"Cap San Diego" ist zurück in Hamburg

Stand: 10.04.2021 16:13 Uhr

Das Museumsschiff "Cap San Diego" ist am Sonnabend nach fast vier Wochen in der Werft in den Hamburger Hafen zurückgekehrt. Es machte am Morgen an seinem Stammplatz an der Überseebrücke fest.

Das fast 60 Jahre alte Wahrzeichen wurde in Bremerhaven generalüberholt. Die "Cap San Diego" hatte Mitte März bei der Werft Bredo Dry Docks in Bremerhaven angelegt und wurde dort im Dock einer Art Schiffs-TÜV unterzogen. Alle fünf Jahre wird das knapp 160 Meter lange Schiff auf seine Hochseetüchtigkeit überprüft.

Bordmanagerin Gesa Rädeker sagte NDR 90,3, es sei "ein ganz tolles Gefühl, unser Schiff wieder in Hambug in Empfang nehmen zu können". Die "Cap San Diego" sei nun strahlend schön. Im Dock habe sie verletzlich gewirkt. "Es waren 15 Montagelöcher eingeschnitten in den Rumpf", sagte Rädeker.

Instandsetzung und neuer Anstrich

Bei dem Werftaufenthalt wurden mehr als 200 Punkte abgearbeitet. Im Zentrum hätten die Tanks und der Kettenkasten gelegen, die gereinigt, vermessen und konserviert worden seien, heißt es bei der gemeinnützigen Cap San Diego Betriebsgesellschaft. Hinzu kamen Arbeiten an der Maschine, im Stevenrohr und an Deck. Außerdem sei die gesamte Außenhaut des Schiffs mit 2.200 Litern Farbe neu gestrichen worden.

Die Kosten in Höhe von rund 1,4 Millionen Euro werden den Angaben zufolge zur einen Hälfte aus Mitteln des Denkmalschutzprogramms vom Bund und zur anderen Hälfte aus Mitteln der Schiffseignerin, der Stiftung Hamburger Admiralität, bezahlt.

Ab 1962 als Stückgutfrachter unterwegs

Die "Cap San Diego" wurde 1962 in Dienst gestellt und fuhr für die Reederei Hamburg Süd als Stückgutfrachter nach Südamerika. Seit 2003 dient sie als Museum und Hotel, ist aber noch seetüchtig und fährt mehrmals jährlich mit bis zu 500 Passagieren auf Nord- oder Ostsee hinaus. Wegen der Corona-Pandemie kann das Schiff derzeit nicht besichtigt werden.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 10.04.2021 | 08:20 Uhr

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