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Hamburg: Jugendliche erinnern an Schicksal jüdischer Frauen

Stand: 09.11.2020 18:39 Uhr

In Neugraben-Fischbek ist am Montag der 500 jüdischen Frauen gedacht worden, die dort vor knapp 80 Jahren im KZ-Außenlager inhaftiert waren.

An der Bushaltestelle Neugrabener Heideweg enthüllten Schülerinnen und Schüler aus umliegenden Schulen zusammen mit Vereinen und Initiativen eine Gedenkstele. Sie ist Teil eines Projekts am Gymnasium Süderelbe, das sich für eine neue Erinnerungskultur im Stadtteil einsetzt.

Informationen per QR-Code

Vieles davon geschieht digital. Per QR-Code können Interessierte nun ein 3D-Modell erkunden und sich in historischen Unterlagen informieren. Für das Projekt wurden die Schülerinnen und Schüler Anfang des Jahres bereits mit dem Bertini-Preis ausgezeichnet.

Das Lager in Neugraben war im September 1944 errichtet worden. Nach Angaben der KZ-Gedenkstätte Neuengamme waren dort 500 tschechische Jüdinnen zum Bau von Behelfswohnheimen, zum Wasserleitungs- und Straßenbau sowie zu Aufräumarbeiten gezwungen worden.

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Dieses Thema im Programm:

Hamburg Journal | 09.11.2020 | 19:30 Uhr

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