Stand: 17.09.2018 15:33 Uhr

Hamburg soll ein Naturkundemuseum bekommen

Der Hamburger Senat und die Universität wollen sich für ein Naturkundemuseum einsetzen. Unterstützung für den Plan kommt von der Umweltstiftung Michael Otto. In dem Museum soll die naturwissenschaftliche Sammlung der Uni gezeigt werden.

Geplante Baufläche am Hafen.

Science Center statt Naturkundemuseum?

Hamburg Journal -

Wie wird sich Hamburgs Wissenschaft in Zukunft präsentieren? Während die einen ein Naturkundemuseum wollen, wird an anderer Stelle ein größeres Science Center geplant.

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Zehn Millionen Artefakte weit verstreut

Wer heute die naturkundlichen Schätze kennenlernen will, muss sich Mühe geben: Einzigartige Stücke wie versteinerte Urpferdchen, Walskelette und Meteoriten sind zwar in drei Museen zu sehen, diese liegen aber versteckt in Universitätsgebäuden. Schon lange plant die Uni daher ein Naturkundemuseum für ihre zehn Millionen Artefakte aus den naturwissenschaftlichen Sammlungen, aber noch nie sei die Zeit dafür so günstig gewesen, sagte Uni-Präsident Dieter Lenzen am Montag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Hamburgs Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank (Grüne) und Michael Otto. "Wir sind voller Hoffnung und manche Wege dauern etwas länger, aber wir müssen die Zögerer und Zauderer überzeugen davon, dass man jetzt die Ärmel aufkrempeln muss", so Lenzen.

Leibniz Gemeinschaft soll Geld zuschießen

Geld erhofft man sich von der Leibniz Gemeinschaft - unter ihrem Dach sind bundesweit Museen aller Fachrichtungen vereint. Fegebank betonte am Montag, dass es zunächst lediglich um ein Naturkundemuseum gehen soll. "Dass es darüber hinaus nicht nur andere Interessen gibt, sondern auch sehr sinnvolle andere Projekte, finde ich völlig in Ordnung und die werden wir auch weiter besprechen", sagte Fegebank. Förderer Michael Otto wünscht sich für das neue Museum einen zentralen Platz in Hamburg.

Kommt das "Evolutioneum"?

Einen Namen hätte ein solches Museum bereits: "Evolutioneum". Er deutet auf das Programm des künftigen Museums hin. Es soll die Entwicklung des Universums und des Lebens vom Urknall bis heute veranschaulichen. Die Idee für ein Naturkundemuseum ist nicht neu. Bis 1943 präsentierte die Stadt umfangreiche naturkundliche Sammlungen in einem repräsentativen Bau am Steintorwall. Doch das 1843 gegründete Haus wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört und nie wieder aufgebaut.

Die Schätze der naturkundlichen Sammlungen

Weitere Informationen

Evolutioneum: Bekommt Hamburg ein neues Museum?

Walskelette, Meteoriten und Fossilien: Hamburgs naturkundliche Sammlungen beherbergen einzigartige Schätze. Mit dem Evolutioneum könnten sie ein eigenes Museum bekommen. (27.04.2017) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 17.09.2018 | 13:00 Uhr

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