Stand: 16.04.2019 18:44 Uhr

Hamburg startet großen E-Tretroller-Test

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Hamburgs Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank fährt nach der Pressekonferenz aus dem DESY-Campus eine Runde mit einem E-Scooter.

Vor der in Kürze erwarteten Zulassung von Elektro-Tretrollern auf deutschen Straßen hat der E-Tretroller-Vermieter Hive in Hamburg am Dienstag einen Testbetrieb gestartet. Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank (Grüne), Hive-Chef Tristan Torres Velat und DESY-Direktor Christian Harringa stellten das Projekt am Mittag auf dem DESY-Forschungszentrum in Bahrenfeld vor. Dort können nun rund 3.000 Wissenschaftler und Mitarbeiter 100 E-Roller auf dem Campusgelände nutzen und Erfahrungen sammeln.

Gespräche mit E-Tretroller-Anbieter laufen

Der DESY-Campus sei eine ideale Fläche zum Ausprobieren und Optimieren der elektrobetriebenen Roller, sagte Fegebank. "Von den Erfahrungen, die hier in Sachen Sicherheit und Fahrpraxis gemacht werden, können wir in Hamburg insgesamt profitieren und so einen wichtigen Beitrag zur Mobilitätswende leisten." Laut Verkehrsbehörde gibt es bereits Gespräche "mit einer ganzen Handvoll" Sharing-Anbieter, die ihre Roller auch in Hamburg fahren lassen wollen - sobald die rechtlichen Voraussetzungen dafür in Deutschland geschaffen sind.

"Wir haben klassisch und traditionell ein sehr gutes Verhältnis zu den Behörden der Städte und sprechen mit ihnen darüber, wie wir unseren Service am besten anbieten können", sagte Dennis Heinert von der Daimler-Tochter MyTaxi, die unter der Marke Hive bereits in Paris, Athen, Lissabon und Warschau über eine App Roller zur Miete anbietet. "In Großstädten wie Hamburg sehen wir ein sehr großes Potenzial für E-Scooter." Morgens könnten die Kunden auf dem Weg ins Büro mit dem E-Roller zur U-Bahn fahren und dann abends von der U-Bahn wieder nach Hause.

Strittig ist, wo die E-Scooter fahren

Umstritten ist aber noch, wo die unterschiedlich schnellen Roller fahren dürfen. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) will alles, was nicht mehr als zwölf Stundenkilometer schafft, auf den Gehweg lassen. Schnellere E-Scooter bis zu 25 Stundenkilometer sollen die Radwege beziehungsweise die Straße benutzen. Kritiker sehen insbesondere auf den Fußwegen ein erhöhtes Unfallrisiko.

Wie der rot-grüne Hamburger Senat zur Scheuer'schen Verordnung steht, die voraussichtlich Mitte Mai final im Bundesrat beraten werden soll, ist noch nicht klar. Die Meinungsbildung sei noch nicht abgeschlossen, sagte Christian Füldner von der Wirtschafts- und Verkehrsbehörde.

Ein Fahrrad steht auf einem gepflasterten Platz neben einem Elektro-Roller. © dpa picture alliance Foto: Steffen Trumpf

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Hamburg Journal | 13.03.2019 | 19:30 Uhr

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