Stand: 16.01.2018 11:41 Uhr

NDR Koproduktion hat Chance auf Goldenen Bären

Bild vergrößern
Marie Bäumer spielt Romy Schneider in Emily Atefs Film "3 Tage in Quiberon".

Die NDR/ARTE/ORF-Kinokoproduktion "3 Tage in Quiberon" von Regisseurin und Autorin Emily Atef feiert im Wettbewerb der 68. Internationalen Filmfestspiele Berlin am 19. Februar Weltpremiere. Schauspielstar Romy Schneider (Marie Bäumer) verbringt 1981 drei Tage an der bretonischen Küste. Gemeinsam mit Freundin Hilde (Birgit Minichmayr) sucht der Weltstar Ruhe im Kurort Quiberon. Schneider willigt trotz schlechter Erfahrung mit der deutschen Presse in ein Interview mit "Stern"-Reporter Michael Jürgs (Robert Gwisdek) und Fotograf Robert Lebeck (Charly Hübner) ein. Es beginnt ein drei Tage dauerndes Katz- und Mausspiel zwischen dem Journalisten und der Schauspielerin.

NDR Intendant Lutz Marmor: "Es ist eine besondere Auszeichnung für diese Produktion, am Wettbewerb der Berlinale teilnehmen zu dürfen. Der Film hat damit die Chance, internationale Aufmerksamkeit zu bekommen. Mein Glückwunsch zu dieser Leistung geht an alle Beteiligten." Die Redaktion im NDR hat Sabine Holtgreve.

Drehorte zum Teil in Hamburg und Fehmarn

Bild vergrößern
Der Film basiert auf Fotografien des Künstlers Robert Lebeck von Romy Schneider.

Das in Schwarz-Weiß gedrehte Drama entstand an Originalschauplätzen in der Bretagne und in Hamburg sowie auf der Ostseeinsel Fehmarn. Dort hat die Hamburger Ausstatterin Silke Fischer das denkmalgeschützte "Haus des Gastes" für den Film in ein Hotel verwandelt. "3 Tage in Quiberon" wurde gefördert mit Mitteln der Filmförderung Hamburg Schleswig Holstein. Geschäftsführerin Maria Köpf sagt: "Das epochale Interview zwischen 'Stern'-Journalist Michael Jürgs und Weltstar Romy Schneider ist tief mit der Geschichte Hamburgs als Medienstadt verwoben." Inspiriert von den beeindruckenden Schwarz-Weiß-Aufnahmen des Fotografen Robert Lebeck habe Regisseurin Emily Atef die Umstände des Interviews in ein aufwühlendes und bewegendes Drama verwandelt, so Köpf.

Filme mit norddeutscher Förderung beim Festival

Drei weitere von der Filmförderung geförderte Filme sind auf der Berlinale 2018 zu sehen. Der Debütfilm des Regisseurs Julian Pörksen "Whatever Happens Next" mit Sebastian Rudolph in der Hauptrolle als Paul, der ungebeten bei Partys und Hochzeiten erscheint. Der von Stefan Gieren produzierte Film läuft in der Sektion "Perspektive Deutsches Kino". Lars Kraume zeigt in der Reihe "Berlinale Spezial" sein historisches DDR-Drama "Das schweigende Klassenzimmer" mit Leonard Scheicher ("Es war einmal Indianerland"), Lena Klenke, Ronald Zehrfeld und Burghart Klaußner.

Der Animationsfilm "Isle Of Dogs - Ataris Reise" des US-Amerikaners Wes Anderson eröffnet am 15. Februar die Internationalen Filmfestspiele Berlin, die bis zum 25. Februar laufen.

Dieses Thema im Programm:

NDR Kultur | Klassikboulevard | 15.01.2018 | 18:00 Uhr

Mehr Kultur

06:29
ZAPP
05:38
ZAPP
04:16
ZAPP