Ein Containerterminal im Hafen von Yantian in China. © picture alliance/dpa/MAXPPP

Corona-Ausbruch in China verzögert Lieferungen nach Hamburg

Stand: 09.06.2021 07:11 Uhr

Ein Corona-Ausbruch in der chinesischen Provinz Shenzen sorgt für neue Probleme im weltweiten Schiffsverkehr. Die Hamburger Reederei Hapag-Lloyd leitet zahlreiche Schiffe um, weil der Hafen von Yantian zum Teil geschlossen ist.

"Das macht uns großen Kummer," sagte Hapag-Lloyd-Sprecher Nils Haupt im Gespräch mit NDR 90,3. In den vergangenen Tagen haben die chinesischen Behörden mehrere Corona-Fälle unter Hafenarbeiterinnen und Hafenarbeitern registriert. Der Hafen von Yantian schlägt pro Jahr etwa drei Mal so viele Container um wie Hamburg.

Als Konsequenz aus den Corona-Fällen ist nun ein Teil der Terminals für mehr als zwei Wochen ganz geschlossen. Container, die dort lagern, dürfen nicht bewegt werden. Im Rest des Hafens arbeitet nur eine kleine Belegschaft.

Lange Wartezeiten - Schiffe umgeleitet

Das führt zu wochenlangen Wartezeiten. Neben Hapag-Lloyd haben auch nahezu alle anderen großen Reedereien Schiffe umgeleitet. Allein Hapag-Lloyd hat vier Liniendienste, die Yantian und Hamburg verbinden. Importeurinnen und Importeure in Europa müssen nun wahrscheinlich wesentlich länger auf ihre Waren warten. Wie lange, das ist derzeit nicht abzusehen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 09.06.2021 | 07:00 Uhr

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