Stand: 13.03.2020 15:33 Uhr

Corona: Home-Office in Hamburger Unternehmen

Die Zentrale von Hapag-Lloyd an der Hamburger Binnenalster © dpa-Bildfunk Foto: Sebastian Widmann
Bei Hapag-Lloyd werden Schätzungen zufolge ab Montag etwa 70 Prozent der Belegschaft von zu Hause aus arbeiten.

Viele große Unternehmen in Hamburg schicken ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wegen der Ausbreitung des Coronavirus ins Home-Office, darunter zum Beispiel die Reederei Hapag-Lloyd. Pressesprecher Nils Haupt schätzt, das 70 Prozent der Mitarbeiter vorerst von zu Hause aus arbeiten. In den Hamburger Standorten betreffe das circa 1.200 Mitarbeiter. Auch das Software-Unternehmen SAP lässt seine Beschäftigten schon jetzt vorsorglich von zu Hause aus arbeiten. Bei Beiersdorf bleiben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ab Montag zu Hause, sofern sie ihre Aufgaben von dort aus erledigen können.

Handelskammer: Firmen in Existenz bedroht

Die Hamburger Handelskammer zeigt sich angesichts der Ausbreitung des Coronavirus besorgt. Nach Einschätzung der Kammer sind viele Firmen zunehmend in ihrer Existenz bedroht. Vizepräses André Mücke, Vizepräsident der Hamburger Handelskammer, forderte einen Sonderfond, um Unternehmen schnell und unbürokratisch zu unterstützen. Bisherige Förderkredite und öffentliche Bürgschaften seien nicht geeignet, meinte er. Auch das erleichterte Kurzarbeitergeld reiche nicht aus.

Erreichbarkeit von Behörden problematisch

Neben finanziellen Fragen beschäftigten die Unternehmen vor allem Fragen zur betrieblichen Pandemieplanung. Problematisch sei die derzeitige Erreichbarkeit der zuständigen Behörden aufgrund des erhöhten Aufkommens von Anfragen und Ansprüchen. Unternehmen befürchten, nicht rechtzeitig ihre Entschädigungsansprüche nach dem Infektionsschutzgesetz zu erhalten oder zu lange auf die Bearbeitung von Kurzarbeitergeld warten zu müssen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 14.03.2020 | 14:00 Uhr

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