Stand: 31.08.2020 15:59 Uhr

Blockbuster "Mulan" soll zu Streamingdienst Disney+ wandern

Die Kinobranche steckt weltweit mittendrin in einer Krise, ausgelöst durch die Coronaschließungen. Nun allerdings ist man noch besorgter: Wegen der Corona-Pandemie musste die Realverfilmung des Disney-Zeichtrick-Films "Mulan" immer wieder verschoben werden. Jetzt kommt die 200-Millionen-Dollar-Produktion zwar auf den Bildschirm, aber eben nicht auf die Kinoleinwand. Ab dem Freitag, 4. September, soll "Mulan" beim Streaming-Dienst Disney+ zu sehen.

Mulan (Yifei Liu) kämpft mit ihrem Schwert - Filmstill aus "Mulan" © 2019 Disney Enterprises, Inc. All Rights Reserved.
Die mutige Kriegerin Mulan (Liu Yifei) wird in vielen Ländern weltweit nur als Premium-Content bei Disney+ zu sehen sein.

Ab dem 4. September soll die Realverfilmung "Mulan" von der Regisseurin Niki Caro in den Ländern zur Verfügung stehen, die den hauseigenen Streaming-Dienst anbieten. Dazu gehören zum Beispiel USA, Kanada, Australien, Neuseeland und mehrere Länder Europas. Hier soll die teure Produktion allerdings nicht im allgemeinen Abo-Angebot enthalten sein. Statt dessen sollen Nutzerinnen und Nutzer des Dienstes zusätzlich fast 30 Dollar (21,99 Euro) für die Sichtung des Blockbusters bezahlen. In den übrigen Ländern ohne den Streaming-Dienst, wie etwa in China, solle "Mulan" wie gehabt einen Kinostart haben. Das vermeldete das US-Branchenblatt "Variety" am Dienstag.

"Mulan" - Starttermin wurde mehrfach verschoben

Dort wurde der neue Disney-Konzernchef Bob Chapek am Dienstag so zitiert: Die Maßnahme mit "Mulan" sei "einmalig" und "kein neues Businessmodell". Im Film der Neuseeländerin Caro mit den Schauspielerinnen Liu Yifei und Gong Li geht es um die mutige Kriegerin Mulan, die anstelle ihres Vaters in den Krieg zieht. Dabei gibt sie sich als Mann aus.

Für die aufwendigen Schlacht-Szenen wurden mehr als 100 Stuntleute aus China, Kasachstan, der Mongolei, Neuseeland und Australien verpflichtet. Gedreht wurde an 20 Schausplätzen in China, zum Beispiel in den so genannten "Singenden Sanddünen" in der Mingsha Shan Wüste in der Xinjiang-Provinz.

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