Stand: 24.04.2018 20:31 Uhr

Kieler Stadion soll eine Klasse aufsteigen

Ende Mai, Anfang Juni soll es losgehen: Kurz nach dem Ende der Saison in der zweiten Fußball-Bundesliga will Holstein Kiel beginnen, das Holstein-Stadion umzubauen. Am Dienstag haben Vertreter des Vereins und der zuständigen Architekten mit Anwohnern über die Pläne diskutiert. Kern des Umbaus ist die Osttribüne, auf der die Gästefans untergebracht sind. Im Moment verfolgen sie die Spiele dort auf unüberdachten Stehplätzen. "Wir bauen da einen Teil eines möglichen neuen Stadions", sagte Holstein Kiels Geschäftsführer Wolfgang Schwenke NDR 1 Welle Nord. "Die neue Tribüne besteht aus Beton und Stahl, hat eine Hülle und fasst am Ende über 5.000 Zuschauer."

So soll das Holstein Stadion umgebaut werden

Ein ganz neues Stadion-Gefühl

Fertig sein soll die neue Tribüne für die übernächste Saison - also im August 2019. Ob vorher schon einzelne Teile genutzt werden können, ist laut Schwenke noch offen. Insgesamt sei das dann ein ganz neues Gefühl, "weil es eine ganz andere Struktur eines Stadions ist." Das Holstein-Stadion, das der Stadt Kiel gehört, sei ein bisschen in die Jahre gekommen - mit dem Ausbau sei es mit Blick auf die Infrastruktur "up to date". Zu den Umbauplänen gehört auch ein Konzept für die Anreise der Fans, damit sie leichter zum Stadion kommen. Vorgesehen sind zum Beispiel deutlich mehr Shuttle-Busse und spezielle Haltezonen für die Busse von Heim- und Gästefans nah am Stadion - auch um die Parksituation in den angrenzenden Wohngebieten zu entspannen. Der Bereich direkt vor dem Stadion soll frei bleiben für Fußgänger.

Auflage: Mindestens 15.000 Zuschauerplätze

Aktuell spielt Holstein Kiel in der zweiten Bundesliga mit einer Sondergenehmigung, weil das Stadion die eigentlichen Auflagen der Deutschen Fußball-Liga (DFL) nicht erfüllt. So fasst es zum Beispiel aktuell nur etwa 12.000 Zuschauer, während der Bauzeit in der kommenden Saison werden es laut Schwenke nur rund 10.300 sein - die DFL schreibt für die erste und zweite Liga eine Kapazität von mindestens 15.000 Plätzen vor. Für die kommende Saison setzt Holstein also weiter auf eine Sondergenehmigung, egal, ob die Mannschaft dann in der zweiten oder ersten Liga spielt. Die Lizenz für beide Ligen hat Holstein schon in der Tasche. Die Stadion-Modalitäten bespreche man dann mit der DFL, sagte Schwenke. Der Wunsch sei, im Fall eines Aufstiegs auch die großen Ligaspiele, beispielsweise gegen den FC Bayern München und Borussia Dortmund, im Holstein-Stadion auszutragen. Aktuell stehen die Kieler auf Platz drei der Zweitliga-Tabelle - der würde am Ende der Saison in die Relegationsspiele gegen den Drittletzten der Bundesliga führen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 24.04.2018 | 22:00 Uhr