Stand: 07.10.2017 20:00 Uhr

So soll das neue Paloma-Viertel aussehen

Eine Visualisierung zeigt, wie das Paloma-Viertel in Hamburg-St. Pauli später aussehen soll. 2020 soll alles fertig sein.

Bisher stand nur fest, wie das neue Areal am Hamburger Spielbudenplatz, wo bis 2014 die Esso-Häuser standen, heißen soll - Paloma-Viertel nämlich. Jetzt ist auch klar, wie es aussehen wird: Am Sonnabend hat der Bauherr eine Visualisierung des Areals veröffentlicht. In dem neuen Viertel direkt an der Reeperbahn sollen den Planungen zufolge unter anderem rund 90 Sozialwohnungen und 80 kleine, frei finanzierte Wohnungen für rund zwölf Euro den Quadratmeter entstehen. Es werden ein Hotel, Räume für Stadtteilkultur und ein öffentlicher Dachgarten gebaut und auch der Musikclub Molotow und die Kneipe Kogge sollen hier wieder ein Zuhause finden.

Mit dem Bau des neuen Ensembles soll Mitte kommenden Jahres begonnen werden. Zuvor muss mit dem Bezirk Mitte ein städtebaulicher Vertrag geschlossen werden. Mitte 2020 soll alles fertig sein.

Bürger beteiligten sich

An den Planungen für die Neubebauung hatten sich viele Menschen aus dem Viertel beteiligt. Auch die Idee für den neuen Namen kam von den Anwohnern. Eine fünfköpfige Jury verkündete etwa zwei Wochen später die Entscheidung für den Namen Paloma-Viertel. Man habe sich für den Namen mit der größten Nähe zum Kiez entschieden, sagte Bernhard Taubenberger von der Bayerischen Hausbau, dem Eigentümer des 6.200 Quadratmeter großen Areals damals. Paloma ist spanisch für Taube und die Taubenstraße grenzt an das betreffende Grundstück. Außerdem strahle der Name eine Leichtigkeit aus, die man durch den sehr bunten Mix an Nutzungen auch erreichen wollen, so Taubenberger damals. Der Name "Paloma" soll zum Logo werden und später gut sichtbar am Neubau leuchten.

Langer Streit ging voraus

Die Zukunft des Areals hatte in Hamburg immer wieder für Diskussionen gesorgt. Im Dezember 2013 waren die rund 50 Jahre alten "Esso-Häuser" wegen wackelnder Wände zwangsgeräumt worden. Im Februar des folgenden Jahres wurde die namensgebenden Esso-Tankstelle abgerissen. Am 21. Mai 2014 begann schließlich der Abriss der Wohnhäuser und des Gewerberiegels. Die Neubaupläne der Bayerischen Hausbau stießen zunächst auf heftigen Widerstand, der sich in der Folge jedoch zu einem Dialog zwischen der Baufirma, dem Bezirk, Initiativen und Anwohnern entwickelte.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 08.10.2017 | 08:00 Uhr

Mehr Nachrichten aus Hamburg

01:57
NDR//Aktuell

Tödlicher Brandanschlag auf Bezirksmitarbeiter

24.09.2018 14:00 Uhr
NDR//Aktuell
03:01
NDR//Aktuell

Klimawoche: Wie kann Hamburg sauberer werden?

24.09.2018 14:00 Uhr
NDR//Aktuell
00:41
Hamburg Journal 18.00

Farbanschlag auf die Staatsanwaltschaft

24.09.2018 18:00 Uhr
Hamburg Journal 18.00