Dressel bei der Landespressekonferenz in Hamburg © NDR

Dressel kündigt weitere Hilfen für Unternehmen an

Stand: 03.11.2020 16:30 Uhr

Hamburg verlängert zahlreiche Hilfen für Corona-geschädigte Unternehmen bis Ende kommenden Jahres. So sollen Restaurants und Schausteller auch 2021 kostenlos öffentliche Flächen nutzen dürfen.

"Wir unterstützen diejenigen, die besonders von den Auswirkungen der Corona-Pandemie betroffen sind", sagte Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) am Dienstag bei der Landespressekonferenz. Profitieren sollen aber nicht nur Gastronomen und Schausteller. Auch Unternehmen und Selbstständige in anderen Branchen können bei der Stadt bis Ende kommenden Jahres auf Erleichterungen bei den städtischen Gebühren hoffen - die Palette reicht von der zinslosen Stundung bis hin zu Rabatten.

Beim Bund macht sich Dressel dafür stark, dass die Hilfen für den neuen Teil-Lockdown noch in dieser Woche auf den Weg gebracht werden. Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) hatte zugesagt, dass Unternehmen, die den November über schließen müssen, bis zu 75 Prozent des Umsatzes erstattet bekommen. Dressel plädierte dafür, dass Restaurants, die Speisen derzeit außer Haus verkaufen, nicht benachteiligt werden - etwa, indem die Hilfen des Bundes dann entsprechend gekürzt werden. Die Gastronomen spielen laut Dressel derzeit eine wichtige Rolle dabei, die Versorgung sicher zu stellen.

Beteiligungs- und Vergütungsbericht vorgestellt

Dressel stellte außerdem den Beteiligungs- und Vergütungsberichts des Senats vor. Hamburgs Unternehmen haben demnach ihre Investitionen im Jahr 2019 auf 1,93 Milliarden Euro gesteigert. Dies sei ein Plus von 1,9 Prozent im Vergleich zu 2018, so Dressel. Die größten Zuwächse habe es im Bereich Flughafen, Hafen und bei der Wirtschaftsförderung gegeben.

Corona-Krise wirkt sich auf öffentliche Unternehmen aus

Mit den Rekordinvestitionen leisteten die Unternehmen einen wichtigen Beitrag für Infrastruktur und Zukunftsgestaltung in der Stadt und würden auch in der Corona-Krise "einen maßgeblichen Konjunkturimpuls setzen", sagte Dressel. Allerdings gehe die Pandemie nicht spurlos an den öffentlichen Unternehmen vorbei. Im laufenden Haushaltsjahr sei von einer Erhöhung des bislang geplanten Verlustausgleichs im Umfang von rund 400 Millionen Euro auszugehen.

VIDEO: Hohe Corona-Verluste bei städtischen Unternehmen in Hamburg (2 Min)

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 03.11.2020 | 17:00 Uhr

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