Stand: 11.11.2019 16:10 Uhr

Unbekannter legt Frauenleiche auf Gehweg ab

Ein Unbekannter hat in der Nacht zum Montag im Hamburger Stadtteil Bramfeld eine Frauenleiche auf dem Gehweg abgelegt. Die Polizei geht nicht von einem Tötungsdelikt aus. Ein Polizeisprecher sagte, offenbar sei die Frau ohne Gewaltanwendung gestorben. Der Leichnam soll nun im Institut für Rechtsmedizin obduziert werden.

Leichenfund Bramfeld.

Bramfeld: Leiche auf Gehweg abgelegt

Hamburg Journal -

In Hamburg-Bramfeld ist eine Frauenleiche auf einem Gehweg abgelegt worden. Ein Nachbar alarmierte die Polizei. Von einem Tötungsdelikt gehen die Ermittler jedoch nicht aus.

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Frau litt an einer Erkrankung

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Die Polizei geht davon aus, dass die Frau, die in Bramfeld auf einem Gehweg abgelegt wurde, eines natürlichen Todes starb.

Ein Nachbar hatte im Scheidingweg beobachtet, wie der Mann die Leiche aus dem Haus schleifte und verschwand. Er benachrichtigte die Polizei. Die erschien mit vielen Beamten, da ein Verbrechen nicht ausgeschlossen werden konnte. Kurz darauf gab es - nach der Untersuchung durch einen Notarzt - diesbezüglich Entwarnung: Die 50 Jahre alte Frau starb offenbar eines natürlichen Todes. Nach Aussagen von Anwohnern litt sie schon länger an einer Krankheit.

Wer die Frau ablegte, ist unklar

Unklar ist, von wem die Tote mitten im Wohngebiet abgelegt wurde. Im Zuge der Ermittlungen wurden mehrere Wohnungen überprüft, schließlich wurden zwei Männer vorläufig festgenommen. Ein 55-Jähriger war den Angaben zufolge auf der Straße angetroffen worden und ein 37-Jähriger in der Wohnung, in der sich die Frau bis zu ihrem Tod aufgehalten haben soll. Der Verdacht, die Frau getötet zu haben, habe sich gegen beide Männer allerdings nicht erhärtet, teilte die Polizei mit. Der 55-Jährige wurde wieder entlassen, der 37-Jährige blieb wegen des Verdachts des illegalen Aufenthalts zunächst in Polizeigewahrsam. Die Ermittlungen dauern an.

Der Hamburger Staatsanwaltschaft zufolge ist das Ablegen einer Leiche kein Verbrechen. Davon könne erst dann die Rede sein, wenn eine Straftat begangen wird, die eine Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr nach sich zieht, sagte eine Sprecherin. Der Straftatbestand "Störung der Totenruhe" sei auf den ersten Blick nicht erfüllt. "Es könnte eine Ordnungswidrigkeit sein. Es gibt gewisse Bestattungsregeln und da gehört "Ablegen auf der Straße" ganz sicher nicht dazu", erklärte die Sprecherin weiter.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 11.11.2019 | 13:00 Uhr

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