Stand: 07.12.2016 05:31 Uhr

OSZE-Treffen: Hier wird abgesperrt

Für das Gipfeltreffen der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) am 8. und 9. Dezember werden insgesamt 13.200 Polizisten eingesetzt. Aus der Hansestadt und anderen Bundesländern werden nach Angaben der Hamburger Polizei etwa 10.500 Polizisten zusammenkommen. Weitere 2.700 Einsatzkräfte stelle die Bundespolizei.

Insgesamt sind drei Sicherheitszonen vorgesehen, und zwar an den Messehallen und am Rathaus. Zwei Zonen gibt es an den Messehallen, die als Haupt-Tagungsort für das Treffen dienen. Ein engerer Bereich wird durch ein massives Polizeiaufgebot abgeschirmt, in einem etwas weiter gefassten zweiten Bereich gibt es Straßensperrungen und es kann zu Ausweiskontrollen kommen. Am Rande der Sicherheitszone richtete die Polizei zehn Kontrollpunkte für Anwohner ein. Autos und Fahrräder dürfen innerhalb der Sicherheitszonen nicht abgestellt werden. Parkende Fahrzeuge wurden abgeschleppt. Wegen der zahlreichen Behinderungen werben in der Innenstadt eingesetzte Kommunikationsteams der Polizei bei Anwohnern um Verständnis.

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Sicherheitszonen an den Messehallen

Während des OSZE-Treffens in Hamburg werden an den Messehallen zwei Sicherheitszonen eingerichtet. Eine Karte zeigt, wo mit welchen Einschränkungen durch die Polizei zu rechnen ist. mehr

Am Rathaus kommt es am Donnerstag zu Absperrungen und Einschränkungen im Verkehr. Am Donnerstagabend ist nämlich ein Arbeitsessen der OSZE-Außenminister im Großen Festsaal des Rathauses geplant. An diesem Tag werden die Zugänge zur U-Bahn-Station Rathaus und einige Zugänge zur U- und S-Bahn-Station Jungfernstieg geschlossen. Die Züge der U 3 werden bis zum Betriebsschluss nicht am U-Bahnhof Rathaus halten. Der Weihnachtsmarkt auf dem Rathausmarkt bleibt geöffnet.

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Sicherheitszone am Rathaus

Während des OSZE-Treffens in Hamburg wird auch am Rathaus eine Sicherheitszone eingerichtet. Eine Karte zeigt, wo mit welchen Einschränkungen durch die Polizei zu rechnen ist. mehr

Innensenator Andy Grote (SPD) hatte vor Beginn des Gipfels gesagt, dass die Auswirkungen für die meisten Hamburger überschaubar bleiben: "Es wird Straßensperrungen geben. Die sind aber in der Dimension und in der Eingriffsschwere nicht belastender als das, was wir bei großen Sportveranstaltungen haben."

Fernbahn- und Flugverkehr nicht beeinträchtigt

Ihre Fragen an die Polizei

Die Polizei hat ein Bürgertelefon für Fragen zum G20-Gipfel eingerichtet. Interessierte können sich unter der kostenlosen Telefonnummer 08000 - 4286 50 (Montag bis Freitag von 8 bis 16 Uhr) informieren. Die Beamten sind auch per E-Mail (g20-buergerinfo@polizei.hamburg.de) erreichbar.

Da die Staatsgäste seit Dienstagabend auf dem Hamburger Flughafen eintreffen, gelten nach Angaben der Deutschen Flugsicherung Flugbeschränkungen für Privatflugzeuge oder Drohnen. 180 zusätzliche Bundespolizisten sind am Airport im Einsatz. Zudem wurden noch mehr Kameras für die Videoüberwachung installiert. Einschränkungen im normalen Passagierflugverkehr soll es aber nicht geben. Auch der Fernbahnverkehr und die öffentlichen Verkehrsmittel in Hamburg sollen nach Plan fahren. Eine Ausnahme ist die Buslinie 35, die am 8. und 9. Dezember nicht durch die Karolinenstraße und die St. Petersburger Straße am Messegelände fährt.

Straßenzug nördlich des Messegeländes gesperrt

Von den Straßensperrungen ist vor allem eine Hauptverkehrsader Richtung Westen betroffen, und zwar die Schröderstiftstraße und die Straße An der Verbindungsbahn nördlich des Messegeländes. Der Abschnitt wird vom 7. bis 9. Dezember wird für den Autoverkehr komplett gesperrt. Fußgänger und Radfahrer können den nördlichen Gehweg nutzen. Eine Umleitung führt stadtauswärts von der Edmund-Siemers-Allee über die Grindelallee, Bogenstraße, Beim Schlump auf die Schäferkampsallee. Stadteinwärts geht es in die entgegengesetzte Richtung. Die Polizei rät Autofahrern, den Bereich um das Messegelände in dieser Zeit weiträumig zu umfahren.

3.500 Gipfel-Gäste erwartet

Zu kurzzeitigen Behinderungen kann es kommen, wenn die Delegationen vom Flughafen von der Polizei zu ihren Hotels und später zum Tagungsort geleitet werden. Die meisten der rund 80 Delegationen werden laut Polizei nur von einem Streifenwagen begleitet und gliedern sich in den normalen Straßenverkehr ein. Einige Kolonnen müssten jedoch so geschleust werden, dass sie aus Sicherheitsgründen nicht zum Stillstand kommen. Dafür würden Kreuzungen für jeweils mehrere Minuten gesperrt. Insgesamt werden etwa 3.500 Gäste zum OSZE-Treffen erwartet, darunter 1.300 Diplomaten und 1.700 Sicherheitsbeamte sowie Hunderte Journalisten. Sie kommen in Hotels in der Innenstadt unter. Zum Beispiel residieren US-Außenminister John Kerry und sein Tross im Hotel Vier Jahreszeiten. Dort sorgt dann der Secret Service für die Sicherheit.

Große Gegendemos? Wohl eher beim G20-Gipfel

Die Polizei rechnet nicht mit massiven Demonstrationen gegen das OSZE-Treffen. Doch selbst für den Fall von Ausschreitung sieht sie sich gut gerüstet. Auch die Justiz trifft Vorbereitungen: Im Untersuchungsgefängnis in der Nähe des Messegeländes sollen ausreichend Kapazitäten für mögliche Festnahmen freigehalten werden. Zwar haben linke Gruppen Protestaktionen angekündigt, aber große Demonstrationen werden eher für den G20-Gipfel, der im Juli 2017 ebenfalls in Hamburg stattfindet, erwartet. Eine Großdemo wurde bereits für den 8. Juli angekündigt.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 06.12.2016 | 17:00 Uhr

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