Museumsdetektive - auf den Spuren geraubter Kunst

Raubkunst gehört auch im Norden zum Bestand vieler Museen: unrechtmäßig erworbene Bilder und Objekte, Möbel und sogar ganze Sammlungen. Woher kommen diese Objekte? Wo sind die Besitztümer von Opfern des Nationalsozialismus geblieben? Und was passierte mit in der DDR beschlagnahmten Kunstwerken?

NS-Raubkunst: Enkel erhält Silberbecher zurück

Ein Stück NS-Raubkunst kehrt zurück: Das Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg hat am Mittwoch einen Silberbecher an den Enkel eines NS-Opfers ausgehändigt. mehr

Der Fall Hahn

Auf den Spuren der Familie Hahn

Im März 1939 beschlagnahmten die Nazis die Silbersammlung des jüdischen Kaufmanns Max Hahn aus Göttingen. Sein Enkel sucht nun nach Spuren seiner Familie - und nach dem Silber. mehr

"Vater hat uns nie erzählt, was passiert ist"

Jonathan Hayden ist ein Enkel des von den Nazis ermordeten Max Raphael Hahn aus Göttingen. Im Interview erzählt er die bewegende Geschichte seiner Familie. mehr

02:02
Kulturjournal

Zurück im Haus der Großeltern: Die Nachfahrin

15.10.2018 22:45 Uhr
Kulturjournal

Diana Kanter, Enkelin des im Holocaust ermordeten Kaufmann und Sammlers Max Raphael Hahn, wird der tragischen Geschichte ihrer Familie konfrontiert. Wie geht man damit um? Video (02:02 min)

03:00
Kulturjournal

Städtisches Museum Göttingen: Ein schwieriger Bestand

15.10.2018 22:45 Uhr
Kulturjournal

In der NS-Zeit musste der jüdische Kaufman Max Raphael Hahn dem Museum in Göttingen zahlreiche Objekte verkaufen. Museumsleiter Ernst Böhme über den Umgang mit den Stücken der Hahns. Video (03:00 min)

Weitere Fälle

Der Fall Peter Stilijanov: Kunstraub in der DDR

Dass die Nazis Kunst raubten, ist bekannt. Aber auch das DDR-Regime bereicherte sich an den Kunstschätzen seiner Bürger. Wie bei Peter Stilijanov, der 1985 aus der DDR ausreiste. mehr

Der Fall Alfons Jaffé: Ein Gemälde kehrt zurück

Der jüdische Kunstsammler Alfons Jaffé wähnte seine Sammlung in Sicherheit. Doch auch in den Niederlanden war sie vor den Nazis nicht sicher. Ein Gemälde kehrt jetzt zur Familie zurück. mehr

Hintergrund

Kleine Museen und die Frage nach der Provenienz

An großen Museen ist die Provenienzforschung längst etabliert, aber was ist mit den vielen kleinen Museen, die mitunter sogar ehrenamtlich geführt werden? Ein Blick nach Mecklenburg-Vorpommern. mehr

Ermittlungen im Auftrag der Kunst

Wenn Petra Winter von ihrem Beruf erzählt, könnte man meinen, sie arbeitet an der Aufdeckung eines Mordfalls. Sie ist als Provenienzforscherin so etwas wie eine Kriminalistin im Auftrag der Kunst. mehr

Provenienzforschung für ein wenig Gerechtigkeit

Einer der ersten Förderer der Provenzienzforschung in Deutschland war der Kunsthistoriker Uwe Schneede. Im Interview erläutert er, warum das Ermitteln von Raubkunst so wichtig ist. mehr

Provenienzforschung: Eine moralische Verpflichtung

Barbara Plankensteiner, Direktorin des Museums am Rothenbaum für Kulturen und Künste, setzt sich in ihrem Haus intensiv mit der Geschichte ihrer Objekte auseinander. mehr

Mehr zur Provenienzforschung

Wenig Raubkunst im Landesmuseum Schleswig

Seit fünf Jahren prüft das Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte in Schleswig seine Sammlungsbestände auf Raubkunst. Nun präsentierte das Haus eine Zwischenbilanz. mehr

Projekt soll Herkunft kolonialer Raubkunst klären

Deutsche Museen zeigen oder lagern Tausende Kunstgegenstände, die auf die Kolonialgeschichte zurückgehen. Ein Projekt in Niedersachsen soll nun deren Herkunft klären. mehr

Raubkunst: Die Bronzen aus Benin

Das Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe hat lange geforscht: Nun steht fest, drei Bronzen aus dem westafrikanischen Benin sind eindeutig Raubkunst - aus Kolonialzeiten. mehr

NS-Raubkunst? Schifffahrtsmuseum untersucht Sammlung

Eine Forscherin untersucht für das Schifffahrtsmuseum Bremerhaven, ob es sich bei einigen der Ausstellungsstücke des Hauses um NS-Raubkunst handelt. Eine langwierige Aufgabe. mehr

NS-Raubgut im Nordosten: Nur wenige Fälle

Im Rahmen einer Studie zu möglichem NS-Raubgut sind Historiker in Museen von Mecklenburg-Vorpommern nur auf wenige Verdachtsfälle gestoßen. Zwölf kleinere Häuser waren untersucht worden. mehr