Stand: 15.06.2019 21:38 Uhr

Unwetter richten im Norden viele Schäden an

Heftige Gewitter sind am Sonnabend über den Norden gezogen. Zeitweise galten amtliche Warnungen vor extremem Unwetter - mit bis zu 50 Liter Regen pro Quadratmeter, dicken Hagelbrocken und Windböen in Orkangeschwindigkeit. Die Gewitter richteten viele Schäden an, Berichte über Verletzte liegen nicht vor. Bis zum frühen Samstagabend galt noch eine Unwetterwarnung für Mecklenburg-Vorpommern.

Schlammlawine in Alfeld

Im Landkreis Hildesheim blockierte NDR 1 Niedersachsen zufolge eine Schlammlawine die Durchfahrt durch einen Ortsteil von Alfeld. Mit Radladern und Kippern versuchten Bauhof-Mitarbeiter, die Straße freizuräumen.

Auch in benachbarten Ortschaften musste die Feuerwehr Straßen sperren, die überschwemmt oder unterspült wurden. In manchen Häusern stand bis zu 30 Zentimeter hoch Wasser und Schlamm. Hagelkörner mit einem Durchmesser von bis zu sechs Zentimetern beschädigten Autos und Gebäude.

Vom Unwetter erwischt - Landunter in Alfeld

Mecklenburg-Vorpommern: Kaputte Bäume und Wasserschäden

In Mecklenburg-Vorpommern rückte die Feuerwehr ebenfalls zu zahlreichen witterungsbedingten Einsätzen aus, wie NDR 1 Radio MV berichtet. Vor allem Westmecklenburg und der Landkreis Rostock waren betroffen. Helfer mussten etliche Bäume und große Äste von den Straßen räumen. Keller liefen voll Wasser.

In Neubukow wurde ein Supermarkt vom Regenwasser überschwemmt, in Kösterbeck schlug wenig später ein Blitz in ein Gebäude ein. Auch in Kühlungsborn, Nienhagen, Bad Doberan und Elmenhorst waren die Feuerwehren wegen Wasserschäden im Einsatz. Die Polizei warnte zeitweise vor Aquaplaning auf den Autobahnen.

In Lübeck standen mehrere Straßen unter Wasser.
Blitzeinschläge und Hochwasser in Schleswig-Holstein

In Schleswig-Holstein behinderte Wasser auf der A1 zwischen Lübeck und Bad Oldesloe den Verkehr. In den Kreisen Herzogtum Lauenburg und Ostholstein wurden ebenfalls viele Straßen überflutet. Vielerorts liefen Keller voll. Auch mehrere Bäume stürzten um. In Kröppelshagen fiel ein Baum auf ein parkendes Auto. In mehreren Orten schlugen Blitze ein.

Auch in Hamburg musste die Feuerwehr oft ausrücken. Die meisten Einsätze betrafen den Westen der Stadt, insbesondere den Stadtteil Rissen.

Seit Tagen immer wieder Gewitter im Norden

Bereits in den vergangenen Tagen war es zu schweren Gewittern in Norddeutschland gekommen. Dabei gab es örtlich Überschwemmungen. Durch Blitzeinschläge gerieten mehrere Gebäude in Brand.

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Dieses Thema im Programm:

NDR Info | Aktuell | 15.06.2019 | 16:00 Uhr

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