Überfuellter Muelleimer in Hamburg. © picture alliance / Bildagentur-online / Ohde

Corona-Jahr 2020: Herausforderung für Hamburger Stadtreinigung

Stand: 30.12.2021 06:24 Uhr

Müll gibt es dort, wo Menschen sich aufhalten. Aber wo tun sie das in Corona-Pandemie-Zeiten? Die Stadtreinigung Hamburg sah sich im Jahr 2020 vor besonderen Herausforderungen.

Homeoffice, Online-Handel, Urlaub zu Hause: Das Jahr 2020 war auch für die Hamburger Stadtreinigung kein normales Jahr. Der jüngste Erfahrungsbericht des Senats zur Sauberkeit listet eine Reihe von Maßnahmen auf, mit denen die Stadtreinigung auch in Zeiten von Corona die Stadt sauber halten konnte. Zum Beispiel mit etwa 500 Papierkörben mehr: Insgesamt gibt es jetzt 10.585 Papierkörbe auf öffentlichen Wegen, die im Schnitt drei- bis viermal pro Woche geleert werden.

Online-Handel führt zu mehr Verpackungsmüll

In Parks und Grünanlagen waren die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an sieben Tagen in der Woche unterwegs. Nicht überall habe man die Stadt aber so sauber halten können wie gewollt. Der Boom im Online-Handel führte laut Stadtreinigung zu erheblich mehr Verpackungsmüll - und der landete nicht immer im Container, sondern daneben. Die Stadtreinigung fuhr bis zu 30 zusätzliche Sondertouren pro Woche.

Die sogenannten WasteWatcher, die seit 2018 im Einsatz sind, leiteten mehr Verfahren wegen wilder Müllablagerungen als im Jahr zuvor ein - mit deutlich höheren Buß- und Verwarngeldern. Die Zahl der Meldungen bei der Beschwerde-Hotline und der "SauberApp" sei deutlich gestiegen: von rund 77.000 im Jahr 2019 auf 112.000 im vorigen Jahr. Ein Großteil davon betreffe allerdings Firmen- oder Privatgelände und falle nicht in den Zuständigkeitsbereich der Stadtreinigung.

 

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 30.12.2021 | 06:30 Uhr

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