Stand: 06.03.2018 19:08 Uhr

Traditions-Takelage für Museumsschiff "Peking"

Für die Takelage des Museumsschiffs "Peking" läuft derzeit im Hamburger Hafenmuseum die Restaurierung - und das in Zukunft auch vor Publikum. Wie die Stiftung Historische Museen in Hamburg am Dienstag mitteilte, können Interessierte dem Takler-Team bei der Arbeit über die Schulter schauen: Sonntag, 11. März, und Sonntag, 18. März, jeweils von 12 bis 17 Uhr. "Diese traditionellen Taklerarbeiten sind in dieser Dimension aktuell wohl einzigartig in Europa und haben in diesem Umfang das letzte Mal bei der Restaurierung der 'Passat' in Lübeck vor einigen Jahrzehnten stattgefunden", hieß es.

Spezialisten arbeiten an der Takelage für die "Peking".

Traditions-Takelage für Frachtsegler "Peking"

Hamburg Journal -

Der Viermaster "Peking" wird ein Glanzstück des künftigen Deutschen Hafenmuseums - aber erst kommt die Restaurierung. Ein Team widmet sich jetzt den Drahtseilen des Seglers.

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Restaurierung mit traditionellen Techniken

Der historische Frachtsegler "Peking" soll das Glanzstück des zukünftigen Deutschen Hafenmuseums werden. Doch bis es so weit ist, stehen noch umfangreiche Restaurierungen an. Seit Ende Februar arbeitet ein 14-köpfiges Team aus Dänemark und Norddeutschland im Auftrag der Stiftung Hamburg Maritim an der originalgetreuen Überholung der Takelage - den Drahtseilen, die für die Sicherung der Masten benötigt werden. Dabei greifen die Takler laut der Stiftung auf traditionelle Techniken zurück, wie sie heute nur noch selten zum Einsatz kommen. Dazu gehöre etwa das Kleeden, bei dem jedes Ende der zu restaurierenden Drahtseile mit neuem Segeltuch ummantelt und dann mit einem holzteergetränkten Garn umwickelt werde.

Grundlegende Restaurierung in der Peters Werft

Erbaut wurde die "Peking" bei der Hamburger Werft Blohm + Voss, wo sie am 25. Februar 1911 vom Stapel lief. Bis zum Beginn des Ersten Weltkriegs wurde sie im Salpeterhandel mit Chile eingesetzt. Nach Kriegsende kam die "Peking" zunächst nach England und Italien, bevor die Reederei F. Laeisz sie erneut als Frachtsegler auf der Hamburg-Chile-Route einsetzte. Seine letzte Reise nach Südamerika unternahm das Schiff in den Jahren 1931/1932. Danach wurde es als stationäres Ausbildungsschiff genutzt und lag dann mehr als 40 Jahre lang im Museumshafen von New York. Da das South Street Seaport Museum für die Restaurierung der Viermastbark kein Geld hatte, verfiel die "Peking" zusehends. Nachdem sich der Bund bereit erklärt hatte, für Transport und Restaurierung des Schiffes aufzukommen, wurde die "Peking" im Juli 2017 auf einem Transportschiff nach Norddeutschland geschleppt, wo sie Anfang August ankam. Seitdem wird das Segelschiff in der Peters Werft in Wewelsfleth restauriert.

Späte Rückkehr in die Heimat: Die Geschichte der "Peking"

Weitere Informationen

Legendärer Hamburger Viermaster: Die "Peking"

1911 in Hamburg gebaut, fuhr die "Peking" als Frachtsegler bis 1932 über die Meere. Ab 1974 lag sie als Museumsschiff in New York, seit 2017 ist sie wieder in Deutschland. mehr

Dieses Thema im Programm:

Hamburg Journal | 06.03.2018 | 19:30 Uhr

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