.2019 14:41 Uhr

Zahl der Verkehrsunfälle in Hamburg geht zurück

In Hamburg gab es 2018 zwar mehr Einwohner, mehr Radfahrer, mehr Pendler und mehr Touristen als im Jahr zuvor, dennoch ist ist die Zahl der Verkehrsunfälle leicht zurückgegangen. Die Polizei registrierte im vergangenen Jahr 67.537 Verkehrsunfälle - das waren 351 weniger als noch 2017. Die Zahl der Verletzten ist um 110 auf 9.607 gestiegen. Das individuelle Risiko, bei einem Unfall verletzt zu werden, sei auf dem niedrigsten Stand seit Jahrzehnten, sagte Hamburgs Innensenator Andy Grote (SPD) am Freitag bei der Präsentation der Verkehrsbilanz.

Ein Todesfall mehr als 2017

Im vergangenen Jahr kamen demnach 29 Menschen ums Leben, im Jahr zuvor waren es 28 tödliche Unfälle gewesen. Unter den Opfern waren 14 Fußgänger, vier Motorrad- und zwei Radfahrer. Unter den Toten war auch ein Kind: Ein zweijähriges Mädchen war von einem Eiswagen überfahren worden.

Zahl verletzter Radfahrer gestiegen

Bei fast 3.400 registrierten Fahrradunfällen wurden 2.525 Radfahrer verletzt - das waren gut 200 mehr als im Vorjahr. Eine Erklärung der Polizei: Im Super-Sommer seien deutlich mehr Radfahrer unterwegs gewesen.

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2.525 Radfahrer wurden 2018 bei Verkehrsunfällen in Hamburg verletzt.

Die Zahl der verletzten Kinder stieg um 54 auf 724. Der Großteil der unter 15-Jährigen (424) war aktiv am Unfallgeschehen beteiligt, der Rest fuhr lediglich im Auto oder auf dem Rad der Eltern, Großeltern oder Bekannten mit. Auch hier ist die Bilanz trotz der gestiegenen Zahl im Verhältnis zur Einwohnerzahl positiv.

Mehr Tempo-30-Bereiche vor Schulen

"Ein beruhigendes Ergebnis für alle Eltern, die ihre Kinder auf den Weg zur Schule losschicken", sagte der Leiter der Verkehrsdirektion, Ulf Schröder. Zudem seien vor Schulen und Kindergärten im vergangenen Jahr 78 Bereiche als Tempo-30-Strecken ausgewiesen worden. Für dieses Jahr geht er von der gleichen Zahl aus. Schon jetzt seien rund 20 Kilometer Straße vor zu schützenden Einrichtungen als Tempo-30-Zonen ausgewiesen, ergänzte Senator Grote.

In die Höhe geschnellt sind die Zahlen rund ums Fahren unter Drogen und Alkohol. Laut Polizei ist die bessere Schulung von Beamten der Grund für den Anstieg. "Wir erkennen bei Verkehrsunfällen immer mehr, dass der eine oder andere Verkehrsteilnehmer unter Einfluss von Drogen steht", sagte Schröder.

Polizei will auch Senioren mehr informieren

Um die Unfallzahlen weiter zu senken, will die Polizei sowohl Radfahrer als auch Fußgänger und Kinder weiter über die Verkehrsregeln informieren. Auch Senioren gelten als wichtige Zielgruppe, weil sie immer länger mobil sind. Für sie gibt es seit Jahresbeginn bei der Polizei eigens einen Seniorenbeauftragten.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 22.02.2019 | 15:00 Uhr

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