Sendedatum: 02.12.2015 23:50 Uhr

#EinMomentDerBleibt

2015 steigt die Zahl derer, die auf ihrer Flucht aus Krisengebieten auch in den Norden Deutschlands kommen, sprunghaft an. Die Aufmerksamkeit ist groß, viel wird über die Flüchtlinge berichtet. Man sieht sie auf ihrer Flucht, hinter Stacheldrahtzäunen stehend, an Bahnhöfen wartend, in Zelten frierend. Männer, Frauen und Kinder. Häufig ist allgemein von Flüchtlingen die Rede, von den Herausforderungen für Europa. Aber nur wenige wissen wirklich etwas über diese Menschen, die ihre Heimat verlassen haben, um bei uns Sicherheit zu finden. Wie haben sie bisher gelebt? Was war der Auslöser für die Flucht? Wie haben sie die Flucht erlebt oder besser gesagt überlebt? Welche Wünsche haben sie für ihre Zukunft?

Geschichten von Flucht, Trauma und Hoffnung

Die beiden Autoren Daniela Raskito und Sven Hille haben 2015 mehrere Flüchtlingsunterkünfte besucht und beeindruckende Menschen kennengelernt. Zehn von ihnen haben sie zu einem Gespräch ins Studio eingeladen. In #EinMomentderbleibt schildern sie zum ersten Mal überhaupt ihre bewegende Geschichte und die oft sehr traumatische Zeit der Flucht. Sie teilen ihre Momente des Schmerzes, der Zerrissenheit und des Verlustes - und haben meist einen sehr eindringlichen Appell an die Weltgemeinschaft.

Zeitzeugen und ihre Geschichte
Naji © NDR

Naji: Eine Geschichte vom Verzeihen

Naji aus Homs in Syrien musste mit 21 Jahren Familie und Heimat verlassen. Er nimmt uns mit und erzählt von seiner Flucht und sagt: "Wir müssen lernen zu verzeihen." mehr

Petar kommt aus Mazedonien. © NDR

Petar: Mit Shakespeare in die Zukunft

Petar ist 2015 34 Jahre alt und kommt aus Mazedonien. Erst nach langem Zögern öffnet er sein Herz und mit seiner Geschichte das Herz seiner Zuhörer. mehr

Benafsha © NDR

Benafsha: Ich muss stark sein

Benafsha aus Afghanistan hat mit 17 Jahren Schweres erlebt. Über ihre Flucht zu erzählen, kostet sie viel Kraft. Aber: Sie ist ein afghanisches Mädchen, sie muss stark sein. mehr

Abd Alhanan Alo © NDR

Abdel-hanan: Es hilft, zu erzählen

Abdel-hanan musste seine syrische Heimat verlassen, um seine Familie zu retten. Frau und Kinder konnte er mitnehmen, seine Mutter nicht. Ein Abschied für immer, wie er 2015 als 35-Jähriger erzählt. mehr

Mahjur kommt aus Afghanistan. © NDR

Mahjur: Überlebt, aber ohne Familie

In Afghanistan wurde Mahjur, 21, mit dem Tod gedroht. Er musste fliehen und hat überlebt, doch sein Zuhause und seine Familie hat er verloren. mehr

Rafek Al-Sahu aus Syrien.

Rafek: Wie konnte ich so mutig sein?

Menschen aus Kriegsgebieten müssen alles zurückzulassen, was ihr Leben ausgemacht hat. Was das alles ist, merke man erst, wenn man es verliert, sagt Rafek Al-Sahu aus Syrien. mehr

Alidu aus Liberia. © NDR

Alidu: Noch nie glücklich gewesen

Alidu Subiergaaus Liberia hat als Kind seine gesamte Familie durch den Krieg verloren. Mit anderen Straßenkindern gelang ihm die Flucht. Doch glücklich war er noch nie, wie der 23-Jährige 2015 sagt. mehr

Laureta aus Albanien. © NDR

Laureta: Bitte hört auf, euch zu bekriegen

Laureta Kurani ist mit ihrer Familie aus Albanien geflohen. Dort das Leben nicht sicher gewesen, ein Menschenleben nichts wert, sagt die 32-Jährige 2015. Für ihre Töchter soll das Leben aber sicher sein. mehr

Alfiya ist aus Eritrea geflüchtet.

Alfiya: Das Meer, Schauplatz des Grauens

Alfiya ist mit Mitte zwanzig alleine und schwanger auf der Flucht aus Eritrea gewesen. "Ich wünsche niemandem, das zu erleben, was ich durchmachen musste." mehr

Aeda und Bassam © NDR

Aeda und Bassam: Wir haben alles verloren

Aeda und Bassam erzählen über ihre Flucht aus Syrien. Sie haben in Damaskus gelebt und alles verloren. Was bedeutet das für einen Menschen? mehr

 

"Wir schaffen das" - Fünf Jahre danach
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) äußert sich am 31.08.2015 in Berlin auf einer Pressekonferenz zu aktuellen Themen der Innen- und Außenpolitik. © dpa-Bildfunk Foto: Bernd Von Jutrczenka
15 Min

Ein Satz für die Geschichtsbücher

Am 31. August 2015 sagt Bundeskanzlerin Angela Merkel: "Wir schaffen das." Gesprochen auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise spaltet dieser Satz bis heute die Gesellschaft. 15 Min

Flüchtlingshilfe am Hamburger Hauptbahnhof. © dpa-Bildfunk Foto: Bodo Marks

Sie schaffen das - jeden Tag

Vor fünf Jahren sagte Kanzlerin Angela Merkel: "Wir schaffen das." Unsere Autorin Carolin Fromm berichtet seit Jahren über Geflüchtete. Was bedeutet der Satz heute? mehr

Bayern, Wegscheid: Flüchtlinge gehen hinter einem Fahrzeug der Bundespolizei her. © dpa-Bildfunk Foto: Armin Weigel

Was hat MV geschafft?

Seit Angela Merkels Satz "Wir schaffen das" im Jahr 2015 sind Hunderttausende Flüchtlinge nach Deutschland gekommen - viele auch nach MV. In zahlreichen Audio- und Video-Beiträgen nimmt der NDR eine Bestandsaufnahme vor. mehr

Menschen sitzen an einem Bauzaun vor einem leer stehenden Baumarkt in Hamburg.

Die Lage in Hamburg

Fünf Jahre ist es her, dass Bundeskanzlerin Merkel den Satz "Wir schaffen das" sagte, und zwar im Zusammenhang mit Tausenden Flüchtlingen, die damals nach Deutschland kamen - auch nach Hamburg. mehr

Freiwillige helfen Flüchtlingen bei der Ankunft in einer Erstaufnahme. © NDR

Fünf Jahre Erstaufnahmen in SH

2015 starteten in Schleswig-Holstein die Erstaufnahmen für Flüchtlinge. Drei Frauen stehen exemplarisch für die vielen ehrenamtlichen Menschen, die sich um die Versorgung kümmerten. mehr

Dieses Thema im Programm:

#EinMomentDerBleibt | 02.12.2015 | 23:50 Uhr

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