Stand: 16.05.2020 07:52 Uhr

Widerstand gegen Neubau der Sternbrücke wächst

Gegen einen großen Neubau der Sternbrücke im Schanzenviertel regt sich weiterer Widerstand. Nun lehnt auch Altonas Grünen-Fraktion die mehr als 100 Meter lange und mehr als 20 Meter hohe Bahnbrücke im Schanzenviertel ab. Damit geht die Partei auf Distanz zum rot-grünen Senat und seiner Verkehrsbehörde.

Die Sätze im Antrag der Grünen sind kompliziert und bis zu 106 Worte lang, doch sie können nicht verschleiern: Die Partei stellt sich gegen die Pläne von Hamburgs Verkehrsbehörde. Diese hatte mit der Bahn und dem Bezirksamt Altona in jahrelanger Arbeit einen Plan zum Abriss der maroden Sternbrücke entwickelt. Es hieß, ein Erhalt würde zu monatelangen Sperrungen führen, etwa der Bahngleise zwischen Altona und Dammtor und der darunter liegenden Stresemannstraße sowie der Max-Brauer-Allee. Doch Linke, Anwohner, Ingenieur- und Architektenkammer meinen, der Riesenneubau erschlage das Stadtbild und bevorzuge den Autoverkehr.

Visualisierung der neuen Sternbrücke in Hamburg Altona. Eine stützenfreie Stabbogenkonstruktion soll die fast 100 Jahre alte Brücke ersetzen und die für den Schienenverkehr im Norden zentrale Gleisverbindung langfristig sichern. © Vössing Ingenieurgesellschaft mbH
Geplant ist in Altona eine neue Sternbrücke, die mehr als 100 Meter lang und mehr als 20 Meter hoch sein soll. Die Diskussion wird lebhafter.

Dabei war es das Ziel der Behörden, auf Stresemannstraße und Max-Brauer-Allee Fahrradspuren und breite Gehwege zu schaffen. Die alten Stützpfeiler lassen dafür keinen Platz. Altonas Grüne lehnen den Bau ab und regen an, den Autoverkehr zu begrenzen, dort keine neuen Wohnungen mehr zu bauen und ganze Straßenzüge unter Denkmalschutz zu stellen. Die Behörden sollen sogar den geplanten fünf Meter hohen Lärmschutz der Sternbrücke überprüfen. Der Antrag könnte eine Mehrheit finden.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | 16.05.2020 | 09:00 Uhr

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