Einsatzkräfte von Feuerwehr, DLRG und Polizei stehen während der Suche nach einem 13-Jährigen auf dem Anleger Teufelsbrück und am Ufer der Elbe. © picture alliance/dpa Foto: Jonas Walzberg

13-Jähriger stirbt nach Sprung in die Elbe in Hamburg

Stand: 27.06.2022 15:17 Uhr

Bei einem Badeunfall in der Elbe in Hamburg-Nienstedten am Sonnabend ist ein 13-Jähriger ums Leben gekommen. Ein Großaufgebot an Rettungskräften hatte nach dem Jungen gesucht.

Beim Fähranleger Teufelsbrück war der Teenager Augenzeugen zufolge ins Wasser gesprungen, obwohl er offenbar nicht schwimmen konnte. Am Abend um kurz vor acht Uhr ging dann der Notruf ein, dass der Junge plötzlich nicht mehr zu sehen war.

Hubschrauber, Drohne und Taucher im Einsatz

Sofort startete eine große Suchaktion, bei der auch ein Polizeihubschrauber und Feuerwehrtaucher im Einsatz waren. Die DLRG schickte Rettungsboote. Auch mit einer Drohne wurde nach dem 13-Jährigen gesucht. Schließlich fanden ihn die Taucher unter einem Ponton - da war der Junge allerdings schon etwa eine Stunde unter Wasser gewesen. Er wurde zunächst reanimiert und dann in einem Krankenhaus weiter behandelt. Dort starb er in der Nacht zum Sonntag, wie die Polizei am Sonntagmorgen mitteilte.

Polizei: Junge wurde nicht geschubst oder gestoßen

Warum der Junge ins Wasser sprang, war zunächst unklar. Ein Polizeisprecher sagte am Sonntag, der 13-Jährige sei in einer Gruppe unterwegs gewesen, aber nicht geschubst oder gestoßen worden. Er sei vom Fähranleger in den Bereich zwischen Steg und Land gesprungen. Mehrere Jugendliche aus der Gruppe sprangen demnach hinterher und versuchten, den 13-Jährigen zu retten. Sie mussten laut Polizei von Seelsorgenden betreut werden.

Eltern des Jungen im Urlaub

Die Eltern des 13-Jährigen waren im Urlaub, ein Großvater war laut Polizei mit am Elbstrand, als das Unglück passierte.

DLRG warnt vor Schwimmen in der Elbe

Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) warnte vor dem Schwimmen in der Elbe. Auch ein paar Kilometer weiter am Falkensteiner Ufer sei es lebensgefährlich. Dort würden Jugendliche auf ein neues Leuchtfeuer aus Stahl klettern, um ins Wasser zu springen. Dieser Strandabschnitt werde von den ehrenamtlichen Rettern seit Kurzem intensiver überwacht - mit Rettungsboot und einem Quad am Strand.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 26.06.2022 | 13:00 Uhr

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