Stand: 11.12.2018 13:30 Uhr

Mutmaßliche IS-Unterstützerin in Hamburg verhaftet

Die Hamburger Polizei hat am Dienstagmorgen eine mutmaßliche Unterstützerin der Terrororganisation "Islamischer Staat" gefasst. Zusammen mit Beamten des Bundeskriminalamts und der Bundespolizei nahm sie die 40 Jahre alte Frau in ihrer Wohnung in der Kieler Straße in Hamburg-Eimsbüttel fest. Die Bundesanwaltschaft hatte den Haftbefehl erlassen.

Verdächtige soll in Anschlagspläne involviert sein

Die Behörde in Karlsruhe legt der deutschen Staatsbürgerin zur Last, regelmäßig Kontakt zu einem anderen möglichen IS-Mitglied in Syrien gehabt zu haben. Dabei soll es um Anschlagsplanungen gegangen sein. Ziel sei gewesen, eine Großveranstaltung in Deutschland zu attackieren - Ort und Zeit standen demnach noch nicht fest.

Festgenommene wollte Anhänger bei sich unterbringen

Konkret geht es um den Vorwurf, dass Songül G. einen Handyvertrag abgeschlossen und Chat-Accounts zur Vorbereitung des Anschlags angelegt hat. Außerdem hat sie sich laut Bundesanwaltschaft in Handy-Nachrichten bereit erklärt, mögliche Attentäter bei sich aufzunehmen und zu heiraten.

Anschlagspläne scheiterten im November 2016

Offenbar war der Plan bereits fortgeschritten: Zwei IS-Anhänger sollen im November 2016 versucht haben, aus Syrien nach Deutschland zu reisen. Den Angaben zufolge scheiterte das Vorhaben aber und wurde nicht weiter verfolgt. Die Beschuldigte wird spätestens morgen dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt. Er entscheidet über eine Untersuchungshaft.

 

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IS-Kämpfer: Miliz plante Anschlag in Deutschland

Durch Zufall konnte offenbar ein Anschlag des Islamischen Staats verhindert werden. Ein ehemaliger IS-Kämpfer aus Hildesheim hat NDR, WDR und "Süddeutscher Zeitung" von den Plänen erzählt. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 11.12.2018 | 12:00 Uhr

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