Celine Dion steht bei der Filmpremiere von "I Am: Celine Dion" in einem weißen Kleid vor einer Werbetafel. © picture alliance / NDZ/STAR MAX/IPx | NDZ/STAR MAX/IPx
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AUDIO: "I Am: Celine Dion" zeigt Leben der Sängerin mit seltener Krankheit (4 Min)

"I Am: Celine Dion" zeigt Leben der Sängerin mit seltener Krankheit

Stand: 18.07.2024 08:35 Uhr

Ende 2022 hat Céline Dion öffentlich gemacht, dass sie an der seltenen neurologischen Krankheit Stiff-Person-Syndrom leidet. Für die Doku "I Am: Celine Dion" hat die Sängerin ein Kamerateam ganz nah an sich und ihre Familie rangelassen.

von Charlotte Voß

Céline Dion ist ein Ausnahmetalent, gesegnet mit einer Mezzosopran-Stimme. Ihre Stimme, so die Kanadierin in der Dokumentation "I Am: Celine Dion", sei der Dirigent ihres Lebens. Mit gerade einmal 13 Jahren erklärte sie in einem Fernsehinterview: Sie wolle ein internationaler Star werden und ihr Leben lang singen. Dass sie, das jüngste von 14 Kindern eines Waldarbeiters aus Quebec, es geschafft hat, beweisen mehr als 200 Millionen verkaufte Tonträger, mehrere jahrelang ausverkaufte Las-Vegas-Shows und große Konzerne.

Abgesagte Europatournee im Februar 2023 

Doch im Dezember 2022 verstummt die Stimme der Frankokanadierin, zumindest öffentlich. Sie teilt mit, dass sie an der seltenen neurologischen Krankheit Stiff-Person-Syndrom (SPS) leidet. Ihre für Februar 2023 geplante Europatournee wird abgesagt. Eine Show zu machen, sei nicht schwer, erzählt sie im Film. Aber eine Show abzusagen, das sei schwer. Unter Tränen gesteht sie, dass sie die Bühne und die Menschen vermisst. 

SPS ist eine neurologische Störung, die mit Muskelkrämpfen beginnt und sich zu Ganzkörper-Attacken ausweitet. Im Fall von Dion drohte sogar das Ende ihrer Gesangskarriere. Trotz aller Warnzeichen habe sie noch versucht, ihre Stimme mit Druck zu pushen, um die Tour am Laufen zu halten, hat die Sängerin in einem BBC-Interview erzählt.

Céline Dions Leben mit dem Stiff-Person-Syndrom

Vom Rampenlicht ging es für die Künstlerin in den Schutz ihres Zuhauses in Las Vegas, wo sie seit 16 Jahren lebt. Seit dem Tod ihrer großen Liebe René Angélil, der auch ihr Manager war, lebt sie dort allein mit ihren drei Söhnen. Für die Dokumentation hat sie das Kamerateam nah an sich und ihren Familienalltag rangelassen. Sie möchte so authentisch wie möglich zeigen, was SPS ist, warum sie sich die Bühnen-Auszeit nimmt und wie die Krankheit mit den Krämpfen ihr Leben beeinflusst, zum Beispiel beim Gehen. Zu sehen ist, wie sie mit getapten Gelenken trainiert und behandelt wird, wie sie zu Pillendosen in Regenbogenfarben greift, aber auch, wie sie mit ihren drei Söhnen zusammen ist.

Die Angst durch Hoffnung ersetzt 

Bei der Weltpremiere des Filmes vergangene Woche in New York betonte Dion voller Demut, ihre Neurologin habe ihr dabei geholfen, ihre Krankheit anzunehmen. Sie habe ihre Angst durch Hoffnung ersetzt. Schmerzen und Medikamente hinterlassen auch bei der Ausnahmesängerin Spuren. Ihr Gesicht sieht härter aus. Sie habe sich aus der Dunkelheit der Krankheit herausgearbeitet, meint Dion, was Regisseurin Irene Taylor am Premierenabend bestätigt. Die Drehtage in Las Vegas hätten der Sängerin oft gut getan. Manchmal hätten sie aber auch abbrechen müssen.

Trotz aller Schmerzen und Mühen lässt die 56-jährige Céline Dion keinen Zweifel daran, dass sie zurück auf die Bühne möchte. An einer Show in Las Vegas wird bereits gearbeitet.

Die Doku "I Am: Celine Dion" wird bei Amazon Prime gestreamt.

 

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I Am: Celine Dion

Genre:
Dokumentarfilm
Produktionsjahr:
2024
Produktionsland:
USA
Veröffentlichungsdatum:
25. Juni 2024
Regie:
Irene Taylor
Länge:
102 Minuten

Dieses Thema im Programm:

NDR Kultur | Der Nachmittag | 24.06.2024 | 14:20 Uhr

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