Stand: 27.09.2019 16:24 Uhr  - NDR 90,3

3.000 kommen zu "Fridays-for-Future"-Demo

Eine Woche nach der bislang größten Klimaschutz-Demonstration in Hamburg sind am Freitag wieder zahlreiche Menschen zur "Fridays for Future"-Kundgebung in die Innenstadt gekommen. Am Vormittag waren es jedoch weniger als die von den Veranstaltern erwarteten 5.000 Teilnehmer. Nach Angaben der Polizei versammelten sich rund 3.000 Demonstranten am Jungfernstieg.

Verkehrsbehinderungen am Jungfernstieg

Viele Demonstranten hatten bunte Plakate und Transparente gebastelt. Darauf stand etwa "Das Klimapaket ist ein Witz" oder "Stoppt die Klimakiller". Vier junge Schülerinnen auf einem Lautsprecherwagen riefen Sprechgesänge in ein Mikrofon. Bis etwa 12.30 Uhr sorgte der Demozug für Verkehrsbehinderungen rund um den Jungfernstieg. Dort endete der Klimaprotest um 13 Uhr mit einem Rockkonzert.

"Unsere Fassungslosigkeit wächst"

"Der vergangene Freitag hat einmal mehr bewiesen, dass die Politik ihrer Verantwortung den jungen Generationen gegenüber nicht gerecht wird", sagte Nele Brebeck von "Fridays for Future". Das Klima-Paket der Bundesregierung reiche nicht aus, um die existenzielle Bedrohung zu stoppen. "Mit jedem sogenannten Ergebnis, das die Bundesregierung vorstellt, wächst unsere Fassungslosigkeit. Wir haben nichts erwartet und wurden dennoch enttäuscht", meinte Student Arnaud Boehmann. Die beschlossenen Maßnahmen seien selbst im Hinblick auf die Deutschen Klimaziele völlig unzulänglich.

In der Vorwoche waren zum dritten globalen Klimastreik in Hamburg nach Angaben der Polizei 70.000 Menschen gekommen, die Organisatoren sprachen von 100.000.

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Grün hat sich das Wasser im Hamburger Rathaus-Brunnen verfärbt.
Farbe im Rathausbrunnen

Während der Demonstration sorgte die Verfärbung des Brunnens am Rathaus für Aufsehen: Das Wasser war am Freitagmittag grün verfärbt. Die Feuerwehr stellte in dem Brunnen zwei Kartuschen mit einem harmlosen Färbemittel sicher. Zu der Aktion bekannten sich die Umwelt-Aktivisten von Extinction Rebellion. Sie wollen damit "auf die ökologische Katastrophe aufmerksam machen". Die Polizei spricht von "grobem Unfug", der allerdings nicht strafbar sei.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 27.09.2019 | 14:00 Uhr

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