Polizei und Feurwehr sichern das Gelände in Hamburgs Neuallermöhe nach einem Gasalarm. © picture alliance / dpa Foto: Daniel Bockwoldt

Gasleck sorgt für Großeinsatz in Neuallermöhe

Stand: 22.01.2022 19:55 Uhr

Am Sonnabend hat es im Hamburger Stadtteil Neuallermöhe einen Gasalarm gegeben. Zu dem Gasaustritt kam es, weil ein Bagger in einem Wassergraben, den er von Ästen und Sträuchern befreien sollte, eine Gasleitung getroffen hatte.

Bei der beschädigten Gasleitung handelte sich nach Angaben der Polizei um eine etwa 30 Zentimeter dicke 18-Bar-Hochdruckleitung. Weil sich eine Gaswolke ausbreitete und der Gasgeruch an vielen Orten wahrnehmbar war, gab es einen Großeinsatz von Polizei und Feuerwehr. Sie riefen die Menschen auf, das Gebiet zu meiden. Anwohnerinnen und Anwohner sollten Fenster und Türen schließen sowie Lüftungen und Klimaanlagen abschalten.

Gebiet wegen Explosionsgefahr gesperrt

Mitarbeiter des Energieversorgers Gasnetz Hamburg konnten jedoch die Leitung zum Leck schnell schließen, sodass die Polizei am Nachmittag Entwarnung gab. Die Einsatzkräfte waren zunächst von einer akuten Explosionsgefahr ausgegangen und hatten um das Gasleck herum ein Sperrgebiet in einem Radius von 1.000 Metern eingerichtet. Zwischenzeitlich war unklar, ob alle Bewohnerinnen und Bewohner in dem Sperrgebiet ihre Wohnungen und Häuser verlassen müssen. Im schlimmsten Fall hätten rund 7.500 Menschen untergebracht werden müssen, sagte ein Polizeisprecher.

Autobahn 25 zeitweise gesperrt - Bahnverkehr beeinträchtigt

Die Autobahn 25 wurde wegen des Einsatzes zeitweise voll gesperrt. Die Sperrung betraf den Abschnitt zwischen den Anschlusstellen Hamburg-Allermöhe und Hamburg-Nettelnburg. Die S-Bahn stellte zwischenzeitlich den Verkehr zwischen Bergedorf und Billwerder-Moorfleet ein. Der Deutschen Bahn zufolge mussten auch Fernzüge auf der Strecke Berlin - Hamburg umgeleitet werden. Es kam zu Verspätungen.

Gas-Versorger: Von Leck geht keine Gefahr mehr aus

Trotz des Gaslecks habe es keine Versorgungsunterbrechungen für das Wohngebiet gegeben, da es über eine tiefer liegende Leitung versorgt wird, sagte ein Sprecher von Gasnetz Hamburg. Die abgerissene Leitung soll nun wahrscheinlich zu Wochenbeginn repariert werden. Dann werden kleine Spundwände in den Graben eingebaut, um den Schaden beheben zu können. "So lange der Gasaustritt gestoppt ist, geht von dem Leck keinerlei Gefahr mehr aus", sagte der Sprecher.

Bürgermeister Tschentscher: "Guter Job"

Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) lobte die Arbeit in Neuallermöhe. "Guter Job der Einsatzkräfte und von Gasnetz Hamburg. Vielen Dank für das schnelle Eingreifen und viel Erfolg bei der Reparatur der Leitung!", schrieb der Politiker beim Kurznachrichtendienst Twitter.

 

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 22.01.2022 | 17:00 Uhr

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