Stand: 19.08.2020 18:24 Uhr

Gangsterballade eröffnet Japan-Filmfest

Szene aus "Paradise Next" © Joint Pictures
In "Paradise Next" treffen die beiden Auftragskiller Shima und Makino in Taiwan aufeinander. Nachdem Shima den Auftrag ignoriert, Makino zu töten, gehen die beiden gemeinsam mit der Kellnerin Xiao En auf einen Roadtrip in die taiwanesische Provinz.

Wie einige andere Filmfestivals weltweit hat sich das Japan-Filmfest Hamburg (JFFH) wegen der Corona-Krise dazu entschlossen, die diesjährige Ausgabe virtuell durchzuführen. Bis zum 2. September kann das Filmfest in ganz Deutschland mitverfolgt werden. Das Motto: "Breaking Free - From Japan with Love". Die Gangsterballade "Paradise Next" eröffnet das Festival - und bereits jetzt können alle 71 Filme gesichtet werden.

Normalerweise versammelt sich das treue Filmpublikum um die drei Festivalkinos Metropolis, 3001 und Studio Kino Hamburg. In diesem Jahr wird das Festival 71 Filme auf der Videoplattform des Anbieters Videociety präsentieren.

Eröffnungsfilm "Paradise Next" mit Musik von Ryuichi Sakamoto

Szene aus dem Film "Forgiven Children" von Eisuke Naito © L' espace Film
In "Forgiven Children" von Eisuke Naito geht es um Mobbing und Gewalt unter Jugendlichen.

Der Eröffnungsfilm des JFFH ist die Gangsterballade "Paradise Next" von 2018, ein Roadmovie von Regisseur und Filmmusikkomponist Yoshihiro Hanno. Den Soundtrack zum Film um drei verlorene Seelen am Rande der Gesellschaft trägt der gefeierte Komponist Ryuichi Sakamoto bei. Viel düsterer geht es etwa im Coming-of-Age-Film "Forgive Children" aus 2020 von Eisuke Naito zu, in dem es um Gewalt und Mobbing geht.

Im bezaubernden Anime "Children Of The Sea" von Ayumu Watanabe erlebt das Mädchen Ruka in den Sommerferien viele Abenteuer mit den Jungen Umi und Sora. Sie hat eine übernatürliche Verbindung zum Meer.

Rezension
Ruka schwimmt mit den Fischen im Meer - aus "Children Of The Sea" von Ayumu Watanabe © Polyband

Zauberhaftes Meeresabenteuer: "Children Of The Sea"

Beim Japan-Filmfest Hamburg läuft der Anime "Children Of The Sea". Der Film verzaubert mit einer mystischen Unterwasserwelt, in der die 14-jährige Ruka die Geheimnisse der Ozeane erkundet. mehr

Auch stilvoller Trash beim Japan Filmfest Hamburg

Szene aus "Attack Of The Giant Teacher" von Yoshikazu Ishii © Team Better Tomorrow
Der Beitrag "Attack Of The Giant Teacher" von Yoshikazu Ishii steht in der Trash-Tradition des Kaiju-Films mit Riesenmonstern.

"Attack of the Giant Teacher" aus dem Jahr 2019 von Yoshikazu Ishii steht in der Tradition des japanischen Kaiju-Films, in dem es um fremdartige Kreaturen und Riesenmonster geht. Auch die Splatter-Grotteske "Ghost Master" von Paul Young aus dem Jahr 2019 sowie das Horrordrama "Mimicry Freaks" von Kult-Regisseur Shugo Fuji - ebenfalls aus dem letzten Jahr - stehen auf dem Programm.

Traditionell vergibt das Filmfest einige Filmpreise - und auch dieses Jahr darf das Publikum seinen Favoriten wählen und so mitbestimmen, welcher Beitrag als bester Film des Festivals hervorgeht. Zudem stellt das Festival Interviews mit den Filmschaffenden und ein kostenfreies Rahmenprogramm zur Verfügung.

 

Zugang zu den Filmen durch Streaming Codes

Szene aus "Ride your Wave" © Universal Picture Germany
Der Anime "Ride Your Wave" - eine Liebesgeschichte - erzählt von einer Surferin und einem Feuerwehrmann.

Wer die Filme des Filmfests sehen möchte - die seit Beginn des Festivals parallel zum Sichten zur Verfügung stehen -, kann auf der Webseite des Japan-Filmfest Hamburg sogenannte Streaming-Codes kaufen. Der Preis für einen Streaming-Code beträgt fünf Euro. Wer zehn Codes auf einmal kauft, bekommt 20 Prozent Rabatt. Das Season-Ticket für den Zugang zu allen Filmen kostet 80 Euro, das VIP-Ticket mit einigen Extras 120 Euro. Der Erlös soll zum Großteil den japanischen Filmschaffenden zugutekommen.

Gangsterballade eröffnet Japan-Filmfest

Das Japan-Filmfest Hamburg ist gestartet. Zwei Wochen lang kann das Publikum 71 Anime- und Arthouse-Filme ausschließlich im Internet sehen - etwa die Gangsterballade "Paradise Next".

Datum:
Ende:
Ort:
Kleine Theaterstraße 10
20354  Hamburg
Preis:
5 Euro
Besonderheit:
Wegen Corona findet das Filmfest nur online statt
Hinweis:
Zum Filmfest gehören drei Hamburger Kinos:
Metropolis
3001
Studio Kino Hamburg
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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | Kulturjournal | 18.08.2020 | 19:00 Uhr

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