Stand: 14.05.2019 17:15 Uhr

Wohnungsbau: Hamburg knackt die 10.000er-Marke

Mit 10.674 fertig gebauten neuen Wohnungen hat der Wohnungsbau in Hamburg im vergangenen Jahr einen neuen Höchststand erreicht. 2018 seien 2.754 Wohnungen mehr als im Vorjahr fertiggestellt worden, sagte Stadtentwicklungssenatorin Dorothee Stapelfeldt (SPD) am Dienstag. Dieser Anstieg von knapp 35 Prozent sei "ein wirklich großartiges Ergebnis der Zusammenarbeit von Senat, Bezirken und der Wohnungswirtschaft". Seit 2011 seien so insgesamt bereits 55.740 Wohneinheiten fertiggestellt worden.

Zuletzt 1977 so viele Wohnungen gebaut

Ziel des Bündnisses für das Wohnen sei die Genehmigung des Baus von jährlich 10.000 neuen Wohnungen. Erstmals sei es nun gelungen, diese Marke auch bei den Fertigstellungen zu durchbrechen. "Das ist jetzt wirklich ein Sprung", sagte die Senatorin. Zuletzt seien 1977 so viele Wohnungen in einem Jahr gebaut worden. "Es ist ausgesprochen wichtig für die Hamburgerinnen und Hamburger, denen die neuen Wohnungen nun zugute kommen."

Die Zahlen zeigten, "dass der Wohnungsbau in Hamburg gut vorankommt", ließ Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) mitteilen. Der Bau zusätzlicher Wohnungen sei das wirksamste Mittel gegen den weiteren Anstieg der Mieten.

Verband dämpft die Erwartungen

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Stadtentwicklungssenatorin Dorothee Stapelfeldt (zweite von rechts) gemeinsam mit Partnern des Bündnisses für das Wohnen.

Stapelfeldt hatte zur Präsentation der neuen Zahlen alle Partner des Bündnisses für das Wohnen in die Baubehörde eingeladen: Vertreter der Wohnungsverbände, der SAGA und der Genossenschaften, wie Marko Lohmann vom Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW). "Die Wohnungbausprojekte brauchen immer viel Zeit - von der Planung über die Baugenehmigung bis zur Fertigstellung", sagte Lohmann. "Deswegen freuen wir uns sehr, dass jetzt auch die Fertigstellungszahlen erreicht werden können."

Aber, so Lohmann, die Verstetigung der guten Ergebnisse werde für die kommenden Jahre noch größere Kraftanstrengungen erfordern. Stark gestiegene Grundstücks- und Baukosten machten Projekte "insbesondere für das Segment des bezahlbaren Wohnens immer" schwieriger. "Der Rückgang der Zahl der Baugenehmigungen ist ein Indiz dafür."

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 14.05.2019 | 17:00 Uhr

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