Museumsdetektive - auf den Spuren geraubter Kunst

Zu unrecht erworbene Kunst gehört auch im Norden zum Bestand vieler Museen: Bilder und Objekte, Möbel und sogar ganze Sammlungen. Durch Provenienzforschung wird ermittelt: Woher kommen sie? Wo sind die Besitztümer von Opfern des Nationalsozialismus geblieben? Was passierte mit in der DDR beschlagnahmten Kunstwerken? Und wie verhält es sich mit dem kolonialem Erbe?

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Kulturjournal

Jüdisches Raubgut in Privatbesitz

Kulturjournal

In Niedersachsen können Privatpersonen verdächtige oder bereits als jüdisches Raubgut identifizierte Stücke untersuchen lassen. Dort wird nach den rechtmäßigen Besitzern gesucht. Video (05:55 min)

Raubkunst in der DDR: Das unerforschte Kapitel

Auch 30 Jahre nach Mauerfall ist das Thema Kunstraub in der DDR noch weitgehend unerforscht. Das ist das Fazit einer Podiumsdiskussion mit Experten im Staatlichen Museum Schwerin. mehr

Museum gibt Raubkunst an Afghanistan zurück

Das Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe hat der afghanischen Botschaft ein geraubtes Marmorpaneel aus dem 12. Jahrhundert übergeben. Nun kann das Kunstwerk nach Kabul zurückkehren. mehr

Kolonialkunst in Spanien: Raub oder Tausch?

Während des Kolonialismus sind viele Kunstwerke aus Süd- und Mittelamerika nach Spanien gekommen. Doch die Provenienzforschung ist in dem Land kaum ein Thema. mehr

Provenienzforschung in Niedersachsen

Die Provenienzforscherin des Landesmuseums Hannover, Claudia Andratschke, untersucht außereuropäische Sammlungen in Niedersachsen. Im Gespräch erzählt sie von ihrer Arbeit. mehr

Der Fall Hahn

Auf den Spuren der Familie Hahn

Im März 1939 beschlagnahmten die Nazis die Silbersammlung des jüdischen Kaufmanns Max Hahn aus Göttingen. Sein Enkel sucht nun nach Spuren seiner Familie - und nach dem Silber. mehr

"Vater hat uns nie erzählt, was passiert ist"

Jonathan Hayden ist ein Enkel des von den Nazis ermordeten Max Raphael Hahn aus Göttingen. Im Interview erzählt er die bewegende Geschichte seiner Familie. mehr

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Kulturjournal

Zurück im Haus der Großeltern: Die Nachfahrin

Kulturjournal

Diana Kanter, Enkelin des im Holocaust ermordeten Kaufmann und Sammlers Max Raphael Hahn, wird der tragischen Geschichte ihrer Familie konfrontiert. Wie geht man damit um? Video (02:02 min)

03:00
Kulturjournal

Städtisches Museum Göttingen: Ein schwieriger Bestand

Kulturjournal

In der NS-Zeit musste der jüdische Kaufman Max Raphael Hahn dem Museum in Göttingen zahlreiche Objekte verkaufen. Museumsleiter Ernst Böhme über den Umgang mit den Stücken der Hahns. Video (03:00 min)

Weitere Fälle

NS-Raubkunst: Ausstellung in Göttingen eröffnet

In Göttingen wurde die Sonderausstellung "Unter Verdacht" eröffnet. Das städtische Museum ist durch Provenienzforschung in ihrer Sammlung auf NS-Raubkunst gestoßen. mehr

Nazi-Opfer Emden: Erben wollen Gerechtigkeit

Der jüdische Kaufmann Max Emden besaß zahlreiche Kaufhäuser und eine Kunstsammlung - bis die Nazis ihn zu Notverkäufen zwangen. Schon lange kämpfen seine Erben um Gerechtigkeit. mehr

Ausstellung: Sprengel Museum zeigt Raubkunst

Das Sprengel Museum Hannover zeigt Ergebnisse seiner Provenienzforschung in einer Ausstellung. Im Fokus stehen Bilder des Sammlers Doebbeke, die er nach 1945 an die Stadt verkaufte. mehr

Der Fall Peter Stilijanov: Kunstraub in der DDR

Dass die Nazis Kunst raubten, ist bekannt. Aber auch das DDR-Regime bereicherte sich an den Kunstschätzen seiner Bürger. Wie bei Peter Stilijanov, der 1985 aus der DDR ausreiste. mehr

Der Fall Alfons Jaffé: Ein Gemälde kehrt zurück

Der jüdische Kunstsammler Alfons Jaffé wähnte seine Sammlung in Sicherheit. Doch auch in den Niederlanden war sie vor den Nazis nicht sicher. Ein Gemälde kehrt jetzt zur Familie zurück. mehr

Mehr zur Provenienz-Forschung

05:31
Kulturjournal

Kolonialraubkunst in norddeutschen Museen

Kulturjournal

Während der Kolonialzeit haben Europäer Kulturgüter geraubt, die heute in unseren Museen präsentiert werden - unkommentiert. Lange haben die Häuser ihre koloniale Geschichte vernachlässigt. Video (05:31 min)

Ermittlungen im Auftrag der Kunst

Wenn Petra Winter von ihrem Beruf erzählt, könnte man meinen, sie arbeitet an der Aufdeckung eines Mordfalls. Sie ist als Provenienzforscherin so etwas wie eine Kriminalistin im Auftrag der Kunst. mehr

Provenienzforschung für ein wenig Gerechtigkeit

Einer der ersten Förderer der Provenzienzforschung in Deutschland war der Kunsthistoriker Uwe Schneede. Im Interview erläutert er, warum das Ermitteln von Raubkunst so wichtig ist. mehr

Provenienzforschung: Eine moralische Verpflichtung

Barbara Plankensteiner, Direktorin des Museums am Rothenbaum für Kulturen und Künste, setzt sich in ihrem Haus intensiv mit der Geschichte ihrer Objekte auseinander. mehr

Raubkunst? Das Marmorpaneel aus Ghazni

Das Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg hat einen spektakulären Fall von Raubkunst vorgestellt: ein Wandpaneel aus Afghanistan. Es könnte direkt aus "Tausendundeine Nacht" stammen. mehr

Raubkunst: Die Bronzen aus Benin

Das Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe hat lange geforscht: Nun steht fest, drei Bronzen aus dem westafrikanischen Benin sind eindeutig Raubkunst - aus Kolonialzeiten. mehr