Stand: 09.11.2018 09:56 Uhr

Verbraucherzentrale kritisiert Diesel-Kompromiss

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Nach dem Diesel-Skandal ist immer noch unklar, ob und wie genau betroffene Autofahrer entschädigt werden.

Der Abteilungsleiterin Verkehr beim Verbraucherzentrale Bundesverband, Marion Jungbluth, reichen die neuen Kompromisse vom Diesel-Gipfel am Donnerstag nicht aus. "Wieder ist es nur Flickwerk, wieder ist für Betroffene unklar geblieben, was sie nun eigentlich tun können", sagte Jungbluth am Freitag auf NDR Info. Nicht alle alten Diesel-Autos ließen sich auch nachrüsten. Für die Besitzer sei das ein Risiko, vor allem, wenn die Hardware-Umrüstung wie geplant erst ab 2020 starten kann.

Jungbluth forderte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) auf, den Druck auf die Konzerne zu erhöhen, damit schneller als angekündigt nachgerüstet werden kann.

Vorwurf: Hersteller haben vor allem den Absatz im Blick

Ein Auspuff eines Autos stößt Abgase aus. © dpa Bildfunk Foto: Marcus Führer

Jungbluth: Dieselkompromiss ist Flickwerk

NDR Info - Aktuell -

Zu mager sind die Ergebnisse des mittlerweile fünften Diesel-Gipfels vom Donnerstag in Berlin. Das meint Marion Jungbluth vom Verbraucherzentrale Bundesverband.

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Den Automobilherstellern wirft der Verbraucherzentrale Bundesverband vor, nach wie vor besonders ihren Absatz im Blick zu haben - und den mit Umtauschprämien ankurbeln zu wollen.

Zum inzwischen fünften Dieselgipfel hatte sich Bundesverkehrsminister Scheuer mit den Chefs der deutschen Automobilkonzerne getroffen. Im Anschluss hieß es, man wolle Besitzern älterer Diesel-Modelle weiter entgegenkommen und ihnen - je nach Marke - bis zu 3.000 Euro geben. Dazu würden nun auch die bislang von der Industrie abgelehnten Hardware-Nachrüstungen an den Motoren gehören - aber nur in den 15 deutschen Städten, die am stärksten von Luftverschmutzungen betroffen sind. Und erst ab 2020.

Verbraucherzentrale: Betroffene sollen Ruhe bewahren

"Betroffene sollten sich ihre persönliche Situation genau vor Augen führen", rät Jungbluth. Die Frage sei, ob man selbst von Fahrverboten in den deutschen Städten betroffen ist oder es werden kann. "Wenn, dann kann man erst mal nur zum Händler gehen und vor Ort besprechen, was möglich ist", sagte Jungbluth. Vielleicht sei ein Umtausch des Wagens ohne großen Aufpreis ja möglich. "Wichtig aber: Vorher informieren, um nicht über den Tisch gezogen zu werden, da jeder Autohändler sein eigenes Programm dazu entwickelt hat", rät der Bundesverband.

Ein Auspuff eines Autos stößt Abgase aus. © dpa Bildfunk Foto: Patrick Pleul

Dauerstreit um Hardware-Nachrüstungen

NDR Info - Wirtschaft -

Kommt es endlich zu einem Durchbruch im Dieselskandal? Es sieht eher nicht danach aus. Was sind die Knackpunkte? Hintergrund-Infos aus der NDR Info Wirtschaftsredaktion.

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NDR Info | Infoprogramm | 09.11.2018 | 07:08 Uhr

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