Schüler schreiben in einem Unterrichtsraum vom Gymnasium Mellendorf in der Region Hannover ihre Abiturklausur im Fach «Geschichte». © picture alliance/dpa Foto: Moritz Frankenberg

Corona-Folgen für Schüler: Was die Schulleiter fordern

Stand: 29.09.2021 06:57 Uhr

Mit den Folgen der Corona-Krise für Schulkinder beschäftigen sich auch Schulleiterinnen und Schulleiter in Hamburg. Eine Studie der Sozialbehörde hatte gravierende Auswirkungen auf die Psyche vieler Kinder und Jugendlicher aufgezeigt.

Die Untersuchung hatte ergeben, dass Kinder und Jugendliche in Hamburg wohl besonders stark unter der Corona-Krise gelitten haben - stärker als im bundesweiten Vergleich. Am Dienstag berieten sich die Vereinigung der Leitungen Hamburger Gymnasien und Studienseminare (VLHGS) in einer Online-Konferenz zusammen mit Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen über Konsequenzen.

Konzerte, Sport und Klassenreisen

"Wir müssen fragen, was jede einzelne Schülerin und jeder Schüler jetzt braucht", sagte Christian Gefert von der Vereinigung der Gymnasial-Schulleitungen. Dabei dürfe es nicht vorrangig um versäumten Lernstoff gehen. Jetzt seien Aktivitäten gefragt, die Kinder und Jugendliche stärken - also Schulkonzerte, Sport und auch Klassenreisen.

Praktische Probleme machen Klassenreisen schwierig

Gerade bei den Klassenfahrten gebe es zurzeit aber viele Probleme. Die Vorgaben der Schulbehörde hätten zu einer großen Verunsicherung geführt, meint die Schulleiter-Vereinigung. Zum Teil seien die Vorgaben realitätsfremd. Zum Beispiel müssten Schüler und Schülerinnen morgens beim Aufstehen direkt ihre Masken überziehen. Wegen der Corona-Auflagen würden einzelne Schulen lieber auf Reisen verzichten. Dabei müssten jetzt aus Klassen wieder Klassengemeinschaften werden.

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Man müsse den Unterricht weiterentwickeln, dafür brauche man Zeit und eine breite Diskussion in den Schulen, meint die VLHGS. "Ruhe im Karton", wie das die Politik gerne sehen würde, sei jetzt nicht angebracht.

UKE-Studie: Mehr psychosomatische Folgen in Hamburg

Parallel zu einer deutschlandweiten Befragung von 11- bis 17-Jährigen hatte das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf auch mehr als 1.000 junge Menschen aus Hamburg zu ihren Erfahrungen in der ersten Corona-Welle befragt. Kinder und Jugendliche aus der Hansestadt berichteten demnach im Vergleich zum gesamten Bundesgebiet überdurchschnittlich häufig von psychosomatischen Beschwerden wie Einschlafproblemen, Gereiztheit und Rücken- oder Kopfschmerzen, teilweise auch täglich.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 29.09.2021 | 10:00 Uhr

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