Stand: 17.03.2019 07:07 Uhr

Hamburger Reederei beendet Geschäft mit Venezuela

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Die Reederei Bernhard Schulte hat 13 Tanker für das ölreiche Venezuela unter Vertrag.

Die Krise in Venezuela erreicht nun auch den Schifffahrtsstandort Hamburg. Die Reederei Bernhard Schulte zieht ihre Besatzungmitglieder von allen Tankern des südamerikanischen Landes ab.

Hamburger Reederei managt Teil der Tankerflotte von Venezuela

"Es ist für uns unmöglich geworden, etwas für die Regierung von Venezuela zu managen und sie zu unterstützen", sagte Nikolaos Kretsis, der Chef von Bernhard Schulte Shipmanagement auf Zypern. Über diese Tochterfirma organisiert die Hamburger Reederei Crews und den Betrieb eines großen Teils der Tankerflotte von Venezuela.

Angeblich Schulden in Millionenhöhe

13 Tanker für das ölreiche Land hat Schulte unter Vertrag. Angeblich hat die staatliche Ölfirma aber schon seit Wochen und Monaten nicht mehr dafür bezahlt. Schulden von rund zwölf Millionen Euro sollen so entstanden sein. Bestätigen will das die Reederei Bernhard Schulte so nicht. Sie verweist auf die Sanktionen der USA gegen Venezuela, wonach es auch ausländischen Firmen untersagt ist, Geschäfte mit dem umstrittenen Präsidenten Nicolas Maduro zu machen.

Einige Schiffe sind bereits beschlagnahmt

Bernhard Schulte will die Tanker bis Anfang kommenden Monats zurückgeben. Einige Schiffe sind aber bereits beschlagnahmt - weil die staatliche Ölgesellschaft Venezuelas nicht nur bei der Hamburger Reederei Schulden hat, sondern auch bei zahlreichen anderen Unternehmen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 17.03.2019 | 09:00 Uhr

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