Stand: 11.03.2020 19:20 Uhr

G20-Krawalle: Durchsuchungen in Bremen und Leipzig

Im Zusammenhang mit den Ausschreitungen beim G20-Gipfel vor drei Jahren in Hamburg hat die Polizei am Mittwoch Wohnungen von Tatverdächtigen in Bremen und Leipzig durchsucht. Dabei geht es um drei Tatverdächtige, die 2017 an den Zerstörungen in der Elbchaussee beteiligt gewesen seien sollen.

Die Ermittlungsgruppe "Schwarzer Block" der Polizei Hamburg spricht von einem großen Erfolg. Nach fast drei Jahren wurden drei Deutsche identifiziert, die plündernd durch die Elbchaussee und die Große Bergstraße in Altona gezogen seien sollen. Am Mittwochmorgen durchsuchte die Polizei Sachsen in Amtshilfe für die Hamburger Kollegen zwei Wohnungen in Leipzig. Dabei wurde Beweismaterial sichergestellt.

Bislang keine Festnahmen

Beweismittel und ein mutmaßliches Tatwerkzeug wurden auch in einer Wohnung in Bremen gefunden. Festnahmen gab es keine. Bislang - so die aktuelle Bilanz - wurden wegen der G20-Krawalle mehr als 3.580 Ermittlungsverfahren und mehr als 200 Durchsuchungen durchgeführt. 230 Personen wurden verurteilt, gut die Hälfte davon zu Freiheitsstrafen.

47 Ermittlungen gegen Polizeibeamtinnen und -beamte

Auf der anderen Seite gibt es aber auch noch 47 Ermittlungsverfahren gegen Polizeibeamte, denen unter anderem Körperverletzungen vorgeworfen werden, so eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft zu NDR 90,3. Einen Strafbefehl gegen einen Polizisten hat es bislang nur einmal gegeben.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 Aktuell | 11.03.2020 | 17:00 Uhr

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