Stand: 14.06.2018 17:26 Uhr

Airbus baut aus für seinen Verkaufsschlager

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Die neue Fertigungslinie für A320-Familie ist in Betrieb genommen worden. Zehn Maschinen sollen dort pro Monat zusammengebaut werden.

Airbus stockt die Produktion seines Erfolgsmodells A320 in Hamburg massiv auf: In Finkenwerder ist deshalb am Donnerstag eine vierte Fertigungslinie eingeweiht worden. 40 Maschinen aus der A320-Familie rollen künftig pro Monat in der Hansestadt vom Band - so viel wie an keinem anderen Airbus-Standort weltweit.

6.000 Bestellungen liegen vor

6.000 Bestellungen hat Airbus in den Büchern, die Nachfrage ist ungebrochen für den "Brot- und Butter-Flieger" des europäischen Flugzeugbauers. Deshalb wurde innerhalb weniger Monate in einer bestehenden Halle eine neue Montagelinie aufgebaut, die für 200 Mitarbeiter im Zwei-Schicht-System ausgelegt ist. Etliche Einzelschritte in der Produktion, die bislang von Arbeitern ausgeführt wurden, übernehmen Roboter. "Luise" und "Renate", wie die Arbeiter die beiden Fertigungsroboter getauft haben, sollen den Flugzeugbau erleichtern. Die Zulieferungen kommen aus diversen Airbus-Werken in Norddeutschland und ganz Europa.

Insgesamt gibt es nun acht A320-Fertigungslinien an vier Standorten in Deutschland, Frankreich, China und den USA. Gegenwärtig baut Airbus jeden Monat rund 50 Flugzeuge der A320-Reihe. Mit der neuen Hamburger Fertigungslinie wären es im nächsten Jahr 60 Maschinen, also 720 im Jahr. Insgesamt wurden bereits mehr als 14.200 Flugzeuge der A320-Familie bestellt und mehr als 8.100 ausgeliefert.

Dutzende Maschinen ohne Triebwerke

Probleme gibt es hingegen mit dem A320 neo: Zurzeit parken mehrere Dutzend Maschinen auf dem Gelände in Finkenwerder - wegen Triebswerksproblemen. Inzwischen aber erfüllten die beiden externen Hersteller alle Vorgaben, sagte Röwe. "Ende des Jahres wollen wir die Parkplätze wieder leer haben." Ob Airbus von den Triebwerkherstellern Schadenersatz fordert, und falls ja in welcher Höhe, dazu wollte sich der Airbus-Manager nicht äußern.

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Hamburg Journal | 14.06.2018 | 19:30 Uhr

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